Gegendarstellung der BesetzerInnen bezüglich Nienhaus’ Email

Liebe Kommilitonen und Kommilitoninnen,

Wir, die BesetzerInnen des Instituts für Politikwissenschaft, verlassen vorläufig den G-Gang. Danke für eure bisherige Solidarität! Nur durch diese waren unsere bisherigen Erfolge möglich. Die Anwesenheitslisten in der Powi sind abgeschafft, ein selbst verwalteter Raum in der Phil-Fak ist in Aussicht. Und nur gemeinsam können wir die noch offenen Forderungen weiter verfolgen. Themen wie die Demokratisierung der Direktorien bleiben aktuell!

Wir machen weiter!

Wir sind nicht bereit, uns auf die Eskalationsstrategie des Präsidenten einzulassen und uns dem von ihm angedrohten Mittel einer gewaltsamen Räumung auszusetzen. Deshalb haben wir uns entschieden den G-Gang heute Nachmittag zu verlassen, um unseren Forderungen in einem anderen Rahmen Nachdruck zu verleihen.

In einem ersten Verhandlungsgespräch wurden bereits erste Erfolge erzielt. An mehreren Stellen sind beide Verhandlungsseiten aufeinander zugegangen. Folglich formulierten die Studierenden ein abschließendes Kompromisspapier und boten den Abzug bei Erfüllung der Forderungen an. Das Präsidium kündigte jedoch an, keine weiteren Gespräche führen zu wollen, statt einem einvernehmlichen Ende des Konflikts zuzustimmen.

Der Unipräsident ist offensichtlich nicht mehr zu einem konstruktiven Dialog mit uns bereit und hat sich stattdessen nun für eine Eskalationsstrategie entschieden, indem er die notwendigen Schritte für eine Räumung eingeleitet hat. Hierin äußert sich der Unwillen des Präsidenten, die Verhandlungen bis zu einem sinnvollen und verbindlichen Kompromiss weiterzuführen.

Wir möchten im Folgenden noch einige seiner Äußerungen in der an euch versandten E-Mail richtig stellen:

Ein Resolutionsentwurf zugunsten der Besetzung fand nicht die Mehrheit des Senats.

Es handelt sich hierbei lediglich um eine Resolution, die eine gewaltsame Lösung (polizeiliche Räumung) ausschließt. Unsere Forderungen waren hier nicht Gegenstand der Abstimmung. Damit hat der Senat eine gewaltsame Beendigung des Konfliktes grundsätzlich legitimiert.

So ist es z.B. falsch, dass es eine Zusammenarbeit mit der Verwaltung gibt, um den reibungslosen Betrieb der Bibliothek  zu gewährleisten.

Nienhaus unterschlägt, dass durchaus die Bereitschaft seitens der BibliothekarInnen bestand, die Polbib zu öffnen. Dies wurde ihnen von der Universitätsleitung untersagt. Während der Präsident dieses Vorgehen öffentlich mit der Nichterfüllung von Brandschutzbestimmungen rechtfertigt, musste er in einem Verhandlungsgespräch eingestehen, dass er die Öffnung der Polbib verhindert, um die Besetzung nicht zu legitimieren.

Nach Beendigung der Blockade ist es umso wichtiger unser weiteres Vorgehen zu koordinieren und die aus der selbst bestimmten, gemeinschaftlichen Zeit im Gang entstandene Energie zu nutzen. Für bessere Studienbedingungen und mehr Mitbestimmung! Für neue Freiräume! Für eine andere Studienkultur!

Die G-Gang- Besetzer_innen!!

15 Responses to “Gegendarstellung der BesetzerInnen bezüglich Nienhaus’ Email”


  1. 1 doktorino

    warum wird sowas nicht über den email-verteiler an die ganze uni geschickt, z.b. über den asta? ich denke, dass eine minderheit der studenten, die den brief nienhaus erhalten und gelesen hat wird auf dieser seite vorbeikommen.

  2. 2 Anonymous

    Skandalös finde ich auch Nienhaus’ Formulierung, dass er aus “grundsätzlichen Erwägungen” demokratischere Strukturen ablehnt. Auf unseren 10/3/3/3 Vorschlag ist er ja nicht einmal eingegangen. Von Herrn Henkenborg (Demokratieforscher) hätte ich ebenfalls eine etwas weniger ablehnende Haltung erwartet. Ich finde man sollte viel mehr skandalisieren, dass ein Demokratieforscher (Schwerpunkt: “Demokratielernen”) gegen demokratische Strukturen an der Hochschule ist.

