Die zweite Ausgabe des legendären FreEduMM Newsletters ist mit einigen interessanten Themen bestückt und seit heute zu haben!!
Im AStA gibt es ausgedruckte Exemplare und hier kann er online eingesehen werden.
Es ist angedacht die nächste Ausgabe irgendwann im April rauszubringen.
Fragen, Kommentare und Anregungen gerne als Kommentar zu diesem Eintrag oder an freedumm@gmx.de.
Freedumm Newsletter #2

Updates:
Tunnelparty ist vom Ordnungsamt verboten und die Auflösung wurde angedroht. Wir suchen nach Alternativen.
Dank RADikate findet anschließend eine Tunnelparty statt!!!

AStA, Fachschaftsrat 03, die Fachschaft KultVolk, Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie sind auch dabei!

Bildungsfabriken einreißen? Ja! Denn (Hoch-)Schulen gleichen immer mehr Fabriken. Das spiegelt sich wider in den Strukturen und Inhalten der Lehre, der Finanzierung öffentlicher Bildungseinrichtungen, dem Zwang von Kindheit an „besser“ sein zu müssen als andere und schließlich in einer kontinuierlichen Bewertung durch die Vergabe von Noten für sogenannte Leistung. Vorrangig formen sie gefügiges Humankapital. Genormte Studiengänge, die genormte Menschen ausspucken und das so effizient wie möglich. Das Wort Bildung hat an Bedeutung verloren und wird unreflektiert zu einer Ressource für den Arbeitsmarkt und Standort reduziert.

Auch in Marburg gibt es „Bildungsfabriken“! Überfüllte Klassenzimmer, Seminare und Vorlesungen inklusive Rauswürfe und Wettrennen um Listenplätze sind schon lange Normalität. Die Gedächtnisleistung von Schüler_innen und Studierenden wird mindestens halbjährlich getestet, bewertet und wer das Copy&Paste am besten beherrscht, darf zur nächsten Fließbandstation.
Gleichzeitig verschlimmern sich die schon lange prekären Beschäftigungsverhältnisse des Mittelbaus oder – ganz aktuell – von Reinigungskräften der Marburger Uni immer weiter. Gelder werden an allen Enden gestrichen und so sehen sich Schulen und Uni gezwungen auf Drittmittelgebende zurückzugreifen. Im Zuge dessen werden demokratische Strukturen geschwächt oder gar verhindert – diese stören nur beim effizienten Managen.

Wir wollen da nicht mehr mitmachen! Wir wollen selbstbestimmt leben und lernen in einer freien Gesellschaft. Darum: lasst uns die Bildungsfabriken einreißen, in die wir gezwängt werden.

Effektiv können wir diesen grundsätzlichen Entwicklungen jedoch nur gemeinsam auf globaler Ebene entgegenwirken. Darum organisieren sich bereits seit ein paar Jahren Menschen auf der International Student Movement (ISM) Plattform und rufen nun zu den „Global Weeks of Action for Education“ (07. – 20.11.) auf. Der 17.November markiert einen Höhepunkt der Aktionswochen. Unter anderem in Barcelona, Gent, Islamabad, Jakarta, Kairo, Rom, San Francisco haben Aktive bereits angekündigt im Rahmen der GWA Aktionen für den 17. vorzubereiten. Bundesweit wird es ebenfalls in mehr als 40 Städten Demos und sonstige Aktivitäten geben.

Auch Marburg ist dabei! Das Free Education Movement Marburg (freedumm) ruft in Zusammenarbeit mit dem AStA Marburg, den Fachschaften KultVolk, Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft, sowie dem Fachschaftsrat 03 zu einer Nachttanzdemo am 17. November um 19 Uhr auf!

Los geht’s vor dem Hörsaalgebäude in der Biegenstraße 14.

Weil das System uns – und viele andere – einfach krank macht:

gemeinsam – weltweit:
Bildungsfabriken einreißen!!
Free Education for Emancipation!

