Die zweite Ausgabe des legendären FreEduMM Newsletters ist mit einigen interessanten Themen bestückt und seit heute zu haben!!
Im AStA gibt es ausgedruckte Exemplare und hier kann er online eingesehen werden.
Es ist angedacht die nächste Ausgabe irgendwann im April rauszubringen.
Fragen, Kommentare und Anregungen gerne als Kommentar zu diesem Eintrag oder an freedumm@gmx.de.
Freedumm Newsletter #2
An dieser Stelle stand für etwa 24 Stunden ein Aushang der Fachschaft Geschichte. Leider musste die Fachschaft feststellen, das der Aushang auf einem Missverständnis beruhte und deshalb sachlich nicht korrekt war. Deshalb ist der Text hier nicht mehr zu finden. Eine Richtigstellung/Pressemitteilung der Fachschaft wurde uns zugesagt und wird so bald wie möglich hier zu finden sein. Bitte entschuldigt diesen Fehler.
Mit Musik in den Ohren “Bildungfabriken einreißen”!
Videobericht der Oberhessischen Presse
Fast 400 Menschen folgten unserem Aufruf zur Nachttanzdemo unter dem Motto “Bildungsfabriken einreißen! Free Education for Emancipation” am 17.November. Die Stimmung war super, die Musik auch – Dank geht an “der jo“! Inhaltlich wurde die Demo von fundierten Redebeiträgen Aktiver der Free Education Movement Marburg sowie des Referats für internationale Vernetzung (AStA) und des Referats für Hochschulpolitik (AStA) gestaltet.
Interesse ebenfalls sich gegen Bildungsfabriken und für freie emanzipatorische Bildung einzusetzen? Dann komm einfach bei einem unserer nächsten Plena vorbei, kontaktier uns (freedumm@gmx.de) und/oder setz dich auf unseren Newsletter-Verteiler.
Hier erstmal die Beiträge von der Oberhessischen Presse am 17.11. und 18.11.:
Updates:
Tunnelparty ist vom Ordnungsamt verboten und die Auflösung wurde angedroht. Wir suchen nach Alternativen.
Dank RADikate findet anschließend eine Tunnelparty statt!!!
AStA, Fachschaftsrat 03, die Fachschaft KultVolk, Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie sind auch dabei!

Bildungsfabriken einreißen? Ja! Denn (Hoch-)Schulen gleichen immer mehr Fabriken. Das spiegelt sich wider in den Strukturen und Inhalten der Lehre, der Finanzierung öffentlicher Bildungseinrichtungen, dem Zwang von Kindheit an „besser“ sein zu müssen als andere und schließlich in einer kontinuierlichen Bewertung durch die Vergabe von Noten für sogenannte Leistung. Vorrangig formen sie gefügiges Humankapital. Genormte Studiengänge, die genormte Menschen ausspucken und das so effizient wie möglich. Das Wort Bildung hat an Bedeutung verloren und wird unreflektiert zu einer Ressource für den Arbeitsmarkt und Standort reduziert.
Auch in Marburg gibt es „Bildungsfabriken“! Überfüllte Klassenzimmer, Seminare und Vorlesungen inklusive Rauswürfe und Wettrennen um Listenplätze sind schon lange Normalität. Die Gedächtnisleistung von Schüler_innen und Studierenden wird mindestens halbjährlich getestet, bewertet und wer das Copy&Paste am besten beherrscht, darf zur nächsten Fließbandstation.
Gleichzeitig verschlimmern sich die schon lange prekären Beschäftigungsverhältnisse des Mittelbaus oder – ganz aktuell – von Reinigungskräften der Marburger Uni immer weiter. Gelder werden an allen Enden gestrichen und so sehen sich Schulen und Uni gezwungen auf Drittmittelgebende zurückzugreifen. Im Zuge dessen werden demokratische Strukturen geschwächt oder gar verhindert – diese stören nur beim effizienten Managen.
Wir wollen da nicht mehr mitmachen! Wir wollen selbstbestimmt leben und lernen in einer freien Gesellschaft. Darum: lasst uns die Bildungsfabriken einreißen, in die wir gezwängt werden.
