besetztDie Studierendenvertretung der Philipps Universität sowie das lokale Bildungsstreikbündnis in Marburg solidarisieren sich mit den Besetzter_innen in Wien und unterstützen Sie in ihren Forderungen nach einem barrieren-, gebührenfreien und selbstbestimmten Lernen.

Die gestellten Forderungen spiegeln die Probleme von Bildungseinrichtungen auf der ganzen Welt wider. In Europa sind sie u.a. die Folge des sogenannten Bologna Prozesses, welcher Universitäten zunehmend zu Profit orientierten Unternehmen umstrukturiert, sie zueinander in Konkurrenz setzt, mit dem Ziel für den Arbeitsmarkt verwertbare Humanressourcen zu “produzieren”.
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Es geht weiter. Die nächste große und wichtige Aktionswoche steht vor der Tür!!

Da Menschen welweit gegen die fortschreitende Kommerzialisierung und Privatisierung von öffentlicher Bildung versuchen vorzugehen, ist es nur logisch über die bundesweiten Grenzen hinaus sich zu vernetzen und zusammenzuschließen. Schließlich wird Bildungspolitik maßgeblich von dem Wirtschaftssystem, welches seine Zwänge auch auf globaler Ebene entfalltet, geprägt. Leistungssteigerung, G8, Hochschulautonomie, Exzellenzinitiative, Standortwettbewerb, Bologna-Prozess, GATS [General Agreement on Trade in Services] und globaler Bildungsmarkt sollen an dieser Stelle nur ein paar Schlagwörter sein.

Zur Einführung der Funktionen, die das öffentliche Bildungssystem erfüllt, eignet sich dieser Text ganz gut.

Um auf globaler Ebene ein deutliches Zeichen gegen die fortschreitende Ökonomisierung der öffentlichen Bildung und für stattdessen freie und emanzipatorische öffentliche Bildungssysteme zu setzen, ruft die “International Students Movement” [eine unabhängige Plattform, auf welcher sich Aktive und Gruppen auf der ganzen Welt vernetzen und gemeinsam Proteste koordinieren können] zu der “Education is NOT for $a£€ – Global Week of Action” auf. Diese findet aufbauend auf den “International Day of Action against the Commercialization of Education” [5.11.2008] und der “Reclaim your Education – Global Week of Action” [20. - 29.04.2009] statt und beginnt mit einem “Warm up” Day of United Action am 5.11.2009, woraufhin die eigentliche Aktionswoche vom 09. – 18.11.2009 folgt.

Bisher haben Gruppen in Bangladesch, Italien, Frankreich, Österreich, Bulgarien, Nepal, Marokko, Kanada, England, Liberia und Deutschland ihre Teilnahme zugesagt. Viele weitere auf der ganzen Welt diskutieren diese zur Zeit. Die ersten Unterstützer_innen des Aufrufs stehen ebenfalls fest.

Bitte nutzt eure Kontakte hierzulande, in Europa und weltweit, um diese über diese Aktionswoche zu informieren!

Ein grobes Konzept hat sich die “Initiative Bildungsstreik in Marburg” schon überlegt. Mehr dazu wird es in den nächsten Tagen hier geben.

Bringt euch ein – macht mit!!

Folgendes kann getan werden, um zu helfen:

  • Übersetzungen von Aufruf [bisher vorhanden auf französisch, spanisch, englisch und deutsch]und Flyer [gibt's bis jetzt auf englisch und deutsch - 2 Seiten auf 1 & doppelseitig drucken - alles auch als .odt oder .doc Dateien zu bekommen]
  • Vernetzen durch das Informieren von Gruppen überall über die Aktionswoche
  • Zusammenstellungen von Mobilisierungsvideos [hier ein Bsp.], Flyer- & Posterentwürfen
  • Verbreitung von Flyer und Infomaterial
  • Einbringen von Ideen
  • Konstruktive Kritik äußern

Zur Zeit wird auch an einer engeren Zusammenarbeit und Vernetzung mit Gruppen in Lyon und Barcelona gearbeitet.