Interessierte sind eingeladen sich gerne in den Vorbereitungen mit eigenen Ideen und Vorschlägen einzubringen. Nächste Treffen: Montag um 17 Uhr zum Banner malen (14.11.) ab 17 Uhr im AStA Marburg (Erlenring 5).
Mobilisierungs- und Organisationsplenum: Dienstag, 18 Uhr im Foyer des Hörsaalgebäudes. Wir haben noch einiges zu besprechen, bitte kommt zahlreich.

Poster und Flyer gibt es jetzt auch im AStA.

Im Kontext der Global Weeks of Action for Education, einen Tag vor der Nachttanzdemo, wird es ein Rede und anschließende Diskussion von und mit Volker Beck, MdB, am Mittwoch 16.11.2011 um 19:30 im Historischen Rathaussaal Markt 1 geben.

Free Education for Emancipation!

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Dem Grundgesetz ist es egal, ob man eine Frau oder Mann ist oder unsere Sprache einen bayerischen oder türkischen Akzent hat. Auch die Frage, ob, wo und welchen Gott man anbetet ist Teil unsere geschützten Freiheit. Dennoch sind homosexuelle Frauen und Männer ebenso wie bisexuelle, transsexuelle oder intersexuelle Menschen rechtlichen und gesellschaftlichen Diskriminierungen ausgesetzt. Als Konsequenz aus der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Selektionspolitik hatte sich der Parlamentarische Rat 1948/49 dafür entschieden, neben dem allgemeinen Gleichbehandlungsgebot des Artikels 3 Absatz 1 GG in Art. 3 Absatz 3 zu verankern:   „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Damals vergaß man zwei im nationalsozialistischen Deutschland systematisch verfolgte Personengruppen: Behinderte und Homosexuelle. Im Rahmen der Überarbeitung des Grundgesetzes nach der Angliederung der DDR wurde das Verbot der Benachteiligung aufgrund der Behinderung aufgenommen. Die LGBT-Community wartet auf ein ausdrückliches Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität im Grundgesetz vergeblich. Zuletzt wurde eine Ergänzung des Grundgesetzes im Januar 2011 abgelehnt. Für unser Grundgesetz ist Artikel 3 elementar. Er definiert das grundsätzliche Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz. Doch die Politik, die sich daraus ableitet, ist nicht immer vom Gedanken der Gleichwertigkeit geprägt. Ausgrenzung, beispielsweise für den Islam oder Sinti und Roma, ist Teil bundesrepublikanischer Realität. Mit diesen Verhältnissen geben wir uns nicht zufrieden. In meiner Rede möchte ich die Frage aufwerfen, ob die Verfassungswirklichkeit und Gesellschaft tatsächlich reflektieren, dass wir alle frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind, wo das nicht so ist und was wir konkret verändern müssen.      (Volker Beck)

Das Free Education Movement Marburg (FreEduMM) stellt sich vor!!

Datum: 26.10.2011 (Mittwoch) - um 19Uhr

Ort: in der PhilFak (das Gebäude neben der UniBib; im Histo-Bistro)

Auch Ideen für den 17.11. (Höhepunkt der “Global Weeks of Action for Education“) können diskutiert werden.

Auch du findest, dass das vorherrschende Bildungssystem stinkt oder zumindest müffelt? Hast auch du vom Leistungsterror die Nase voll? Findest du auch, dass Bildung für alle frei zugänglich sein soll? Möchtest du ein Bildungssystem, das sich nach deinen Interessen richtet und nicht nach denen der Wirtschaft und des Staates?

Dann komm zu unserem Kennenlerntreffen am

Mittwoch (19.10.) ab  19Uhr im Eingangsbereich des Hörsaalgebäudes
(Biegenstr. 14)

Wir freuen uns immer über neue Gesichter und frische Ideen!

 

Fragen und Anregungen immer gerne an: freedumm@gmx.de

An der Uni Gießen wird zu einem bundesweiten Vernetzungstreffen für alle Leute, die sich gegen Missstände im Bildungssystem einsetzen (wollen), vom 12. bis 14. August eingeladen.