Effektiv können wir diesen grundsätzlichen Entwicklungen jedoch nur gemeinsam auf globaler Ebene entgegenwirken. Darum organisieren sich bereits seit ein paar Jahren Menschen auf der International Student Movement (ISM) Plattform und rufen nun zu den „Global Weeks of Action for Education“ (07. – 20.11.) auf. Der 17.November markiert einen Höhepunkt der Aktionswochen. Unter anderem in Barcelona, Gent, Islamabad, Jakarta, Kairo, Rom, San Francisco haben Aktive bereits angekündigt im Rahmen der GWA Aktionen für den 17. vorzubereiten. Bundesweit wird es ebenfalls in mehr als 40 Städten Demos und sonstige Aktivitäten geben.
Auch Marburg ist dabei! Das Free Education Movement Marburg (freedumm) ruft in Zusammenarbeit mit dem AStA Marburg, den Fachschaften KultVolk, Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft, sowie dem Fachschaftsrat 03 zu einer Nachttanzdemo am 17. November um 19 Uhr auf!
Los geht’s vor dem Hörsaalgebäude in der Biegenstraße 14.
Weil das System uns – und viele andere – einfach krank macht:
gemeinsam – weltweit:
“Bildungsfabriken einreißen!!
Free Education for Emancipation!“
Interessierte sind eingeladen sich gerne in den Vorbereitungen mit eigenen Ideen und Vorschlägen einzubringen. Nächste Treffen: Montag um 17 Uhr zum Banner malen (14.11.) ab 17 Uhr im AStA Marburg (Erlenring 5).
Mobilisierungs- und Organisationsplenum: Dienstag, 18 Uhr im Foyer des Hörsaalgebäudes. Wir haben noch einiges zu besprechen, bitte kommt zahlreich.
Poster und Flyer gibt es jetzt auch im AStA.

An der Uni Gießen wird zu einem bundesweiten Vernetzungstreffen für alle Leute, die sich gegen Missstände im Bildungssystem einsetzen (wollen), vom 12. bis 14. August eingeladen.
Es sollen unter anderem Perspektiven für gemeinsame Aktionen im Herbst/Winter diskutiert werden.
Die Anwesenden beim Anfangsplenum am Freitag abend werden sich auf das zeitliche Skelett mit Themen und der letztendlichen Arbeitsweise für das Wochenende einigen.
Für das leibliche Wohl und Übernachtungsmöglichkeiten (Schlafsack bitte nicht vergessen) ist gesorgt. Eingeladen wird vom AStA der Uni Gießen. Continue reading »
Das Free Education Movement Marburg wird am kommenden Wochenende (18. und 19.06.2011) beim vierten Marburger Bildungsfest mit einem Stand vertreten sein.
Euch erwartet neben einem Quiz auch Informationen zur aktuellen Lage der Marbuger Bildungseinrichtungen.
Wir freuen uns auf regen Austausch mit allen Interessierten!
Weitere Infos zum Bildungsfest: Bildungsfest Marburg
Bis dann!
Am 23.04. ab 20 Uhr finden im TRAUMA im g-werk (Afföllerwiesen 3a) unser Veranstaltungs-Abend + Soli-Party statt unter dem Motto:
20 – 22h
Kurzvorträge zu: Bangladesch, Puerto Rico, Ägypten, B3a Ereignissen + Skype-Talk mit Aktiven vor Ort + Film-Clips + Diskussion
2010 blockierten hunderte Demonstrierende im Rahmen der Proteste gegen Hessischen Hochschulpakt die B3a in Marburg. Es kam zu willkürlichen Festnahmen. Mehrere Personen wurden wegen vermeintlicher Nötigung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie versuchter Gefangenenbefreiung, versuchter Körperverletzung, Widerstand und Beleidigung angeklagt. Auch wenn die repressiven Maßnahmen den Anschein von Willkür erwecken, steckt hinter den immer wieder kehrenden Übergriffen auf Bildungsaktivist_innen eine Systematik. Diese lässt sich nicht nur in Deutschland, sondern global beobachten.
Die Proteste in Marburg sind Teil einer globalen Bewegung. Exemplarisch wollen wir Teile dieser Bewegung vorstellen. Hierzu wird es Beiträge von Beteiligten der Ereignisse in Marburg geben. Außerdem werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Ägypten, Bangladesch und Puerto Rico. Damit möchten wir zeigen, dass Repression unterschiedliche Gesichter hat, aber stets den gleichen Zweck: Emanzipation zu verhindern.