Fragen und Anregungen sind immer gern gesehen – gerne auch persönlich beim nächsten Plenum [siehe Termine rechts].

One World – One Struggle; Education is NOT for $a£€

g8_2009_05_manifestationMal wieder sitzen Leute wegen ihrer politischen Meinung im Knast, diesmal in Italien. Weitere Infos gibts hier für alle die italienisch können und hier etwas kürzer auf Deutsch und hier für Videoliebhaber_innen. Wer seine Solidarität ausdrücken möchte kann das hier tun.

Soli-Schreiben der Bildungsstreik-Gruppe Marburg:

Wir, das lokale Marburger Bündnis für den Bildungsstreik, erklären hiermit unsere Solidarität mit allen Menschen, die gegen den G8-Gipfel in L‘Aquila kämpfen, speziell unseren 21 italienischen Genoss_innen in politischer Gefangenschaft! Euer Kampf ist unser Kampf, ihr geht auf die Straße und tretet mit vollem Einsatz dafür ein, dass die Alternativlosigkeit dieses Kapitalismus endlich überwunden wird. Ihr kämpft ebenso wie wir für eine andere Bildung, gegen die Perspektivlosigkeit kapitalistischer Ausbeutung und für die Überwindung der Grenzen die uns trennen. Ihr kämpft und werdet dadurch Opfer einer politisch motivierten Repression, unter der auch wir immer wieder leiden müssen, zuletzt während der Bildungsstreik-Woche vom 15.-19. Juni, als dutzende friedliche Demonstrant_innen von brutalen staatlichen Knüppelträger_innen verletzt wurden.

Dieser G8-Gipfel, ebenso wie alle anderen Gipfeltreffen der kapitalistischen Regierenden, auch der sog. Bildungsgipfel im Mai diesen Jahres, sind weder demokratisch noch legitim noch effektiv. Sie machen die tatsächlichen Machtverhältnisse in diesem soziopolitischen System deutlich: die Entscheidungen werden nicht in Parlamenten getroffen, sondern von einzelnen Repräsentant_innen der politischen Klasse. Die Verhandlungen und damit auch die Entscheidungen werden durch die technokratischen und ökonomischen Eliten vorbereitet und gelenkt, so dass nicht einmal mehr der alte Parlamentarismus eine Stimme erhält. Dadurch delegitimieren sich die „parlamentarischen“ Staaten selbst und zeigen die tatsächlichen Mechanismen der kapitalistischen Beherrschung in aller Öffentlichkeit, für alle Bürger_innen dieser Erde sichtbar. Selbst eine immer wieder vorgetäuschte Chance auf Veränderungen besteht nicht, da die Verhandlungsthemen anders als öffentlich angepriesen nicht um Armutsbekämpfung, Ökologie oder ähnliches kreisen, sondern um „Wirtschaftsförderung“, „Freihandel“ und Emissionshandel. Das Thema Bildung wird in diesem Zusammenhang nur in leeren Phrasen und Absichtserklärungen behandelt.

Dieser G8-Gipfel muss bekämpft werden, den Herrschenden und ihrer Gewalt muss mit der Friedlichkeit und Menschenliebe unserer Bewegung begegnet werden. Wir werden in den nächsten Wochen versuchen, unsere Solidarität auch praktisch zu machen. Im Moment sind wir damit beschäftigt, die letzte Semesterwoche vor den Semesterferien (die meisten in unserer Gruppe sind Studierende) zur Evaluation und rückwirkenden Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen. Danach werden wir uns langsam auf die Global Week Of Action (im Rahmen der Kampagne Emancipating Education For All) vorbereiten. Zunächst wünschen wir euch Kraft, um die Repressalien gut und mit Wut und Würde zu überstehen!! Wir stehen an eurer Seite!!!

