Feb 142013
 

Resolution der studentischen Vollversammlung an der Uni Marburg am 12.02.2013

Rassismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem welches sich auf vielen strukturellen Ebenen widerspiegelt. Allerdings wird diesem meist nicht genügend entgegengewirkt. Eine gängige Annahme ist dabei, dass Rassismus an der Hochschule weder produziert noch reproduziert wird. Daher ruft die studentische Vollversammlung alle Mitglieder der Hochschule dazu auf sich verstärkt mit Rassismus in ihrem Umfeld auseinander zusetzen, sowie sich aktiv gegen Rassismus auf institutioneller Ebene, als auch im Alltag einzusetzen.

Gleichzeitig fordert die Vollversammlung den AStA auf, im Senat einen Antrag zu stellen auf Einrichtung einer Stelle einer/eines Beauftragten gegen Rassismus an der Hochschule.
Die Vollversammlung fordert die Fachschaftsräte auf, sich für eine gemeinsame Einführungswoche einzusetzen und diese durchzuführen.

Die Vollversammlung solidarisiert sich mit den Bündnis „Dresden Nazifrei“ und ruft dazuauf sich an den Aktionen gegen die Kundgebung der Nazis am 01.05.2013 in FFM zubeteiligen.

Feb 042013
 

Das Präsidium des Studierendenparlaments informiert:

Vollversammlung am Dienstag den 12.02.2013 – 20Uhr – Hörsaalgebäude (+1/0030)

Folgende Punkte stehen auf der Tagesordnung:

1.     Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
2.    Dresden Nazifrei

Beginn offizieller Teil

3.    Rassismus an der Hochschule
3.1. institutionalisierter Rassismus
3.2. Alltagsrassismus
4.    Resolution
5.    Sonstiges

Quelle: www.asta-marburg.de

Nov 222012
 

Global Education Strike auch in Marburg!

Aufrufe: weltweit + bundesweit
inhaltliche Schwerpunkte auf lokaler Ebene werden auf dem Großplenum besprochen!

(Re-)Claim the Senat!! – Gemeinsam zur Senatssitzung!
19.11. (Mo.) – 14Uhr – vor dem Hörsaalgebäude (HSG)
Seite auf facebook

nächstes offenes GroßPlenum, um die nächsten Schritte zu besprechen:
20.11. (Di.) – 18Uhr – Streik-Café (im HSG)
Platz für Fragen und Vorschläge gibt es natürlich immer :)

Kommt vorbei und bringt euch ein!
Verbesserungen erkämpfen! Diskurse gestalten!

Auf dem ersten großen Plenum (mit etwa 60 Leuten) wurden mehrere AKs gegründet, die sich überwiegend über DIESE PADS koordinieren.

Bereits geschehen:

Nov 152012
 

Bis zu 300 wütende Studis bei VV am Fb03 -

gefolgt von Spontandemo

Am 14.11. war der Hörsaal 00/00020 auf der Vollversammlung des Fachbereichs 03 um 20.15Uhr mit Studierenden, die die konkreten Zustände am Fachbereich und der Hochschule, sowie in der Gesellschaft insgesamt, nicht mehr hinnehmen wollen, gut gefüllt.

Zunächst wurde die Situation an den einzelnen Instituten des FB03, sowie der Uni im allgemeinen vorgestellt. Nachdem Nachfragen geklärt wurden, stellte das Referat für internationale Vernetzung die eben besprochenen Symptome an der Uni Marburg kurz in einen globalen Rahmen und bezog sich auf Tendenzen in Bildungsbereichen weltweit. Anschließend wurde der Global Education Strike, u.a. durch das Zeigen dieses Video-Podcasts, vorgestellt und Ideen gesammelt, was als nächstes getan werden könnte, um den miserablen Zuständen entgegenzuwirken. (Einzelheiten dazu sind aus dem unten stehendem Protokoll zu entnehmen.)

Ein Gespräch über Skype mit einem Bildungsaktiven in Belgrad kam auf Grund technischer Probleme leider nicht mehr zustande.

Nach der VV, es war bereits nach 22Uhr, entschloss sich ein Großteil der Anwesenden noch ihrem Frust mit einer Spontandemo Ausdruck zu verleihen. Es ging in die Oberstadt zum Marktplatz und wieder zurück zum Hörsaalgebäude. Unter anderem waren Slogans wie ‘No Border, No Nation – Free Education!’ sowie ‘Wessen Bildung? – Unsere Bildung!’ zu hören.

