Repression in Swasiland

freedumm solidarisiert sich!

Das Free Education Movement Marburg (freedumm) erklärt sich solidarisch mit Maxwell Dlamini. Er ist Präsident der Swaziland National Union of Students und aktiv in der Bildungs- und Demokratiebewegung in Swasiland – einer absoluten Monarchie! Er wurde verhaftet und gefoltet und braucht unsere Unterstützung. Maxwell setzte sich u.a. auch gegen Studiengebühren und Kürzungen im Bildungsbrereich ein. Neben Maxwell wurde im selben Zusammenahng Musa Mgudeni, ein weiterer Aktivist im Swaziland Youth Congress (SWAYOCO), festgenommen. Beide befinden sich bereits seit mitte April im Gefängnis.

Daraufhin initiierte Journalist/ Soziologe/ Amateur-Musiker / Fussballspieler Peter Kenworthy Anfang Juni die Kampagne “Free Maxwell Dlamini“.
Neben diverser NGOs, Einzelpersonen und der Studierendenvertretung in Dänemark werden die Bemühungen Maxwell und Musa sobald wie möglich frei zu bekommen auch vom  AStA Marburg unterstützt.

Auf facebook wurde eine Seite für die Kampagne eingerichtet: facebook.com/free.maxwell

Mit einer versteckten Kamera wurden beide im Gefängnis interviewt:

Weitere Einzelheiten auf der Seite des International Student Movement: ism-global.net/free_maxwell

Am 15.April gingen Studierende an der Universität von Makerere, der mit mehr als 30,000 Studis größten öffentlichen Hochschule Ugandas, in den Streik, um sich gegen eine Verdoppelung von Studiengebühren zu wehren.

Mehr als 70 Protestierende wurden nach Angriffen von Polizeikräften mit Tränengas und Schlagstöcken verletzt und sieben verhaftet.

Weitere Einzelheiten und Bilder gibt es auf der Homepage der International Student Movement (ISM) Plattform: ism-global.net

Liebe Leute,

falls ihr selbst Opfer der Repression durch die Polizei wart, irgendwelche Verletzungen egal welcher Art davon getragen habt, geschlagen wurdet, Pfefferspray abbekommen habt, festgenommen wurdet o.ä., dann meldet euch bitte per E-Mail bei uns: bildungsstreik.marburg at gmail.com

Wir würden gern die Zahl der Verletzten präzisieren, wobei wir die Zahl der verletzten Demonstrant_innen auf ca. 60 in der ganzen Woche schätzen.

Am Dienstag um 20.30 Uhr findet im Café am Grün ein Info-Treffen für alle statt, die mit einer Anzeige rechnen müssen. Falls ihr mit Anzeigen rechnen müsst oder unsicher seid, kommt vorbei und stellt eure Fragen. Falls lediglich eure Personalien aufgenommen wurden, keine Sorge: Ihr werdet normalerweise nicht strafrechtlich verfolgt. Merkt euch trotzdem: Keine Aussagen bei Polizei und Staatsanwaltschaft!!! Jede Aussage kann gegen euch oder jemand anderen verwendet werden! Ihr habt das Recht auf Aussageverweigerung (außer ihr seid als Zeugen verpflichtet) und könnt singen oder Gedichte aufsagen oder verwirrende, sinnlose Sprüche bringen ;-)

Live vom basisdemokratischen Plenum im G-Gang: Es sind ungefähr 50 Leute da, die so lange besetzen wollen bis alle Forderungen erfüllt werden (s. Artikel unten). Auch Beschäftigte der Uni solidarisieren sich mit der Besetzung! Mindestens für das Wochenende haben wir also einen selbst verwalteten Raum, den wir mit unseren Vorstellungen von freiem Leben und Lernen füllen können. Kommt vorbei, wir sind offen für alle!!! (etwaige gegenteilige Gerüchte sind schlicht und ergreifend unwahr)

Falls ihr Fotos oder kleine Filme von den Aktionen dieser Woche habt: Nur her damit!!

P.S.: Nun berichtet ein staatlicher Fernsehsender kritisch über die Polizeigewalt in Heiligendamm:

Was aber nicht gesagt wird: Dass diese Gewalt des Staates eine lange Tradition hat, von den Weltkriegen über Benno Ohnesorg bis nach Genua und Heiligendamm. In welcher Tradition stehen denn auch Polizei und deutscher Staat?

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