Lasst uns gemeinsam diesen Kapitalismus bekämpfen und überwinden! Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass die alten Herrschaftsmechanismen endlich Platz machen für eine andere Welt!

Wir rufen diesem Staat und seinen Schergen zu:
Wir stehen hinter allen Opfern eurer politischen Repression!
Wir sind mehr als ihr euch vorstellen könnt!
We fight back! We never give up!
Summer Of Resistance!!!

Libere Tutte & Liberi Tutti!

Übersetzung ins italienische

Folgende Nachricht erreichte mich per Email vor 2 Tagen:

Liebe Kollegen,

Wir sind kroatische Studenten aus Rijeka, die sich der unabhängigen Initiative für freie Bildung angeschlossen haben. Zusammen mit unseren Kollegen/innen aus Zagreb, Zadar, Split, Pula, Varaždin, Slavonski Brod und Osijek haben wir unsere Fakultäten blockiert, um gegen Bildungskommerzialisierung und Schulgebühr zu kämpfen. Unsere Initiative begann ein paar Tage nach der Initiative der Studenten in Zagreb (am 22. April 2009) und dauerte bis zum 17. Mai 2009. Jede der drei (von insgesamt zehn) eingenommenen Fakultäten in Rijeka hat ihre eigene Plenarsitzung (Plenum) regelmäßig gehalten. Obwohl das vielleicht nicht besonders bedeutungsvoll erscheint, möchten wir Ihnen Bescheid geben, dass wir uns mit einigen Sabotageversuchen, sowie mit dem Missverständnis unserer Studentenvertreter, die ihre Position finanziell ausnutzen und ihr Pflicht vernachlässigen, auseinandersetzen mussten. Nach dem Ende des Studentenstreiks (was nicht das Ende des Kampfes an sich war) haben wir einen Protestmarsch durch die Stadt mit der Botschaft „Herr Minister, wir sehen uns im Herbst!“ organisiert. Damit wollten wir den Bildungsminister, die Regierung und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass das Ende der Blockade nicht unbedingt der Beginn des Endes, sondern das Ende des Beginns bedeutet. Unsere Initiative hat den Plan, in mehrere direkte Aktionen zu treten, Debatten und Proteste zu organisieren, aber vor allem die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass dieses Problem nicht nur eine leichtsinnige Idee von einer Handvoll Studenten, sondern ein großes globales Problem ist.

Wir haben von den Protesten in über 70 Städten Deutschlands gelesen. Unsere Zeitungen haben über dieses Thema berichtet und endlich wurden Studenten der Welt nicht mehr als apathisch und teilnahmslos dargestellt. Wir sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft geworden und wir verlangen Veränderung und Gleichheit! Jetzt ist unsere Zeit in der Weltgeschichte und wir dürfen dem Markt nicht erlauben, den Verlauf der Bildung zu bestimmen und ihre Entwicklung zu verhindern! Wir sind davon überzeugt, dass Bildung allen Menschen zur Verfügung stehen sollte, nicht nur der reichen, führenden Gesellschaftsschicht!

Noch einmal zu wiederholen, sie haben unsere volle Unterstützung. Geben Sie auf keinen Fall auf, sondern kämpfen Sie weiter für bessere Gesellschaft und Gleichheit!

Eine Welt, ein Streben; Bildung darf nicht käuflich sein!!!

Unabhängige Initiative für freie Bildung, Rijeka

An dieser Stelle möchte ich auch nochmal auf das Soli-Video von Aktivist_innen in Kroatien verweisen:

Der komplette Überblick der Soli-Briefe aus aller Welt kann hier abgerufen werden.

In Reaktion auf diesen Text wurden folgende Nachrichten an alle im bundesweiten Bildungsstreik Aktiven gesendet [die Zusammenstellung kann auch hier als .pdf Datei heruntergeladen werden]:

Students in Bangladesh are supporting your struggle!

