Repression in Swasiland

freedumm solidarisiert sich!

Das Free Education Movement Marburg (freedumm) erklärt sich solidarisch mit Maxwell Dlamini. Er ist Präsident der Swaziland National Union of Students und aktiv in der Bildungs- und Demokratiebewegung in Swasiland – einer absoluten Monarchie! Er wurde verhaftet und gefoltet und braucht unsere Unterstützung. Maxwell setzte sich u.a. auch gegen Studiengebühren und Kürzungen im Bildungsbrereich ein. Neben Maxwell wurde im selben Zusammenahng Musa Mgudeni, ein weiterer Aktivist im Swaziland Youth Congress (SWAYOCO), festgenommen. Beide befinden sich bereits seit mitte April im Gefängnis.

Daraufhin initiierte Journalist/ Soziologe/ Amateur-Musiker / Fussballspieler Peter Kenworthy Anfang Juni die Kampagne “Free Maxwell Dlamini“.
Neben diverser NGOs, Einzelpersonen und der Studierendenvertretung in Dänemark werden die Bemühungen Maxwell und Musa sobald wie möglich frei zu bekommen auch vom  AStA Marburg unterstützt.

Auf facebook wurde eine Seite für die Kampagne eingerichtet: facebook.com/free.maxwell

Mit einer versteckten Kamera wurden beide im Gefängnis interviewt:

Weitere Einzelheiten auf der Seite des International Student Movement: ism-global.net/free_maxwell

Vollversammlung: 25.05.2011, 20 Uhr, HSG Hörsaal 005
“Hörsaal voll, Kasse leer” – Kürzungen wegen des Hochschulpaktes

Auf dieser Vollversammlung unter dem Motto “Hörsaal voll wie Kasse leer!” informieren wir über die Kürzungen durch den Hochschulpakt und deren Folgen. Hierbei werden die Situationen verschiedener Fachbereiche und der Universität als Ganzes beleuchtet. Darauf folgend soll über weiteres politisches Vorgehen diskutiert werden. Zudem wird über lokale und internationale bildungspolitische Bewegungen berichtet.

Also kommt zahlreich, berichtet, erzählt, informiert. Das ist unsere Chance uns zu äußern uns und denen zu sagen wie es wirklich aussieht.

(Quelle: www.asta-marburg.de )

Am 23.04. ab 20 Uhr finden im TRAUMA im g-werk (Afföllerwiesen 3a) unser Veranstaltungs-Abend + Soli-Party statt unter dem Motto:


auch auf facebook

20 – 22h

Kurzvorträge zu: Bangladesch, Puerto Rico, Ägypten, B3a Ereignissen  + Skype-Talk mit Aktiven vor Ort + Film-Clips + Diskussion

2010 blockierten hunderte Demonstrierende im Rahmen der Proteste gegen Hessischen Hochschulpakt die B3a in Marburg. Es kam zu willkürlichen Festnahmen. Mehrere Personen wurden wegen vermeintlicher Nötigung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie versuchter Gefangenenbefreiung, versuchter Körperverletzung, Widerstand und Beleidigung angeklagt. Auch wenn die repressiven Maßnahmen den Anschein von Willkür erwecken, steckt hinter den immer wieder kehrenden Übergriffen auf Bildungsaktivist_innen eine Systematik. Diese lässt sich nicht nur in Deutschland, sondern global beobachten.

Die Proteste in Marburg sind Teil einer globalen Bewegung. Exemplarisch wollen wir Teile dieser Bewegung vorstellen. Hierzu wird es Beiträge von Beteiligten der Ereignisse in Marburg geben. Außerdem werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Ägypten, Bangladesch und Puerto Rico. Damit möchten wir zeigen, dass Repression unterschiedliche Gesichter hat, aber stets den gleichen Zweck: Emanzipation zu verhindern.

23 – ca. 4h

Soli-Party mit der jo (electro swing, electro, bass, dubstep) und ScarceOne (funk, soul)

Solidarität gegen Repression in Marburg: Nach Protesten gegen im neuen Hochschulpakt festgeschriebene Kürzungen wurden letztes Jahr 7 Studierende vors Gericht gebracht, die sogenannten B3a-Angeklagten. Nun müssen die bisher verhängten Buß- und Strafgelder sowie Gerichtskosten bezahlt werden.

Angeklagt sind wenige, gemeint sind wir alle!

Solidarität mit Bildungsaktiven in Asien: Auch in Asien kämpfen Menschen für freie emanzipatorische Bildung. Wir möchten lokale Strukturen und eine stärkere Vernetzung in der Region unterstützen.

We are EVERYWHERE!

Proteste gegen neues Bildungsgesetz werden mit Repression beantwortet. Regierung erlässt Notstandsdekret. 6.000 Lehrer im Streik

von Laura Zierke, San José

erschienen bei amerika21.de

Polizeieinheiten gehen gegen Proteste vor

Tegucigalpa. In den Straßen honduranischer Städte werden derzeit heftige Straßenkämpfe zwischen Polizei und Zivilgesellschaft ausgefochten. Lehrer, Eltern und Professoren protestieren seit rund einem Monat gegen die Bestrebungen der Regierung, ein neues Bildungsgesetz zu erlassen. Die Regierung verteidigt den Vorschlag mit dem Argument, das Gesetz würde zur Verbesserung der Lernbedingungen beitragen. Kritiker sehen darin jedoch eine Privatisierung des Bildungssektors und die Abgabe der Verantwortung des Staates an die Bevölkerung.

