Wir sind ein paar Leute, die sich aktiv für ein anderes Bildungsverständnis und -system einsetzen. Wir lehnen die zunehmende Kommerzialisierung von Bildung (u.a. als Ergebnis von Kürzungen öffentlicher Haushalte), NCs für Studiengänge, den zunehmenden Leistungsdruck, Selektionsmechanismen und die Elitenbildung im Bildungswesen ab! Stattdessen wollen wir freie emanzipatorische Bildung, die allen zugänglich ist und nicht primär Humankapital für den Lohnarbeitsmarkt hervorbringt.

Bisher haben wir diverse Aktionen initiiert, zuletzt eine Nachttanzdemo unter dem Motto “Bildungsfabriken einreißen!” am 17.11.2011 im Kontext globaler Aktionswochen: http://youtu.be/6Vb09lh27Uw
Die Vernetzung mit Aktiven weltweit ist für uns wichtig.

Auch die Radiosendung Ræducation (jeden 3. Donnerstag im Monat auf 90.1 MHz) und einen Newsletter gestalten wir gemeinsam.
Was als nächstes gemacht wird, entscheiden wir gemeinsam im Konsens. Vorschläge und Ideen sind immer willkommen.

Für den 04. Mai 2012 laden wir nun zu einem Kennenlerntreffen ein. Wir hoffen somit mehr Leute für FreEduMM begeistern zu können, damit wir den Diskurs um Bildung in der Gesellschaft verstärkt mitgestalten können. Natürlich ist das Treffen offen und unverbindlich für alle Interessierten.

:: Event-Seite auf fb ::

Wann? Fr. 04.Mai 2012 / 18 Uhr
Wo? Hörsaalgebäude der Uni [Eingangsbereich] – Biegenstr. 14

Morgen Abend von 22:00 bis 00:00 Uhr wieder Raeducation live auf Radio Unerhört mit vielen spannenden Themen, u.a. ein Interview zum brisanten Thema Kürzungen im Bildungssektor.

Und heute Abend um 20 Uhr ist ein offenes Plenum für alle Menschen, die Interesse haben sich für freie, emanzipatorische Bildung einzusetzen. Wir treffen uns im Hörsaalgebäude in der Biegenstr. und freuen uns über Nachwuchs. Bis dann…

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Marburg lädt zur folgenden Veranstaltung:

Inklusion eine Illusion ?

Einführung: Johannes Batton

Moderation: Hartmut Möller

Mittwoch, 14. März 2012, 16.00 Uhr

in der Theodor – Heuss – Schule in Marburg

Workshops sind geplant zu den Themen:

1. Die neue Rolle der BFZ`s

2. Herausforderungen für die Grundschulen

3. Was kommt auf die weiterführenden Schulen zu?

4 Integration versus Inklusion, ein Paradigmenwechsel

_______________________________________________

Damit in Verbindung stehend:

Aufruf zu einer Kundgebung “Inklusion” am 27.03. in Wiesbaden

Inklusion braucht Verlässlichkeit und Ressourcen

Wann: Do. 16.02.2012 – 22-0 Uhr

Wo: FM 90.1 Radio Unerhöhrt Marburg / Live-Stream

Themen: ACTA, Berichte von Aktivist_innen aus Chile, Bericht über die letzte Senatssitzung der Uni Marburg

Musik- und Themenvorschläge, Input, Feedback von Dir ist erwünscht! Einfach an raducation@w4eg.de !

Ræducation gibt’s auch auf facebook.

Wir hör’n uns ;-)

In Polen gab es bereits in den letzten Wochen massive Proteste gegen das umstrittene ACTA. Nun wird europaweit für den 11. Februar gegen das Abkommen mobilisiert.