Am selben Tag fand bereits um 12Uhr eine Info-Veranstaltung am Fachbereich 17 statt, an der sich etwa 80 Studierende sowie einige Professor_innen beteiligten. Auch auf dieser wurde auf die lokale Situation, sowie der globale Kontext, eingegangen. Anschließend gründete sich ein Arbeitskreis, der sich mit den konkreten Problemen am Fachbereich weiter auseinandersetzen und sich für eine Verbesserung der Zustände einsetzen will. Kontaktiert die Fachschaft in der Biologie für weitere Infos :)

Dies soll erst der Anfang gewesen sein. HEUTE (15.11.), um 18Uhr, treffen sich alle Interessierten im Foyer des HSG wieder, um zu besprechen wie es weiter geht. Außerdem steht am Montag (19.11.) die Senatssitzung an, die besucht werden will.

ein Teil der VV am Fb03

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Protokoll der Vollversammlung des Fachbereichs 03 –
Gesellschaftswissenschaften und Philosophie

Protokoll der Vollversammlung des FB03 vom 14.11.2012 (pdf)

vom 14. November 2012, 20 Uhr, im Hörsaalgebäude HS 00/00020 der Philipps-Universität Marburg

  1. Finanzierung der Uni Marburg
    - Lage an den Fachbereichen
    - Lage an den zentralen Unieinrichtungen
    - Lösungsvorschlag der Universität
    - Mögliche Folgen
  2. Missstände an den Instituten
    - Soziologie
    - Politikwissenschaft
    - Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft
    - Philosophie
  3. Global Education Strike vom 14. bis 22. November
  4. Diskussion zu Aktionsmöglichkeiten
  5. Kommende interessante Termine

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1. Finanzierung der Uni Marburg

- Lage an den Fachbereichen

Sehr unterschiedlich, die meisten Fachbereiche haben jährliche Kosten im Bereich 2-3,5 Millionen
Überdurchschnittlich sind die Naturwissenschaften: 6-8 Millionen und Medizin: weit höher (mittlerer 2-stelliger Millionenbereich)
Hauptsächlich Personalkosten (außer Naturwissenschaften / Medizin)
Die Auslastung des Fachbereich 03 ist von 119% in 2007 auf 153% in 2012 gestiegen (besonders betroffen: Philosophie 2007: 126%; 2012: 380%)
Gesamte Phillips- Universität: 2007 90% => 2012 103%

- Lage an den zentralen Unieinrichtungen

Nach Präsidentin tendenziell unterfinanziert
Bau- und Nebenkosten sehr hoch (20 Millionen €)
Präsidium: 2 Millionen
Zentrale Verwaltung & Zentrale Aufgaben: 92 Millionen
UB/HRZ 2-3 Millionen

Defizit 2011: 29,2 Millionen, davon maximal 18,9 einmalig (7 Millionen strukturell, 2 Millionen Verwaltung, 5 Millionen Fachbereiche
o Gelder an Fachbereichen fehlen immer (keine Aussicht auf Wiedererhöhung)
o Öffentlichkeit notwendig um darauf hinzuweisen

- Lösungsvorschlag der Universität

Zusammenarbeit mit externem Beratungsunternehmen und Landesregierung
Aufgabenstellung:
o Einsparpotential in der Verwaltung oder im Lehrangebot finden
o Unifinanzierung anders organisieren (Verteilung an der Uni selber)
o Uni als ganze anders organisieren ???
Probleme der Lösung:
o Kernziel des Unternehmens: wirtschaftliche Uni
o In Aufgabe: Lehrangebot überprüfen
o Externes Unternehmen agiert wahrscheinlich im Interesse der Wirtschaft, nicht der Gesellschaft

Mögliche Folgen

Massiver Abbau von Lehrangeboten
Wegfall von Fachbereichen
Noch höhere Auslastung
Verschlankung der Uni → Partizipation in Gefahr???
mehr Geld vom Land (unwahrscheinlich)
(Situation wird eher schlimmer als besser ohne Veränderung und ohne Schaffung einer Öffentlichkeit)

