An der Uni Gießen wird zu einem bundesweiten Vernetzungstreffen für alle Leute, die sich gegen Missstände im Bildungssystem einsetzen (wollen), vom 12. bis 14. August eingeladen.
Es sollen unter anderem Perspektiven für gemeinsame Aktionen im Herbst/Winter diskutiert werden.
Die Anwesenden beim Anfangsplenum am Freitag abend werden sich auf das zeitliche Skelett mit Themen und der letztendlichen Arbeitsweise für das Wochenende einigen.
Für das leibliche Wohl und Übernachtungsmöglichkeiten (Schlafsack bitte nicht vergessen) ist gesorgt. Eingeladen wird vom AStA der Uni Gießen.Continue reading »
Das Free Education Movement Marburg wird am kommenden Wochenende (18. und 19.06.2011) beim vierten Marburger Bildungsfest mit einem Stand vertreten sein.
Euch erwartet neben einem Quiz auch Informationen zur aktuellen Lage der Marbuger Bildungseinrichtungen.
Wir freuen uns auf regen Austausch mit allen Interessierten!
Kurzvorträge zu: Bangladesch, Puerto Rico, Ägypten, B3a Ereignissen + Skype-Talk mit Aktiven vor Ort + Film-Clips + Diskussion
2010 blockierten hunderte Demonstrierende im Rahmen der Proteste gegen Hessischen Hochschulpakt die B3a in Marburg. Es kam zu willkürlichen Festnahmen. Mehrere Personen wurden wegen vermeintlicher Nötigung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie versuchter Gefangenenbefreiung, versuchter Körperverletzung, Widerstand und Beleidigung angeklagt. Auch wenn die repressiven Maßnahmen den Anschein von Willkür erwecken, steckt hinter den immer wieder kehrenden Übergriffen auf Bildungsaktivist_innen eine Systematik. Diese lässt sich nicht nur in Deutschland, sondern global beobachten.
Die Proteste in Marburg sind Teil einer globalen Bewegung. Exemplarisch wollen wir Teile dieser Bewegung vorstellen. Hierzu wird es Beiträge von Beteiligten der Ereignisse in Marburg geben. Außerdem werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Ägypten, Bangladesch und Puerto Rico. Damit möchten wir zeigen, dass Repression unterschiedliche Gesichter hat, aber stets den gleichen Zweck: Emanzipation zu verhindern.
23 – ca. 4h
Soli-Party mit der jo (electro swing, electro, bass, dubstep) und ScarceOne (funk, soul)
Solidarität gegen Repression in Marburg: Nach Protesten gegen im neuen Hochschulpakt festgeschriebene Kürzungen wurden letztes Jahr 7 Studierende vors Gericht gebracht, die sogenannten B3a-Angeklagten. Nun müssen die bisher verhängten Buß- und Strafgelder sowie Gerichtskosten bezahlt werden.
Angeklagt sind wenige, gemeint sind wir alle!
Solidarität mit Bildungsaktiven in Asien: Auch in Asien kämpfen Menschen für freie emanzipatorische Bildung. Wir möchten lokale Strukturen und eine stärkere Vernetzung in der Region unterstützen.
Globaler Tag der Solidarität mit Aktivist_innen in Puerto Rico
Der 11. März 1971 war einer der blutigsten Tage in der Geschichte der Universität von Puerto Rico. Der Hauptcampus in Rio Piedras wurde von der Polizei gestürmt, was zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führte. Dabei starben zwei Menschen.
Seit Monaten schon kämpfen Studierende in Rio Piedras (Puerto Rico) gegen das Vorhaben der Regierung ab Januar 2011 Studiengebühren in Höhe von €800 pro Semester einzuführen in einem Land, in welchem knapp die Hälfte der Menschen unter der Armutsgrenze leben. Die Studiengebühren werden zur Folge haben, dass mindestens 10.000 der insgesamt 65.000 Studierenden ihr Studium abbrechen müssen.
Diese Maßnahme ist neben der Streichung von 25.000 Stellen im öffentlichen Sektor der nächste Schritt einer nicht nur in Puerto Rico betriebenen Privatisierungspolitik.