Es sollen unter anderem Perspektiven für gemeinsame Aktionen im Herbst/Winter diskutiert werden.
Die Anwesenden beim Anfangsplenum am Freitag abend werden sich auf das zeitliche Skelett mit Themen und der letztendlichen Arbeitsweise für das Wochenende einigen.

Für das leibliche Wohl und Übernachtungsmöglichkeiten (Schlafsack bitte nicht vergessen) ist gesorgt. Eingeladen wird vom AStA der Uni Gießen. Continue reading »

Am Mittwoch, den 29.06., veranstalten wir um 20 Uhr im AStA (Erlenring 5) unser erstes Groß-Plenum zum Kennenlernen und zum Überlegen was und wie wir weitermachen wollen.

 

Und hier noch eine kleine Übersicht unserer bisherigen Aktivitäten:

1.Marburger Forum für Bildung am 20.11.2010

Über die B3 nach Bangladesch – Solidarität praktisch werden lassen am 23.04.2011

4. Bildungsfest 2011

Zu dem Großplenum gibt es auch eine Event-Seite auf facebook!

Das Free Education Movement Marburg wird am kommenden Wochenende (18. und 19.06.2011) beim vierten Marburger Bildungsfest mit einem Stand vertreten sein.

Euch erwartet neben einem Quiz auch Informationen zur aktuellen Lage der Marbuger Bildungseinrichtungen.

Wir freuen uns auf regen Austausch mit allen Interessierten!

Weitere Infos zum Bildungsfest: Bildungsfest Marburg

Bis dann!

Am 23.04. ab 20 Uhr finden im TRAUMA im g-werk (Afföllerwiesen 3a) unser Veranstaltungs-Abend + Soli-Party statt unter dem Motto:


auch auf facebook

20 – 22h

Kurzvorträge zu: Bangladesch, Puerto Rico, Ägypten, B3a Ereignissen  + Skype-Talk mit Aktiven vor Ort + Film-Clips + Diskussion

2010 blockierten hunderte Demonstrierende im Rahmen der Proteste gegen Hessischen Hochschulpakt die B3a in Marburg. Es kam zu willkürlichen Festnahmen. Mehrere Personen wurden wegen vermeintlicher Nötigung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie versuchter Gefangenenbefreiung, versuchter Körperverletzung, Widerstand und Beleidigung angeklagt. Auch wenn die repressiven Maßnahmen den Anschein von Willkür erwecken, steckt hinter den immer wieder kehrenden Übergriffen auf Bildungsaktivist_innen eine Systematik. Diese lässt sich nicht nur in Deutschland, sondern global beobachten.

Die Proteste in Marburg sind Teil einer globalen Bewegung. Exemplarisch wollen wir Teile dieser Bewegung vorstellen. Hierzu wird es Beiträge von Beteiligten der Ereignisse in Marburg geben. Außerdem werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Ägypten, Bangladesch und Puerto Rico. Damit möchten wir zeigen, dass Repression unterschiedliche Gesichter hat, aber stets den gleichen Zweck: Emanzipation zu verhindern.

23 – ca. 4h

Soli-Party mit der jo (electro swing, electro, bass, dubstep) und ScarceOne (funk, soul)

Solidarität gegen Repression in Marburg: Nach Protesten gegen im neuen Hochschulpakt festgeschriebene Kürzungen wurden letztes Jahr 7 Studierende vors Gericht gebracht, die sogenannten B3a-Angeklagten. Nun müssen die bisher verhängten Buß- und Strafgelder sowie Gerichtskosten bezahlt werden.

Angeklagt sind wenige, gemeint sind wir alle!

Solidarität mit Bildungsaktiven in Asien: Auch in Asien kämpfen Menschen für freie emanzipatorische Bildung. Wir möchten lokale Strukturen und eine stärkere Vernetzung in der Region unterstützen.

We are EVERYWHERE!

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