2. Missstände an den Instituten

- Soziologie

Situation dieses WiSe:
o Seminarzahl leicht reduziert
o durch Lehraufträge wird versucht die zwei Professuren, die im Forschungssemester sind (Markus Schroer und Anika Oettler), zu kompensieren;
o Noch der Versuch weiterhin auf Wissenschaftliche Mitarbeiter_innen statt Wissenschaftliche Hilfskräfte zu setzen; (Hilfskräfte stehen im Vergleich zu Mitarbeiter_innen in prekäreren Arbeitsverhältnissen)
o Verdopplung der Studierendenzahl von 90 auf 180 in fünf Jahren
o QSL-Mittel werden knapper, somit wurden die Sachmittel von ca. 50000 Euro zentral beim Institut behalten um das Defizit auszugleichen und Tutor_innen / studentische Hilfskräfte zu finanzieren, statt sie an die Profs zu verteilen => Sachmittel der Profs werden derzeit aus Rücklagen finanziert;
o 30 Studis pro Tutorium in der Einführung; in Theorien: 40-50 Studis pro Tutor_in; damit Mehrbelastung der Tutor_innen um das doppelte
Ausblick 2013:
o QSL-Mittelsituation unklar; Verhandlungen mit dem Präsidium um noch nicht ausgegebene Hochschulpaktgelder für die noch nicht eingestellte neue Juniorprofessur zur Deckung der anstehenden Kosten zu verwenden;
o Rücklagen sind bald aufgebraucht → fehlende Planungssicherheit

- Politikwissenschaft

Ein Drittel weniger Seminare in den Wahlpflichtmodulen;
ein Drittel mehr Erstsemester;
im Schnitt ca. 60 Teilnehmer_innen pro Seminar;
Es gibt schlecht/nichtbezahlte Lehraufträge;
Prüfungs-/Seminaranmeldung wird strikter gehandhabt (fehlendes Personal);
Anwesenheitspflicht in Politik-Didaktik;
Tutor_innenstellen (außer in Einführung) komplett gestrichen; andere teilweise nur dieses Semester gesichert;
Praktikumsberatung fällt weg; Erasmusberatung wird wegfallen;
Studienkoordinator_innenstelle im Master nicht sicher finanziert

- Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft:

Keine Verbesserung, keine Unterstützung für Exkursionen, Sprachkurse;

3 von 6 Tutorien sollten gestrichen werden → nur durch externe Mittel dieses Semester aufrecht zu erhalten;
Stelle der Studienkoordinatorin ist gefährdet;
Seminarzahl nimmt ab, verstärkt Blockseminare;
von 13 Lehrenden sind 7 unbezahlt;
2 Honorarprofessuren;
1 aus anderen Töpfen finanziert;
→ nur 3 Lehrende+1 Professur vom Institut finanziert

Philosophie:

380% Auslastung;
50-60 Teilnehmer_innen Traumzustand;
Seminare werden zu Vorlesungen;
Seminare/Lektürekurse etc. viel zu groß;
sinnvolle Diskussionen in Veranstaltungen nicht mehr möglich

3. Global Education Strike vom 14. bis 22. November

Weltweit sind im Bildungssystem drei Tendenzen auszumachen, die sich auch auf Landes- und Uniebene auswirken:
o Kopplung an den Arbeitsmarkt
o Privatisierungen / Outsourcing
o Künstlicher Wettbewerb wird erzeugt (u.a. Rankings und Exzellenzinitiative) – Druck auf Hochschulen sich auf Kernbereiche zu konzentrieren
Das International Student Movement ist eine weltweite Plattform, die diese Zustände verändern will [mehr Infos: http://ism-global.net/ism_de]
Mit dem Global Education Strike vom 14. bis 22. November wird zum ersten Mal ein Bildungsstreik auf globaler Ebene koordiniert
o Hauptseite für den Global Education Strike: http://ism-global.net/global_education_strike
o Twitter-Hashtag: #1world1struggle
o Ræducation-Podcast mit Aufruf: http://youtu.be/GIBRWpmDN40
In Marburg wird im Foyer des Hörsaalgebäudes in der kommenden Woche ein Streikcafé zum Austausch, Informieren und Diskutieren organisiert

Doodle Streikcafé-Schichten: http://doodle.com/3ffp4fhz42zqytwb

4. Diskussion zu Aktionsmöglichkeiten

Lehre ins Internet verlagern? Neue Lehr- und Lernformen?