Um diesem Vorhaben zu stoppen, protestieren Studierende gemeinsam mit Professorinnen und Angestellten der Universität bereits seit Monaten, indem sie den universitären Betrieb bestreiken.
Die Regierung versucht den Protest auf dem Campusgelände durch massive Polizeiangriffe zu unterbinden. Durch das gewalttätige Vorgehen der Polizei mit Tränengas- und Rauchbombeneinsatz, haben diverse Menschen Verletzungen erlitten. Viele Protestierende wurden verhaftet. Einige Frauen sogar sexuell belästigt.
Das Eindringen der Polizei auf dem Campus musste zuvor durch das Oberste Gericht in Puerto Rico bewilligt werden, da Universitätsgelände als autonomer Bereich gelten und nicht von der Polizei oder anderen Sondereinheiten betreten werden dürfen.
Die Ereignisse in Puerto Rico zeigen, wie skrupellos mit Menschen allgemein und Studierenden im Besonderen umgegangen wird, die sich gegen zunehmende Privatisierung von Bildung und für demokratische Strukturen an Bildungseinrichtungen stark machen und erinnert wegen der massiven staatlichen Repressionen zunehmend an die Geschehnisse am 11. März 1971.
Auch das Free Education Movement Marburg versteht sich als Teil der globalen Bewegung für freie und emanzipatorische Bildung.
Wir solidarisieren uns mit den Studierenden in Puerto Rico in ihrem Einsatz für freie und emanzipatorische Bildung.
Free Education Movement Marburg
For Free Emancipatory Education in Puerto Rico and Everywhere else!
Am Donnerstag den 10.02.2011 findet um 14:00 Uhr vor dem Hörsaalgebäude der Philipps-Universität die erste Kundgebung zu den Prozessen statt.
Der erste Prozesstermin ist dann am 14.02.2011. Um neun Uhr beginnt der Prozess.Im Anschluss an den Prozess wird es wiederum um 14:00 Uhr eine weitere Kundgebung am Hörsaalgebäude geben.
Am 20.01. findet in der Alten Aula der Uni Marburg ein von der Universitätsleitung organisiertes hochschulpolitisches Forum statt, bei dem über Bildung diskutiert werden soll. Die Initiative Bildungsstreik Marburg, vertreten durch Jan Beberweyk, ist ebenfalls auf dem Podium mit dabei.
1. Hochschulpolitisches Forum diskutiert über Bildung
Unipräsidentin lädt zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe
„Die Universität und die Bildung – wird eigentlich noch Bildung gewünscht?“ – dieser Frage stellt sich die Marburger Universitätspräsidentin Professorin Dr. Katharina Krause zusammen mit Vertretern von Wissenschaft und Gesellschaft beim ersten Hochschulpolitischen Forum der Philipps-Universität, das am kommenden Donnerstag, den 20. Januar 2011 in der Aula der Alten Universität stattfindet. Für den Impulsvortrag konnte Achim Meyer auf der Heyde gewonnen werden, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW). Zu dieser Veranstaltung lädt die Universitätspräsidentin alle Interessierten herzlich ein.
Hochschulpolitisches Forum: Die Universität und die Bildung
Wann? Donnerstag, 20. Januar 2011, 18:30 Uhr
Wo? Aula der Alten Universität, Lahntor 3, Marburg
Das Selbstverständnis der Universität als Bildungseinrichtung unterliegt in den letzten Jahrzehnten einem Wandel. Die Erwartungen der Gesellschaft und die Zuschreibung von Aufgaben durch die Politik haben bei sinkender staatlicher Grundfinanzierung zugenommen: Die Universitäten sollen auf neue Bildungsbedürfnisse reagieren, die sich aus der wissensbasierten Gesellschaft und Wirtschaft ergeben. Gleichzeitig gibt es eine steigende Nachfrage nach Hochschulbildung und das politische Ziel, den Anteil der Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen an der Gesamtbevölkerung zu erhöhen.