The problems of education seem similar to east and west, “first world” and “third world” countries. The students of Bangladesh are burdened with tuition fees and other expenses like costs of books, dormitory fees etc. And The burdens are increasing exponentially. The other important thing is the little state support for the public education system. The majority of High School graduates will not get an opportunity to enter less expensive public universities.The commercialisation of the public education system is supported by the government. The most alarming thing is, that the private universities only admit students for a few profitable subjects like Business Administration or Computer Science or Electrical Engineering or Telecommunication Engineering.

The government with the help of the commercial media demoralizes the students and always tells them that education is not for free and that it is normal to pay for quality education and that education is a market product.

And they keep telling that especially higher education is not free anywhere in the world.

So the parents of students must carry all expenses and the only duty of students is to attent their lessons. No rallies and no protests are necessary, they say. The call by the global student movement and the “Bildungsstreik” in Germany inspires the students of Bangladesh and this shows the true picture student movements worldwide.

We are in Solidarity with you!

Tarek Ahmad; Dhaka [Bangladesh]

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Support

Dear German colleagues,

We apologize for sending you our support so late, but we are in exams period and we don’t have enough time for thinking in so many things….
As soon as we do an action, you’ll receive news from us!!
Good luck in your fighting day and receive all the support from the assemblies of Madrid!!!
Here is our supporting letter:

“Dear colleagues,

From the International Commission Assembly of Madrid (Spain) we want to send you a message of support during your “Educational strike”, in such a day like is the anniversary of the Bolonia Declaration.

In Madrid and in the whole Spain, thousands of people are fighting against Bolonia Process since several years, but is hasn’t been until few months ago when our voices are starting to be listened by the society, which is starting to be critic and informed about this difficult process. Anyway, our government decided to continue with it, and from September, Bolonia will be a reality in our universities. But we still keep on fighting, we wont surrender, specially now. We need to show our politicians that they can’t do whatever they want.

Unfortunately, we are now in our exams period, we are so busy and it has been impossible for us the coordination to organize any action for this day. But we hope we can do something together really soon, because together we are stronger and it will be more difficult for them to ignore our voices!

Keep on struggling, because the lost fights are those which never happened!!

Best wishes from Madrid.

„Coordinadora Internacional de Madrid contra Bolonia” [Spain]

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Your struggle is our struggle!

Dear colleagues!

Just like our colleagues in other Croatian towns (Zagreb, Zadar, Rijeka, Pula, Osijek and Varaždin) students from Split, also gathered around independent student initiative for the right to free education, occupied their Faculties (University of Split) during Global week of action (and furthermore) as a sign of protest against commercialisation of education. In a moment, we held four Faculties under occupation. We organized this action demanding the right to free education for all and the elimination of all tuition fees, at all levels of higher education: undergraduate, graduate and postgraduate. We heard about your struggle and we want to express our great solidarity with the international fight for emancipating and free education which you are fighting now. The educational system of today is making the students, de facto, employees of their respective faculties, even though they are the ones who are paying their studies very costly, while their work time is “payed” with a fixed amount of ECTS points. Our free time has been violently taken away from us (our professors as well), making us uncompromising executives of the system itself.
We stand in solidarity with every movement which implements ideals of freedom and autonomy in its own fight, and on the universities.

Persist on common goal, the struggle continues!

“Independent student initiative for the right to free Education”
Split [Croatia]

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Support

I would like to support your struggle against commercialization of schools and universities. They shouldnotproduce servile subordinates of corporations but human beings marked by critical thinking. University should be a realm of freedom, not of business and rat race.

Yours in solidarity,

Andrzej Obuchowski, Lublin, [Poland]

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Greetings from University Paris XI.

Here in France, we fight against the same forces : commercialisation of knowledge, education and research.

Keep resisting !

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Jean-Michel Guillon
Laboratoire Ecologie, Systématique et Evolution
Bâtiment 362
Université Paris Sud
91405 ORSAY-Cedex [France]

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Support

Dear colleague,

teacher and researcher in the university Paris 8 – Saint-Denis, in struggle, I support your actions against the consequences of the Bologna Process on public education.