→ Passt das zu unseren Fächern? ist das unsere Aufgabe? Brauchen wir nicht eher mehr Geld? Ist das nicht eher ein Schreckensszenario das uns droht?
Vorschlag fürs Streikcafé: Gegenseitig Hausarbeiten / eigene Forschung vorstellen / diskutieren; Lehrende motivieren dort hinzukommen, um einen Freiraum aufzubauen der Prof/Studi-Hierarchie stört
Sonst Streikcafé: Plenum jeden Tag um 18 Uhr, erstes Plenum morgen, Café ab Montag
Eigene Seminare konzipieren (aber nicht als Ersatz für die Aufgaben der Uni) / Alternatives Vorlesungsverzeichnis
Ursachen, Regelungen besser verstehen / gemeinsam erarbeiten; aus vergangenen Erfahrungen lernen
Mehr Menschen informieren z.B.
o mit einem Video/Filmprojekt → Soll es ab Montag im Rahmen des Streikcafés geben: Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
o in (vollen) Seminaren darüber reden
Auf unterschiedlichen Ebenen thematisieren Land / Global → am GES partizipieren
Vernetzung mit anderen Gruppierungen in Marburg (z.B. Krisenbündnis, http://krise-marburg.org)
(Schaufenster)puppen basteln, in Seminare setzen mit der Aufschrift „ich streike“ → morgen ab 10 Uhr Treffen zum Basteln am Streikcafé
Gesamt-Uni-VV
Instituts-Besetzungen (Autobahnen eher nicht)
Statusübergreifend gemeinsam kämpfen → gemeinsame VV mit prekär beschäftigten Dozierenden, mit Hilfskraft-Ini zusammenarbeiten
anschließend Sponti in die Oberstadt
mit vielen Leuten in die Senatssitzung um kundzutun, was uns nicht passt

5. Kommende interessante Termine

- Koordination der Ideen für den Global Education Strike / erstes Plenum Streikcafé:  Donnerstag, 15.November, 18 Uhr im Foyer des Hörsaalgebäudes

- Protest in der Senatssitzung: Montag, 19.November, 14 Uhr, Senatssitzungssaal, Biegenstraße 12

- Videoprojekt beim Streikcafé im HSG: ab Montag, 19. November 16 Uhr

- Treffen des Krisenbündnisses Marburg: Montag, 19. November, 20 Uhr, DGB-Haus, Bahnhofstraße 6

- Fachbereichsrat: Mittwoch, 21. November, 14:30 Uhr, Dekanatssitzungssaal

- Hilfskraftinitiative: wird noch bekannt gegeben

- Fachschaftstreffen:

o FS Soziologie: immer Donnerstag 20 Uhr, FS-Raum, Institut Ketzerbach

o FS Politik: immer Dienstag, 20 Uhr, FS-Raum D1, PhilFak

o FS Kultvolk: immer Mittwoch 18 Uhr, FS-Raum, Europäische Ethnologie

o FS Philosophie: immer Dienstag, 16 Uhr, PhilFak-Foyer

o Linke Fachschaft: immer Donnerstag 20 Uhr, Histo-Bistro, PhilFak

Jun 162009
 

Die Vollversammlung an der Martin-Luther-Schule Marburg ab der 9. Klasse vom 16. Juni war ein voller Erfolg.

Die Schülerinnen und Schüler wurden seitens der Schülervertretung auf die Aktionswoche zum Bildungsstreik hingewiesen und auf die Aktionen aufmerksam gemacht. Die Schüler_innen-Forderungen an die Politik stießen auf eine sehr breite Zustimmung. Auch die regionale Presse war anwesend. Am Ende der Vollversammlung wurde die folgende Resolution mit einer großen Mehrheit angenommen:

Resolution

Wir, die Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Schule ab der 9. Klasse, werden die derzeitigen Missstände in dem Hessischen Bildungssystem und an unserer Schulen nicht länger hinnehmen.

Wir denken, dass..

  • es ist nicht zu akzeptieren ist, dass unsere Bildung an der finanziellen Situation unserer Eltern hängt. Bildung muss frei für alle sein.
  • es ist unmöglich ist, die „Lernfähigkeit“ eines 10 jährigen Kindes zu beurteilen und dann daran dessen schulische Laufbahn festzumachen. Die frühe schulische Selektion muss aufhören.
  • es ist nicht weiter mit anzusehen ist, wie Kinder bereits in der 5. Klasse aufgrund von G8 keinerlei Freizeit mehr haben und unter ständigem Stress stehen. Das Konzept „G8“ muss dringend überarbeitet werden.
  • es nicht sein darf, dass Schülerinnen und Schüler, welche überhaupt der Grund einer jeden Schule sind, an dieser kaum Mitspracherechte haben. Das Schulsystem muss überarbeitet werden.
  • es ist inakzeptabel ist, dass Schülerinnen und Schüler dann Angst haben müssen, sich für ihre Interessen einzusetzen, da sie sonst beispielweise schlechte Noten zu erwarten haben. Die Rechte der Schülerinnen und Schüler müssen geachtet und geschützt werden.

Wir, die Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Schule ab der 9. Klasse, beschließen daher hiermit, uns an der Bundesweiten Aktionswoche „Bildungsstreik 2009“ zu beteiligen.

Vollversammlung der Schülerinnen und Schüler
der Martin-Luther-Schule, ab der 9. Klasse