Hier die Pressemitteilung zur Räumung gestern, mehr folgt – auf unterschiedliche Arten und Kanälen – in den nächsten Tagen! Wir sind da, wir geben nicht auf!
Jetzt erst recht!
Universitätsleitung lässt Studierende aus dem Auditorium Maximum entfernen. Am Abend des 5. November wurde das Auditorium Maximum der Philipps-Universität Marburg von Studierenden besetzt. Durch diese Aktion wurde ein Freiraum geschaffen. Die Nutzung sollte den Studierenden zu Gute kommen und die Diskussion über Bildung vorantreiben. Die Besetzung erfolgte im Anschluss an eine Informationsveranstaltung der Bildungsstreik-Initiative Marburg. Diese klärte über das neue Hessische Hochschulgesetz, die besondere Machtposition des Hochschulrates und den Bildungsstreik in der Global Week of Action vom 9. bis 18. November auf.
Der Freiraum war für alle Interessierten offen, sich mit der zunehmenden Ökonomisierung, Bürokratisierung und Hierarchisierung der Universität auseinander zu setzen. Es haben sich innerhalb kurzer Zeit über Nacht Arbeitskreise gebildet und begonnen inhaltlich zu arbeiten um konstruktive Vorschläge für die Lösung der Konflikte zwischen Universitätsleitung und Studierenden zu entwickeln. Die Pressesprecherin der Universität Marburg, Frau Dr. Viola Düwert,erklärte am heutigen Morgen gegenüber der Öffentlichkeit: „Da das Wochenende bevorsteht und keine Lehrveranstaltungen gefährdet sind, warten wir einfach ab.“ Um 15:05 Uhr desselben Tages kam Lars Schwitalla, der Verantwortliche für Gebäudemanagement der Universität Marburg, in Begleitung von Polizeieinsatzkräften in den Hörsaal. Schwitalla teilte den Anwesenden mit dass das Audimax binnen zehn Minuten zu räumen sei. Anderenfalls würde man das Gebäude unter Einsatz der Polizei gewaltsam räumen lassen.
Die Studierenden entschieden sich dafür, den Hörsaal zu räumen. Dennoch ist die Vorgehensweise des Präsidiums den Besetzenden unverständlich. Hier wurde spontan und widersprüchlich gehandelt. Weder die Universitätsleitung noch die Studierenden können ein Interesse an einer möglichen Eskalation haben. Durch die vorschnelle Reaktion des Präsidiums bestünde die Gefahr, so Felix Blind, Studierender der Universität Marburg, „dass sich nun Studierende und Universitätsleitung lokal eine Schlammschlacht liefern. Die eigentlichen Ursachen der Missstände würden somit nicht angetastet.“ Gemeint sind die Rahmenbedingungen des heutigen Hochschulstudiums, welche von Ländern, Bund und mit dem Bologna-Vertrag auf EU-Ebene entschieden werden. Mit der harten Linie gegen die Besetzenden stabilisiert die Universitätsleitung die Missstände und verspielt die Chance, gemeinsam mit den Studierenden tatsächlich eine Verbesserung an der Marburger Hochschule zu erarbeiten und umzusetzen. Die Räumung des Audimax wird die Studierenden nicht davon abhalten, weiter ihren Protest Ausdruck zu verleihen. Die Global Week of Action beginnt am Montag den 9.11.09, viele Aktionen sind bereits geplant und auch wenn uns der Freiraum heute genommen wurde, bedeutet das nicht die Beseitigung der Notwendigkeit eines solchen.








“welche von Ländern, Bund und mit dem Bologna-Vertrag auf EU-Ebene entschieden werden.”
Geeenau. Und was soll dabei nun die Uni an Veränderungen machen? Eine Besetzung ist von Anfang an nicht konstruktiv, warum sollen die anderen es sein wenn ihr es nicht tut?
0,5% der Studierenden besetzen einen Raum, den 5% der Studierenden für ihre Veranstaltungen brauchen. Ganz klasse. Damit fördert man das Studium ^^
Gruß an Herrn Nienhaus, er ist normalerweise nicht der Kompetenteste, aber die Taktik war erfolgreich. Und wer sich erst am Wochenende organisieren muss, verdient es auch vor diesem aus den Räumen komplimentiert zu werden.
wessen pressemitteilung ist das denn?
und wo wurde sie abgedruckt?
greetz!
@ Qwadrax:
stimmt, wie man sieht bringt das alles ja eh nix, also muss man nächstes mal nichts unternehmen! soo verändert man natürlich die welt…
politische standpunkte und sympathien für bestimmte vorgehensweisen mal dahingestellt: würden alle die´s betrifft mal an einem strang ziehen, dann kann man z.b. schon mit dem bloßen rumstehen auf´m mensaplatz seeehr viel erreichen, denn allein 20000 studenten sind schon ne ganze wucht- dann noch plus lehrer und schüler…
aber wenn man denkt, dass es eh nix bringt, dann erreicht man selbstverständlich nichts!
ui, und das wichtigste habe ich vergessen:
” “welche von Ländern, Bund und mit dem Bologna-Vertrag auf EU-Ebene entschieden werden.”