Sincerely yours

C. Vidal-Gomel [France]

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Solidarity from France

Dear friends,

Université de Provence (Aix-Marseille I), as most French Universities, has been on strike for the last 14 weeks. Now teaching has resumed but we are still demonstrating against the French laws applying the Bologna process to the French universities.
Although the French governement seems to have won momentarily the battle, the war goes on.Nothing is totally lost yet.
I fully support your strike and your struggle for free education for all.
Best wishes

G.D. Véronique
U. de Provence, Aix-en-Provence [France]

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Stop Bolonia; Education by all and for all!

Salud compañeros!

I want to wish you a very good fight and I hope you achieve your goals. Here, in Spain, we are fighting too (I know you know that). Maybe we meet soon. Maybe we, all the people, will build another education system, thinking internationally and globally.

Stay like that and keep fighting! All the power to the assembly/people!!

Nicolás Cardozo [Spain]

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Support

Dear activists,

The French union, Laic Students Trade Union (Syndicat Etudiant Unitaire et Laïque – SEUL) supports and answers positively to the “German federal protest co-ordination assembly”’s (Bundesweites Bildungsstreik Bündnis) call. We’re struggling against the privatisation of higher education in France and we’re participating in the European Wave Collective. By the way, we were also present at the European’s mobilization at Leuven (+Louvain and Brussels) in Belgium. We’re going to spread your call and we ask you to put us on your list of supporters.

Please find our declaration about your mobilization attached. [file I + file II]

Our website [in French]: http://fseul.free.fr

With trade-union greetings,

Emeric, for the SEUL [France]

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Congratulations

Hey everyone!

I am really happy that there is a group of students/pupils (and friends…) which wants to change things at the universities/schools in Germany and fully support your protest!

Especially in Germany (unfortunately I do not know enough about the situation in other countries) the educational system is so underfunded that it hurts to see. The ironical thing is that I discussed the matter with some British scientist years before the Bologna process started and they all wondered why Germany wants to have a Bachelor/Masters anyway. They thought that the diploma is one of the great accomplishments of the German system. I hear things like this again and again.

Further, I totally agree that education should be for everyone and not only for people who can afford the fees!
Finally, why do the fees do not come back fully to the students (better education/teachers….)? There are a lot of unresolved issues it seems….

Fight on!

All the best,

Cornelya [Sweden]

Cornelya Klütsch, Ph.D.
KTH – Royal Institute of Technology; Gene Technology
E.-Mail: cornelya.kluetsch[ät]biotech.kth.se

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Solidarity from Minneapolis

Graduate students and workers at the University of Minnesota support German and transnational struggles for free and emancipatory public education!

Raphi Rechitsky [U.S.A.]

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You have my humble support!

I believe in the purity of your noble goals! There are many young people who are not able to get a higher education because they cannot afford it. It’s plain stupid to withhold a capable young person of becoming even more accomplished just because he’s not rich enough. Tuition fees are getting higher, making things even worse. A society’s goal is to have a lot of educated people, but contradictory they are making this very difficult. If politicians want more educated people in order to, in the end, have a greater GDP they should invest in such a project! Maybe they don’t know how it is for parents with average incomes to put their kids through college. It’s almost impossible and generates a lot of problems for such families, with their kids becoming frustrated and over-pressured because their families are suffering in order for them to get a higher education – simple mistakes become huge. Maybe it should not be free, but it should at least be calibrated in compliance to the economical powers of wide population.

All of us should live better, and our countries are suppose to exist for the people, not the other way around!
All the best! I hope you/we can accomplish something good!

Best wishes from Belgrade!

Vladimir Ilić [Serbia]

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Keep on fighting!