Kurzes Video: Was ist ACTA? -> youtu.be
Allgemeine Informationen: stopp-acta.info
Karte zu den vielen Anti-ACTA Demos in ganz Europa (und vereinzelt darüber hinaus) am 11.02.: maps.google.com

Auch aus Marburg werden sich viele Menschen auf den Weg nach Frankfurt/M zur Demo machen.
Abfahrt: 11.02. (Sa.), 13.35h mit dem RE am Hbf

Die zweite Ausgabe des legendären FreEduMM Newsletters ist mit einigen interessanten Themen bestückt und seit heute zu haben!!
Im AStA gibt es ausgedruckte Exemplare und hier kann er online eingesehen werden.
Es ist angedacht die nächste Ausgabe irgendwann im April rauszubringen.
Fragen, Kommentare und Anregungen gerne als Kommentar zu diesem Eintrag oder an freedumm@gmx.de.
Freedumm Newsletter #2

Updates:
Tunnelparty ist vom Ordnungsamt verboten und die Auflösung wurde angedroht. Wir suchen nach Alternativen.
Dank RADikate findet anschließend eine Tunnelparty statt!!!

AStA, Fachschaftsrat 03, die Fachschaft KultVolk, Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie sind auch dabei!

Bildungsfabriken einreißen? Ja! Denn (Hoch-)Schulen gleichen immer mehr Fabriken. Das spiegelt sich wider in den Strukturen und Inhalten der Lehre, der Finanzierung öffentlicher Bildungseinrichtungen, dem Zwang von Kindheit an „besser“ sein zu müssen als andere und schließlich in einer kontinuierlichen Bewertung durch die Vergabe von Noten für sogenannte Leistung. Vorrangig formen sie gefügiges Humankapital. Genormte Studiengänge, die genormte Menschen ausspucken und das so effizient wie möglich. Das Wort Bildung hat an Bedeutung verloren und wird unreflektiert zu einer Ressource für den Arbeitsmarkt und Standort reduziert.

Auch in Marburg gibt es „Bildungsfabriken“! Überfüllte Klassenzimmer, Seminare und Vorlesungen inklusive Rauswürfe und Wettrennen um Listenplätze sind schon lange Normalität. Die Gedächtnisleistung von Schüler_innen und Studierenden wird mindestens halbjährlich getestet, bewertet und wer das Copy&Paste am besten beherrscht, darf zur nächsten Fließbandstation.
Gleichzeitig verschlimmern sich die schon lange prekären Beschäftigungsverhältnisse des Mittelbaus oder – ganz aktuell – von Reinigungskräften der Marburger Uni immer weiter. Gelder werden an allen Enden gestrichen und so sehen sich Schulen und Uni gezwungen auf Drittmittelgebende zurückzugreifen. Im Zuge dessen werden demokratische Strukturen geschwächt oder gar verhindert – diese stören nur beim effizienten Managen.

Wir wollen da nicht mehr mitmachen! Wir wollen selbstbestimmt leben und lernen in einer freien Gesellschaft. Darum: lasst uns die Bildungsfabriken einreißen, in die wir gezwängt werden.

Effektiv können wir diesen grundsätzlichen Entwicklungen jedoch nur gemeinsam auf globaler Ebene entgegenwirken. Darum organisieren sich bereits seit ein paar Jahren Menschen auf der International Student Movement (ISM) Plattform und rufen nun zu den „Global Weeks of Action for Education“ (07. – 20.11.) auf. Der 17.November markiert einen Höhepunkt der Aktionswochen. Unter anderem in Barcelona, Gent, Islamabad, Jakarta, Kairo, Rom, San Francisco haben Aktive bereits angekündigt im Rahmen der GWA Aktionen für den 17. vorzubereiten. Bundesweit wird es ebenfalls in mehr als 40 Städten Demos und sonstige Aktivitäten geben.

Auch Marburg ist dabei! Das Free Education Movement Marburg (freedumm) ruft in Zusammenarbeit mit dem AStA Marburg, den Fachschaften KultVolk, Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft, sowie dem Fachschaftsrat 03 zu einer Nachttanzdemo am 17. November um 19 Uhr auf!

Los geht’s vor dem Hörsaalgebäude in der Biegenstraße 14.

Weil das System uns – und viele andere – einfach krank macht:

gemeinsam – weltweit:
Bildungsfabriken einreißen!!
Free Education for Emancipation!