23 – ca. 4h
Soli-Party mit der jo (electro swing, electro, bass, dubstep) und ScarceOne (funk, soul)
Solidarität gegen Repression in Marburg: Nach Protesten gegen im neuen Hochschulpakt festgeschriebene Kürzungen wurden letztes Jahr 7 Studierende vors Gericht gebracht, die sogenannten B3a-Angeklagten. Nun müssen die bisher verhängten Buß- und Strafgelder sowie Gerichtskosten bezahlt werden.
Angeklagt sind wenige, gemeint sind wir alle!
Solidarität mit Bildungsaktiven in Asien: Auch in Asien kämpfen Menschen für freie emanzipatorische Bildung. Wir möchten lokale Strukturen und eine stärkere Vernetzung in der Region unterstützen.
We are EVERYWHERE!
Globaler Tag der Solidarität mit Aktivist_innen in Puerto Rico
Der 11. März 1971 war einer der blutigsten Tage in der Geschichte der Universität von Puerto Rico. Der Hauptcampus in Rio Piedras wurde von der Polizei gestürmt, was zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führte. Dabei starben zwei Menschen.
Seit Monaten schon kämpfen Studierende in Rio Piedras (Puerto Rico) gegen das Vorhaben der Regierung ab Januar 2011 Studiengebühren in Höhe von €800 pro Semester einzuführen in einem Land, in welchem knapp die Hälfte der Menschen unter der Armutsgrenze leben. Die Studiengebühren werden zur Folge haben, dass mindestens 10.000 der insgesamt 65.000 Studierenden ihr Studium abbrechen müssen.
Diese Maßnahme ist neben der Streichung von 25.000 Stellen im öffentlichen Sektor der nächste Schritt einer nicht nur in Puerto Rico betriebenen Privatisierungspolitik.
Um diesem Vorhaben zu stoppen, protestieren Studierende gemeinsam mit Professorinnen und Angestellten der Universität bereits seit Monaten, indem sie den universitären Betrieb bestreiken.
Die Regierung versucht den Protest auf dem Campusgelände durch massive Polizeiangriffe zu unterbinden. Durch das gewalttätige Vorgehen der Polizei mit Tränengas- und Rauchbombeneinsatz, haben diverse Menschen Verletzungen erlitten. Viele Protestierende wurden verhaftet. Einige Frauen sogar sexuell belästigt.
Das Eindringen der Polizei auf dem Campus musste zuvor durch das Oberste Gericht in Puerto Rico bewilligt werden, da Universitätsgelände als autonomer Bereich gelten und nicht von der Polizei oder anderen Sondereinheiten betreten werden dürfen.
Die Ereignisse in Puerto Rico zeigen, wie skrupellos mit Menschen allgemein und Studierenden im Besonderen umgegangen wird, die sich gegen zunehmende Privatisierung von Bildung und für demokratische Strukturen an Bildungseinrichtungen stark machen und erinnert wegen der massiven staatlichen Repressionen zunehmend an die Geschehnisse am 11. März 1971.
Auch das Free Education Movement Marburg versteht sich als Teil der globalen Bewegung für freie und emanzipatorische Bildung.
Wir solidarisieren uns mit den Studierenden in Puerto Rico in ihrem Einsatz für freie und emanzipatorische Bildung.
Free Education Movement Marburg
For Free Emancipatory Education in Puerto Rico and Everywhere else!
~ one world – one struggle ~
Homepages für Einzelheiten:
http://ism-global.net/march11_solidarity
http://redaccion-pr.net (offizielle Homepage der Organisator_innen des Aktionstages)
Eine Übersicht der Aktionen weltweit, die am 11.03. stattfanden, gibt es auf englisch hier: ism-global.net

Angeklagt sind Einzelne – Gemeint sind wir alle!
Am Donnerstag den 10.02.2011 findet um 14:00 Uhr vor dem Hörsaalgebäude der Philipps-Universität die erste Kundgebung zu den Prozessen statt.
Der erste Prozesstermin ist dann am 14.02.2011. Um neun Uhr beginnt der Prozess.Im Anschluss an den Prozess wird es wiederum um 14:00 Uhr eine weitere Kundgebung am Hörsaalgebäude geben.
Weitere Informationen und Updates gibt es regelmäßig auf http://b3a.uebergebuehr.de/






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