Hello,

it’s great to hear that the struggle goes on also in other countries. I will print your message and spread it around Turku University. Maybe your message will encourage students to demonstrate also here in Finland. Maybe you have heard, but the new university bill is suppose to be passed in the Finnish parliament around the dates when your action week will be held. We have high hopes that our demonstrations will make the parliament change the bill for the better, although not as good as we had wanted.

Regards,

Elias Laitinen [Finland]

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Solidarity for Free Education!

I support state funded education as your citizens are made aware to be responsible to respect and support citizens, the planet and the global citizens.

With warm greetings,

Dipesh Dulal [Nepal]
dipesh.dulal[at]gmail.com

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Support

Graduate Education must be the first thing that is going to change, or the change for a better world will never come. We all must unite, or unity is going to remain just a word with no meaning.

You have my thanks and support,

Perisic Aleksandar [Serbia]

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Thank you, Germany!

Hello everyone!

First of all, I’d like to apologize for my English, because I am a first-year student in English. I don’t belong to any particular group of protest, but I hope you will appreciate my support all the same. I am a French student in Lyon2 and participated in the movement against the privatisation of universities. The student movement in my university was put on a hold because we were not numerous enough, and now everybody works for their exams. So now it is only thanks to news about what happens on an international level, that I realized that the protest actually just began and it is far from ending. Even if the student movement seems to die in France right now, it still lives elsewhere. We are all involved in the same fight, we all don’t want universities to turned into firms and we reject the Bologna Process. I really hope, also if for the moment we only support Germany with letters, one day there will be a regular international student movement and that what happened in the Counter-Summit in Louvain (Belgium) will become more usual, and that eventually we will win!

So, what I wanted to say was: thank you Germany for your week of protest and keep it up!

We must not surrender!

LittleBreeze [France]

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Support

Dear Friends,

Université (Aix-Marseille I), as most French Universities, has been on strike for the last 14 weeks. Now teaching has resumed but we are still demonstrating against the French laws applying the Bologna Process at French universities. Although the French government seems to have won momentarily the battle, the way continues. Nothing is totally lost yet. I fully support your strike and your struggle for free education for all.

Best wishes,

G.D. Véronique U. de Provence, Aix-en-Provence [France]

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Support

Dear colleagues,

I, as a teacher and researcher in the University of Paris 8 – Saint-Denis in struggle, also support your actions against the consequences of the Bologna Process on public education.

Sincerely yours,
C. Vidal-Gomel [France]

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I am with you

I would like to support your struggle against commercialization of schools and universities. They should not produce servile subordinates of corporations but human beings marked by critical thinking. University should be a realm of freedom, not of business and rat race.

Yours in solidarity,

Andrzej Obuchowski, Lublin, [Poland]

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Soli-Video von Aktiven in Kroatien:

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Soli-Video von Aktiven auf den Philippinen:

One World – One Struggle; Education is NOT for $ale!

“Das ist nicht mehr lustig!”
Seit Monaten stehen die französischen Unis im Streik. Doch Präsident Sarkozy nimmt seine Reformpläne nicht zurück und die Blockade fällt auf die Studenten zurück: Sie könnten ein Studienjahr verlieren. Die deutschen Gaststudenten schwanken zwischen Ärger und Faszination.

Von Angela Ulrich, SR-Hörfunkstudio Paris

Eva hat die Nase voll. Verbarrikadierte Hörsäle, Demos statt Vorlesungen, Sit-ins statt Studium – so hat sich die 22-Jährige aus Bonn ihr Auslandsjahr in Paris nicht vorgestellt: “Es ist total nervig. Es ist auch nicht mehr in dem Sinne spannend, dass man sagt: Ich bekomme wenigstens die französische Streik-Kultur hautnah mit! Das ist nicht mehr lustig”

Sorbonne-Studenten protestieren gegen Sarkozys Bildungspolitik (Foto: AP)
[Bildunterschrift: Gegen den Ausverkauf des Bildungssystems gehen die Studenten auf die Straße und müssen nun um ihre Prüfungen bangen. ]

Eva wollte eigentlich ihren Bachelor-Abschluss in Paris in deutsch-französischen Studien machen. Der ist jetzt in Gefahr. Auch Kommilitonin Sabrina aus Essen hat die Sorbonne bisher kaum von innen gesehen. Die Erasmus-Studentin findet es schon einigermassen bizarr, dass die Uni seit ihrer Ankunft im Februar gerade einmal eineinhalb Wochen geöffnet war. “Sonst war immer der Strom abgeschaltet. Die Türen zum Campus waren abgeschlossen. Man kam über nicht zum Studieren!”