  3. 3 ZZZ

    kein wunder, dass niemand mit euch redet… bei allem was ihr so abzieht, wie ihr demonstriert ist das unterste schublade…
    wenn ihr was durchsetzen wollt, dann schafft ihr es nicht wenn ihr nicht mal politisch neutral und sachlich da ran geht… und dabei noch total gegen nienhaus hetze betreibt, was total ungerechtfertigt ist… ihr seid in meinen augen einfach nur dumm, weil ihr sicherlich mit den hohen anforderungen die ein studium an sich hat, nicht klar kommt, und dabei studiert ihr nur so ein pillepalle pädagogikfach, wo die anforderungen schon sowieso niedrig sind… sobald es aufeinmal nicht mehr drin ist als student bis mittag zu schlafen und abends party zu machen heult ihr rum…
    ihr demonstriert gegen anwesenheitsliste so, als ob ihr gegen den vietnamkrieg demonstriert oder gegen irgendein diktatorisches regime… findet ihr das nicht ein bisschen übertrieben? und was soll all die schmiererei und zerstörungswut?
    kein rationaler mensch würde mit euch verhandeln, weil ihr viel zu unreif seid…
    mein tipp, brecht das studium hab wenns euch zu viel wird und wandert nach nordkorea aus, wenn ihr den kommunismus so toll findet… lasst euch da von einem linken regime unterdrücken wenns euch geil macht… wenigstens würdert ihr uns dann nicht mehr auf die nerven gehen ud ihr merkt mal wie gut es euch hier in deutschland eigentlich geht…

  4. 4 Antwort

    Was auch immer du studierst, du solltest Klasse 1-13 defintiv wiederholen, um der deutschen Sprache mächtig zu werden.
    Des weiteren ist das nordkoreanische Regime ein totalitäres Regime und nicht kommunistisch. Das kannst du natürlich nicht wissen, da du kein “pille palle Fach” studierst. Ich empfehle dir Seminare zur Politischen Theorie und Vergleichenden Politikwisssenschaft, die belegen wir bereits im ersten Semester. Wenn jeder so denken würde wie du, hätte es im 3. Reich keinen Widerstand gegeben. Man muss gegen Ungerechtigkeit ankämpfen!

  5. 5 Marlina

    Sehr lustig,ein Leserbriefschreiber der RNZ hat uns Heidelbergern auch schon vorgeschlagen, wir mögen doch bitte nach Nordkorea oder Iran gehen und dort eine Universität besuchen …

    Wollte nur sagen – find es toll, was ihr macht, lasst euch nicht unterkriegen und hört ja nicht auf nach eurer Blockade! Wir machen hier auch weiter! :)

  6. 6 Mad Max

    @ Antwort: Nordkorea hat nichts mit dem Kommunismus zu tun? Genausowenig wie Mao, Stalin, Pol Pot und diese ganze Schlächterbande? Schon merkwürdig, dass der Kommunismus überall, wo er hinkam, gleich noch den Kollegen Massenmord mitgebracht hat. Ist bestimmt nur Zufall. Davon abgesehen, dass Staaten, die ihre eigenen Bewohner einsperren müssen, um sie von der Überlegenheit des Kommunismus überzeugen zu können, mit Sicherheit großartige Alternativen zum “faschistoiden BRD-Regime” sind.

    Aber wir schweifen ab…

  7. 7 ZZZ

    oh tut mir leid ich nicht sprechen unser sprache… mach weiter und leiste widerstand gegen anwesenheitslisten, man erkennt deutlich die parallelen wie im 3. reich xD
    also erhebe dein haupt hisse deine rote fahne und kämpfe gegen dieses totalitäre unisystem an!!! deppenstudenten aller länder vereingt euch!!! solidarisiert euch blablabla… also hau rein du kleiner anwesenheitslisten-che-guevara… kämpft bis zum bitteren ende für die dienstfahrräder =)
    leute ich geh dann mal weiter meinem medizinstudium nach, weil ich ja so karrieregeil darauf bin später menschen zu helfen…