Geeenau. Und was soll dabei nun die Uni an Veränderungen machen?”
wie du sicher mitbekommen hast, bekommt die unileitung durch die neuen hochschulgesetze sehr viel autonimie- da kann ne ganze menge verändert werden…
@ grobi
du nimmst es mir aus dem Mund….. es ist wichtig alle Studenten einzubinden und keine utopische Forderung nach der antikapitalistischen-Weltrevolution an den Anfang von Studentenprotesten zu stellen. Wer soll sich daran partizipieren???
Und genug Studenten bauen Druck auf. Egal ob im oder vor dem AudiMax. Man muss sie nur über den Inhalt informieren und Ihnen Gelegenheit geben sich frei von irgendeiner Ideologie mit einzubringen.
Marburg macht dem Ruf der Roten Uni alle Ehre: Konfus und ideologisch verrannt!
@ chris
“Marburg macht dem Ruf der Roten Uni alle Ehre: Konfus und ideologisch verrannt!”
ja, da hast du leider recht…
die vollversammlung ist da das beste beispiel: anstatt neutral aufzuklären und reflektiert verschiedene standpunkte abzuwiegen werden z.b. hochschulparagraphen linksperspektivisch ausgelekt. beste beispiel ist da der dauer-einzelkäpfer matthias (heißt er so?), der jurastudent der jedes mal top vorbereitet das wort ergreift. seine vertretenen positionen mal dahingestellt, MUSS man sie in einer vollversammlung akzeptieren, auch wenn man diese nicht teilt. jedes mal ist die rede von toleranz, individuellem freiraum und recht auch freie meinungsäußerung, aber kaum sagt einer was dagegen, dann ist´s auch schon wieder vorbei mit den großen ideologien.
>>hut ab vor matthias, der jedesmal auf´s neue den mut aufbringt, sich gegen das “gesamte audimax” zu stellen und seine meinung zu vertreten.<<
dadurch wird bildung nicht im ökonomischen, sondern im linkspolitischen sinne verzweckt, was nicht im sinne -zumindest meines- bildungsbegriffes ist. denn sobald bildung in irgendeinem maße verzweckt wird, ist es bereits lediglich nur noch eine ausbildung…
solange diese politische ausrichtung nicht wenigstens toleranter wird, kann man leider nur zugucken, wie ein so wichtiges thema, das wirklich mal ALLE betrifft, so wenig anklang findet.
Nun, alles wa sich höre ist immer wieder das gleiche Argument: Gewaltsame, subersive und zerstörerische Maßnahmen sind im gutmenschlichen Ansinnen der Neorevoluzzer angebracht. Mit welcher Doppelmoral agitiert ihr eigentlich? Ihr könnt noch so viel rumheulen, das Besetzen und stören des universitären Lehrbetriebs ist NIE und zu KEINER Zeit legitimiert. Falls ihr es immer noch nicht begriffen habt bewegt ihr euch sehr nah an fastoiden Handlungsmuster. Ihr “zwingt” einer großen Massen von Studenten euren Willen auf, indem ihr deren Biblitheken oder Hörsäle okkupiert. Schämt euch und denkt einmal darüber nach was ihr eig. tut. Von einem Studenten erwarte ich Vernunft, kein blindwütiges Vorgehen. Euch geht es schon lange nicht mehr um die Veränderung zum positiven sondern nur um eure eigenen kleinen Machtspielchen!
@matou
also, abgesehen ob es in diesem fall berechtigt ist oder nicht bin ich anderer meinung!!!!
Subversiven und zerstörerischen maßnahmen kann man nicht in jedem fall die legitimation absprechen!!
meinst du mit protestschreiben und unterschriftsammlungen kann man was erreichen?? ich glaube wohl kaum.
Ich hab zwar bei solchen aktionen noch nie mitgemacht aber trotzdem beobachte ich das mit sympathie…..
Mir hat noch keiner dieser aktionen einen fremden willen aufgezwungen, das ist doch schwachsinn!!
Ich stimme eher den früheren beiträgen zu…. man muss mehr leute von der sache überzeugen und mit einbinden, solange nur eine politische strömung sich diese sache auf die fahne schreibt kann man wirklich nicht sachlich an das problem ran gehen, welches auch immer es gerade ist
“Subversiven und zerstörerischen maßnahmen kann man nicht in jedem fall die legitimation absprechen!!”
Da sagt das StGB aber etwas anderes… und kommt jetzt nicht mit “Ja das wird uns ja vom System aufgezwungen…”