Wie aber verträgt sich der Wunsch nach Bildungsgerechtigkeit mit einer Steuerungslogik, die dem Wettbewerbsgedanken und dem Exzellenz-Paradigma verpflichtet ist? Macht die Universität gleichermaßen fit für die Wissenschaft, den Beruf und das Leben? Wird eigentlich noch Bildung gewünscht? Dies ist die Leitfrage der Podiumsdiskussion, die sich an den Impulsvortrag von Achim Meyer auf der Heyde anschließt.
Neben der Universitätspräsidentin und dem Generalsekretär des DSW suchen nach Antworten: der Marburger Hochschulrats-Vorsitzende Professor Dr. Uwe Bicker als Vertreter der Berufspraxis; Professorin Dr. Renate Renkawitz-Pohl, Mitglied des Wissenschaftsrats; der Diplomtheologe Patrick Mähling als Vertreter des wissenschaftlichen Mittelbaus; der Student Jan Beberweyk von der Initiative Bildungsstreik Marburg. Die Fachjournalistin Svenja Üing moderiert die Gesprächsrunde.
Das Hochschulpolitische Forum ist eine neue Veranstaltungsreihe, die einen Blick auf die Kontexte von wissenschaftlicher Arbeit und Studium erlauben soll. Der Auftakt richtet sich an die Hochschulöffentlichkeit sowie an das interessierte und der Universität verbundene Publikum in Stadt und Region. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion besteht bei einem Umtrunk im Kreuzgang der Alten Universität Gelegenheit zum weiteren Gespräch.
Die zunehmende Ökonomisierung und Privatisierung von Bildung sind weltweite Phänomene, welche auch in den Bildungseinrichtungen vor Ort zu beobachten sind. Im Rahmen des 1. Marburger Forums für Bildung diskutierten am 20. November 2010 rund 50 Interessierte unterschiedliche Facetten zu diesem Thema unter dem Motto “Wa(h)re Bildung”.Continue reading »
Seit dem Entstehen des “Bildungsstreik” treffen sich Aktive aus den lokalen Bündnissen bei sogenannten bundesweiten Vernetzungstreffen ungefähr einmal im Monat, um gemeinsam Proteste zu koordinieren, voneinander zu lernen und sich auszutauschen. Außerdem werden meist die Beschaffung von bundesweiten Materialien und die Pressearbeit ebenfalls koordiniert.
Hier nun die Ergebnisse des letzten Treffens, welches vom 06.-08. August an der TU Berlin stattfand.
Da einige lokalen Bündnisse bei sich nicht die Kapazitäten sehen großartig für Proteste kommenden Herbst zu mobilisieren, wird es keine Aktionswoche oder Aktionstag als “bundesweiter Bildungsstreik” vorerst geben.
Stattdessen werden die lokalen Bündnisse dazu aufgerufen sich an den vielen Protesttagen der Gewerkschaften (eine genaue Auflistung folgt bald) und der “Global Wave of Action for Education” zu beteiligen.
Um gemeinsam Aktionen zu koordinieren und stärker unsere Ansichten kundzutun, habe einige Aktive auf dem bundesweiten Treffen das “Free Education Movement” (FEM) initiiert. Unter diesem Namen können sich Gruppen und Bündnisse zusammenfinden, um gemeinsam diesen Herbst/Winter Aktionen, Proteste und Veranstaltungen in die Öffentlichkeit zu tragen. Verbindendes Element ist die internationale “gemeinsame Erklärung“. Der 17.11. hat sich als möglicher zentraler Aktionstag herauskristallisiert, da dieser Tag auch den “International Students’ Day” markiert und einen Höhepunkt der “Global Wave” darstellen wird. Auch in einigen Städten in Deutschland wird sich bereits auf diesen Tag vorbereitet, so z.B. in Hessen (dezentraler Aktionstag).
Außerdem wurden zwei größer angelegte Treffen andiskutiert, bei welchen die “Reflektion” und “Ausarbeitung von Perspektiven” im Vordergrund stehen soll.
Eines davon ist eher für Ende September und das andere für Ende November angesetzt. Sobald es mehr dazu gibt, werden die Einzelheiten auch hierzu bekannt gegeben.