  8. 8 Anonymous

    einige leute scheinen den ernst der lage zu verkennen…schade :(

  9. 9 Jonas

    liebe leute,
    eigentlich bleibt nur noch zu sagen: don’t feed trolls! (http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur))
    leute die hier auf der basis von vorurteilen und spekulationen schreiben sollte nicht die ehre einer antwort zuteil werden ;-)
    weiterhin lachend,
    jonas

  10. 10 ZZZ

    erstens mit eurem tollen troll-wikipedia artikel wiederholt ihr euch nicht zum erstenmal!
    zweitens was hat das mit troll-beiträgen zu tun? das hier ist ein diskussion über den bildungsstreik! aber scheinbar könnt ihr es nicht ertragen, andere meinungen zu akzeptieren… und ihr wollt nicht einsehen, dass die art und weise wie ihr demonstriert ne große sauerei ist… demonstriert für bessere bildung aber schießt dabei ein wenig übers ziel hinaus, und denkt ihr könnt wie in den 68ern durchdrehen…
    die ganze aktion mit euren protesten sollte mal hinterfragt werden, ob die art und weise wie ihr demonstriert akzeptabel ist für die restliche studierendenschaft… was es nämlich nicht ist!
    der großteil was ihr macht ist große heuchelei! von wegen friedlichen demonstrationen und so weiter… schmierereien und zerstörungswut und hetze gegen den uni-präsidenten!
    und dann nochmal zum thema troll:
    seid ihr nicht die trolls in unsere gesellschaft? ihr seid doch diejenigen die eine unangenehme atmosphäre an der uni schaffen durch eure ganze scheiße…
    anfangs habt ihr euch ja noch ziemlich lächerlich gemacht, mit euren sprüchen von wegen kampf gegen den totalitarismus und widerstand leisten wie im dritten reich, hisst die rote fahne… aber mittlerweile wird es einfach nur nervig!
    spinner wie euch sollte man rausschmeißen…

  11. 11 Jonas

    das mit dem rausschmeißen hatten wir doch schon mal…
    danke trotzdem für deine reflektierte mail ;-)

    was passiert bei beleidigungen im internet? http://www.e-recht24.de/forum/2207-beleidigung-forum-teamspeak.html
    (eigentlich wäre es unsere admin-pflicht beleidigende inhalte zu löschen. da wir aber 1. uns nicht den vorwurf der zensur einhandeln wollen und 2. oft und gerne lachen, bleiben die kommentare solange erhalten, bis jemand sich beschwert)
    falls sich einige hier aber mal richtig austoben wollen, gibts auch andere möglichkeiten, zB http://www.readmore.de/index.php?cont=forum/thread&threadid=13794

    weiterhin vergnügt, Jonas

  12. 12 Anne

    Und jetzt sagt mir einen Grund warum wir in den G-Gang hätten gehen und mit Euch diskutieren sollen. Es ist Euch ohnehin egal was wir sagen und über das was wir sagen macht ihr euch einfach lustig oder reagiert hilflos mit irgendwelchen Internetlinks anstatt sich mal aus eigenen Stücken zu artikulieren. Das ist wirklich armselig!

  13. 13 Jonas

    Gern machen “wir” demnächst eine Sprechstunde auf, in der “wir uns” jeder und jedem Einzelnen von “euch” genau erklären.
    Etwas schneller wird es allerdings gehen, wenn du dich selber in bestimmte Dinge einliest. Das dauert zwar ne Zeit, dafür kannst du dabei was lernen. Z.B. gibt es immer wieder gute Artikel auf telepolis.de, zum Thema Bildung hier ne gute Sammlung von Artikeln: http://www.boecklerboxen.de/2857.htm
    Dazu solltest du aber mit möglichst wenig Vorurteilen heran gehen und auch bereit sein, deine eigenen Werturteile und Normen immer wieder zu hinterfragen, so wie ich es auch versuche (Kritische Theorie!). Falls du aber gern für deine wirtschaftliche Verwertbarkeit durch andere lebst, solltest du auch diese Site besser nicht mehr besuchen.

  14. 14 Anne

    Irgendwie kommt bei Euch neben der Nazi-Keule immer auch noch die Vorurteils-Keule hinterher.

  15. 15 jonas 2

    wichtig wäre es gewesen in den g-gang zu kommen.
    dann hätten “wir” anwesende gehört, was “wir” studierende außerhalb des g-gang denken.
    es gab basisdemokratische entscheidungen…
    jeder war eigeladen, jeder hätte was ändern können, vor allem die kommunikation zwischen “UNS”!

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