Interessierte sind eingeladen sich gerne in den Vorbereitungen mit eigenen Ideen und Vorschlägen einzubringen. Nächste Treffen: Montag um 17 Uhr zum Banner malen (14.11.) ab 17 Uhr im AStA Marburg (Erlenring 5).
Mobilisierungs- und Organisationsplenum: Dienstag, 18 Uhr im Foyer des Hörsaalgebäudes. Wir haben noch einiges zu besprechen, bitte kommt zahlreich.

Poster und Flyer gibt es jetzt auch im AStA.

Im Kontext der Global Weeks of Action for Education, einen Tag vor der Nachttanzdemo, wird es ein Rede und anschließende Diskussion von und mit Volker Beck, MdB, am Mittwoch 16.11.2011 um 19:30 im Historischen Rathaussaal Markt 1 geben.

Free Education for Emancipation!

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Dem Grundgesetz ist es egal, ob man eine Frau oder Mann ist oder unsere Sprache einen bayerischen oder türkischen Akzent hat. Auch die Frage, ob, wo und welchen Gott man anbetet ist Teil unsere geschützten Freiheit. Dennoch sind homosexuelle Frauen und Männer ebenso wie bisexuelle, transsexuelle oder intersexuelle Menschen rechtlichen und gesellschaftlichen Diskriminierungen ausgesetzt. Als Konsequenz aus der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Selektionspolitik hatte sich der Parlamentarische Rat 1948/49 dafür entschieden, neben dem allgemeinen Gleichbehandlungsgebot des Artikels 3 Absatz 1 GG in Art. 3 Absatz 3 zu verankern:   „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Damals vergaß man zwei im nationalsozialistischen Deutschland systematisch verfolgte Personengruppen: Behinderte und Homosexuelle. Im Rahmen der Überarbeitung des Grundgesetzes nach der Angliederung der DDR wurde das Verbot der Benachteiligung aufgrund der Behinderung aufgenommen. Die LGBT-Community wartet auf ein ausdrückliches Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität im Grundgesetz vergeblich. Zuletzt wurde eine Ergänzung des Grundgesetzes im Januar 2011 abgelehnt. Für unser Grundgesetz ist Artikel 3 elementar. Er definiert das grundsätzliche Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz. Doch die Politik, die sich daraus ableitet, ist nicht immer vom Gedanken der Gleichwertigkeit geprägt. Ausgrenzung, beispielsweise für den Islam oder Sinti und Roma, ist Teil bundesrepublikanischer Realität. Mit diesen Verhältnissen geben wir uns nicht zufrieden. In meiner Rede möchte ich die Frage aufwerfen, ob die Verfassungswirklichkeit und Gesellschaft tatsächlich reflektieren, dass wir alle frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind, wo das nicht so ist und was wir konkret verändern müssen.      (Volker Beck)

Das Free Education Movement Marburg (FreEduMM) stellt sich vor!!

Datum: 26.10.2011 (Mittwoch) - um 19Uhr

Ort: in der PhilFak (das Gebäude neben der UniBib; im Histo-Bistro)

Auch Ideen für den 17.11. (Höhepunkt der “Global Weeks of Action for Education“) können diskutiert werden.

Auch du findest, dass das vorherrschende Bildungssystem stinkt oder zumindest müffelt? Hast auch du vom Leistungsterror die Nase voll? Findest du auch, dass Bildung für alle frei zugänglich sein soll? Möchtest du ein Bildungssystem, das sich nach deinen Interessen richtet und nicht nach denen der Wirtschaft und des Staates?

Dann komm zu unserem Kennenlerntreffen am

Mittwoch (19.10.) ab  19Uhr im Eingangsbereich des Hörsaalgebäudes
(Biegenstr. 14)

Wir freuen uns immer über neue Gesichter und frische Ideen!

 

Fragen und Anregungen immer gerne an: freedumm@gmx.de

© 2012 Free Education Movement Marburg Suffusion theme by Sayontan Sinha