“Global Wave of Action for Education”
- Are you ready for it?-
Aktivist_innen weltweit kündigen gemeinsam koordinierte Proteste gegen die zunehmende Kommerzialisierung und Privatisierung öffentlicher Bildung und für freie und emanzipatorische Bildung an. Die “Global Wave of Action for Education” ist geboren! Anfang Oktober beginnt diese mit einem großen Aktionstag in den U.S.A.!
Gestern (16.Juni) haben auf mehreren Kontinenten Menschen durch symbolische Aktionen die “Global Wave of Action for Education” angekündigt.
Die Berichte und Bilder aus den jeweiligen Orten treffen langsam ein. Auch in Marburg gab es eine spektakuläre Banner-Aktion zu diesem Anlass.
Hier noch die Pressemitteilung seitens der “Initiative Bildungsstreik Marburg”. Neben dieser gibt es auch eine “weltweite Pressemitteilung“.
Wer sich für die Situation in anderen Teilen der Welt bezogen auf Bildungssysteme und soziale Bewegungen interessiert kann sich dieses Booklet herunterladen: “Education Activist Movements Worldwide“.
Globale Aktionswelle für Bildung im Herbst
Aktionstag am 16.06.2010
Ein internationales Netzwerk von BildungsaktivistInnen kündigt für den Herbst 2010 gemeinsame Proteste an. Dazu veranstalten Aktive aus aller Welt am 16. Juni im Zuge des „Day of United Symbolic Actions“ Aktivitäten gegen die zunehmende Privatisierung öffentlicher Bildung.
Marburg, 16.06.2010 – AktivistInnen des Marburger Bildungskreiks demonstrierten am Mittwoch Vormittag mit einem 21m²großen Banner an der Philosophischen Fakultät der Philipps Universität-Marburg gegen die weltweite Privatisierung von Bildung und riefen zur aktiven Teilnahme an der globalen Aktionswelle für Bildung im Herbst 2010 auf.
Das Banner mit dem Spruch „Global Wave of Action for Education – Are you ready for it?“ wurde an einem der Uni Türme angebracht. Das Gesicht stellt die Maske aus dem Comic und Film “V wie Vendetta” dar und soll die Notwendigkeit der Rebellion gegen die bestehen Verhältnisse verdeutlichen (in Anlehnung an den Film) und inspirierend wirken.
Die Aktion fand im Rahmen eines weltweiten Aktionstags statt. Um die Bildung Besorgte in über 15 Ländern und vielen Städten darunter, Manila, St. Petersburg, Dresden, Jakarta, Marburg, Prishtina, Kathmandu, San Juan und Moskau, veranstalteten Aktitionen gegen den zunehmenden Einfluss privatwirtschaftlicher Interessen und eine kontinuierliche Entdemokratisierung von Bildungseinrichtungen. Studierende der Universität von Puerto Rico besetzen ein Universitätsgebäude und nutzen den Raum für die Gestaltung eines umfangreichen Bildungsprogramms. In Russland mobilisieren Eltern und ArbeiterInnen gemeinsam zu Flashmobs und Straßentheater. In Indonesien finden Massenmobilisierungen in mehreren Provinzen statt.
Mutiara Ika, studentische Aktivistin aus Yogyakarta, drückt den Protest so aus: „Der Einsatz für freie Bildung kennt einfach keine Grenzen! Freie und emanzipatorische Bildung für alle ist eine grundsätzliche Voraussetzung für jede Gesellschaft, welche sich als demokratisch versteht“.
Die Proteste wurden unter dem Dach des „International Student Movement“ organisiert. Es bietet eine unabhängige Plattform für zahlreiche Initiativen auf der ganzen Welt. Bereits im Oktober und November 2009 gab es massenhaften Protest gegen die zunehmende Privatisierung öffentlicher Bildung, den “Bologna-Prozess” und die damit verbundenen Probleme, sowie für freie und emanzipatorische Bildung mit uneingeschränktem Zugang für alle!
5. Sendung von Ræducation
ein Projekt von FreEduMM und dem Referat für interntionale Vernetzung des AStA Marburg Wann?
17.05., 22-24 Uhr Wo?
auf Radio Unerhört (90.1 FM)
"live stream"
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