Vereint gegen Präsident Sarkozy

Blockade, Randale, sogar Tränengas-Einsätze der Polizei – schon mehr als drei Monate dauern die Hochschul-Proteste in Frankreich an. Zeitweise war jede zweite Uni im Land betroffen – komplett dicht oder in Teilen lahmgelegt. Derzeit sind noch gut 15 Hochschulen im Streik. Dabei ziehen Studierende und Dozenten an einem Strang – gegen die Hochschulpolitik der Regierung. Präsident Nicolas Sarkozy will die Unis eigenständiger und konkurrenzfähiger machen. Sie sollen verstärkt selbst auf Suche nach privaten Finanzierungsmitteln gehen. Viele Studenten sehen darin einen Ausverkauf des Bildungssystems.

Für Eva aus Bonn ist das nur teilweise nachvollziehbar: “Ich kann zwar verstehen, dass das für die französischen Studenten sehr wichtig ist. Es geht um deren Zukunft. Andererseits gibt es extreme Leute, die während der Vorlesung in den Hörsaal rennen, pfeifen, schreien und “Sorbonne en grève” rufen. Dafür habe ich dann nicht mehr viel Verständnis!”

Ein Studienjahr ohne Prüfungen?

Doch langsam bröckelt die Streikfront. Denn immer mehr Studenten fürchten um ihre Prüfungen und damit um das gesamte Studienjahr. Das macht auch Eva zu schaffen: “Wir hängen in der Schwebe. Es wird eine Verschiebung der Klausuren auf September diskutiert. Aber ich kann nicht nochmal wiederkommen, weil ich da ein Praktikum mache und meinen Master anfangen möchte. Das geht aber natürlich auch nur mit dem Abschluss.”

Polizisten stürmen ein Gebäude der Sorbonne, das Studenten besetzt halten. (Foto: dpa)
[Bildunterschrift: Polizei in der Sorbonne - Mitte Februar stürmten Einsatzkräfte Gebäude, die die Studenten besetzt hielten. ]

Sarkozy seinerseits will hart bleiben. Ohne reguläre Prüfungen soll das Uni-Jahr nicht angerechnet werden. Der Appell von Hochschul-Präsidenten auf einen “Blankoscheck” für alle Studierenden, ob im Ausstand oder nicht, verhallte bisher ungehört. Eva aus Bonn hofft nun darauf, dass ihre Uni in Deutschland ihr notfalls den Bachelor auch nach einem Streiksemester in Paris anerkennt. “Abwarten!”, hat das Pariser Erasmus-Büro auch Sabrina aus Essen geraten. Die 22-Jährige nimmt es inzwischen gelassen und mit Humor: “Es wäre zwar schade, wenn mir jetzt keine Kurse angerechnet werden, aber die kulturelle Erfahrung hier in Paris wird mir keiner mehr nehmen können. Egal, ob Streik oder nicht Streik!”

Kollege Cornelius aus Köln genießt den Streik sogar: “Ich studiere, um möglichst viele Erfahrungen in meinem Leben zu machen. Die verbinden sich hier zu einem Konglomerat, das ich mit Vorliebe in mich aufsauge und mit nach Deutschland zurücknehmen werde!”

Quelle: tagesschau.de

Kein Diplom für renitente Studenten

Seit Monaten rumort es an Frankreichs Unis, Studenten und Professoren begehren gegen Hochschulreformen auf. Jetzt will der Bildungsminister militanten Boykotteuren die Abschlüsse verweigern: Es werde keinen “Doktor in Blockade” geben, so Xavier Darcos.

Der Geist der Rebellion an Frankreichs Universitäten war bislang nicht klein zu kriegen. Seit Monaten schon legen Studenten immer wieder Uni-Veranstaltungen lahm, auch Professoren und Assistenten gingen auf die Straße gegen die Reformen von Bildungsminister Xavier Darcos und Hochschulministerin Valérie Pécresse. Seit 15 Wochen versammeln sich täglich Reformgegner auf dem Pariser Rathausvorplatz und wandern schweigend im Kreis.

Immer noch ist der Lehrbetrieb an vielen Universitäten gestört, zahlreiche Institute bleiben blockiert, an einigen Universitäten bleiben die Studenten komplett zu Hause. Jetzt greift die französische Regierung zu härteren Bandagen: Angesichts der anhaltenden Proteste will sie militanten Studenten die Abschlüsse verweigern.

“Wir werden denjenigen, die dafür verantwortlich sind, dass die Universitäten nicht funktionieren, keine Diplome geben”, sagte Bildungsminister Xavier Darcos am Montag dem Radiosender RTL. Die andauernden Blockaden schadeten vor allem den schwächsten Studenten wie denjenigen, die sich ihr Studium selbst finanzierten.

Professoren drohen mit Notenboykott

“Nehmt euch in Acht”, warnte Darcos die militanten Demonstranten. Die öffentliche Meinung ändere sich, die Studenten unterstützten die Blockaden nicht mehr. Es werde weder einen “Doktor in Blockade” noch einen “Master in Petition” geben.

Nun drohen auch Professoren: Sie kündigten einen Notenboykott und einen Boykott der Teilnahme an Abitur-Kommissionen an und wollen allen Studenten dieselbe Note erteilen, berichtet das Online-Magazin “Telepolis”. Damit wollen sie erzwingen, dass das umstrittene Regierungsdekret zur Arbeitszeit der Hochschullehrer – Ende April verabschiedet – zurückgenommen wird.

Die französische Regierung scheiterte bislang mit dem Versuch, die Proteste schlicht auszusitzen. Doch die Reformgegner sind ebenfalls weit von ihren Ziele entfernt. Zudem haben Studenten jetzt mit den Folgen der anhaltenden Proteste zu kämpfen: Zehntausende müssen wegen der Unterrichtsausfälle Nachholstunden absolvieren und mit einer Verschiebung von Prüfungen rechnen. Partneruniversitäten in den USA stornieren bereits ihre Austauschprogramme und erkennen das Auslandssemester in Frankreich wegen fehlender Leistungsnachweise nicht an, berichtet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”.

Die Protestbewegung ging von Dozenten aus, weitete sich dann aber auf die Studenten aus. Sie richtete sich gegen das “Gesetz über die Autonomie an Universitäten”, das kurz nach der Wahl Präsident Sarkozys 2007 beschlossen wurde. Demnach sollen alle 85 Universitäten bis 2012 ihre Finanzmittel, Räumlichkeiten und Lehrpersonal selbst verwalten. “Die Universität ist kein Unternehmen, Bildung ist keine Ware”, lautet das Credo der Demonstranten. Zusätzlich sieht das neue Gesetz vor, die Arbeit der Hochschullehrer durch die Universitätspräsidenten evaluieren zu lassen. Die Reformgegner befürchten auch den Abbau von Stellen.

Neuen Zulauf erhalten die Proteste, seitdem Bildungsminister Darcos angekündigt hat, das Referendarsjahr für angehende Lehrer streichen zu wollen und stattdessen Lehramtsstudenten länger an die Universitäten zu schicken. Anschließend sollen sie nach einer Aufnahmeprüfung ohne pädagogische Vorbereitung in die Klassenzimmer entlassen werden.

(Quelle: Unispiegel)

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