Der Gesetzentwurf sieht die Dezentralisierung der Verwaltung öffentlicher Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten vor. Die Protestierenden kritisieren, dass Aufgaben des Staates an die Gemeinden übertragen würden. Eltern und andere Gemeindemitglieder würden dazu verpflichtet, den Bildungsbetrieb mitzugestalten und zu evaluieren und somit als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Lehrer bekämen Verantwortungen aufgehalst, die bislang staatliche Institutionen übernommen haben, so der Vorwurf der Kritiker.

De-facto-Präsident Porfirio Lobo Sosa erließ infolge des seit vier Wochen andauernden Streiks von rund 6.000 Lehrern (von insgesamt rund 60.000) am vergangenen Freitag ein Notstandsdekret. Es sieht die vorläufige Suspendierung streikender Lehrkräfte und die temporäre Einstellung von Ersatzlehrern vor. Das Dekret schürte die Wut der Bevölkerung, die seit Anfang der Woche noch entschlossener gegen die Maßnahmen protestiert.

Die Polizei begegnete den Demonstranten in den letzten Tagen mit Tränengas und Wasserwerfern. Neben zahlreichen Festnahmen von Erwachsenen wie Minderjährigen, gab es Verletzte und eine Tote. Augenzeugenberichten zufolge wurden Hausdurchsuchungen ohne Haftbefehle vorgenommen, Personen seien grundlos aus Taxis und Bussen gezerrt worden. Es wird von Folterungen und bewaffneten Übergriffen auf unbewaffnete Zivilisten gesprochen.

Duña Montoya, Sprecherin des Kommunikationszentrums “Comunicación Comunitaria” (COMUN) berichtet über das Geschehen in diesen Tagen: “Die Szenen, die sich derzeit in Tegucigalpa und in anderen Städten des Landes abspielen, rufen die Erinnerungen an den Staatsstreich am 28. Juni 2009 hervor. Das Regime Pofirio Lobo Sosas geht mit unglaublicher Härte und Brutalität gegen das Volk vor.” Auch kritische Presseorgane blieben nicht unversehrt. Mehrere berichterstattende Journalisten wurden von der Polizei attackiert und verletzt.

Schul- und Hochschullehrer reichten nun eine Petition beim Obersten Gerichtshof von Honduras ein, der die Legalität des Notstandsdekretes überprüfen soll. Indessen versucht die de-facto-Regierung mit einer Werbekampagne die honduranische Bevölkerung von Zweck und Nutzen der Umstrukturierung des Bildungsbereiches zu überzeugen. Menschenrechtsorganisationen machen nun verstärkt auf internationaler Ebene auf die erneut besorgniserregende Situation aufmerksam.

Globaler Tag der Solidarität mit Aktivist_innen in Puerto Rico

Der 11. März 1971 war einer der blutigsten Tage in der Geschichte der Universität von Puerto Rico. Der Hauptcampus in Rio Piedras wurde von der Polizei gestürmt, was zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führte. Dabei starben zwei Menschen.


Seit Monaten schon kämpfen Studierende in Rio Piedras (Puerto Rico) gegen das Vorhaben der Regierung ab Januar 2011 Studiengebühren in Höhe von €800 pro Semester einzuführen in einem Land, in welchem knapp die Hälfte der Menschen unter der Armutsgrenze leben. Die Studiengebühren werden zur Folge haben, dass mindestens 10.000 der insgesamt 65.000 Studierenden ihr Studium abbrechen müssen.

Diese Maßnahme ist neben der Streichung von 25.000 Stellen im öffentlichen Sektor der nächste Schritt einer nicht nur in Puerto Rico betriebenen Privatisierungspolitik.

Um diesem Vorhaben zu stoppen, protestieren Studierende gemeinsam mit Professorinnen und Angestellten der Universität bereits seit Monaten, indem sie den universitären Betrieb bestreiken.

Die Regierung versucht den Protest auf dem Campusgelände durch massive Polizeiangriffe zu unterbinden. Durch das gewalttätige Vorgehen der Polizei mit Tränengas- und Rauchbombeneinsatz, haben diverse Menschen Verletzungen erlitten. Viele Protestierende wurden verhaftet. Einige Frauen sogar sexuell belästigt.

Das Eindringen der Polizei auf dem Campus musste zuvor durch das Oberste Gericht in Puerto Rico bewilligt werden, da Universitätsgelände als autonomer Bereich gelten und nicht von der Polizei oder anderen Sondereinheiten betreten werden dürfen.

Die Ereignisse in Puerto Rico zeigen, wie skrupellos mit Menschen allgemein und Studierenden im Besonderen umgegangen wird, die sich gegen zunehmende Privatisierung von Bildung und für demokratische Strukturen an Bildungseinrichtungen stark machen und erinnert wegen der massiven staatlichen Repressionen zunehmend an die Geschehnisse am 11. März 1971.

Auch das Free Education Movement Marburg versteht sich als Teil der globalen Bewegung für freie und emanzipatorische Bildung.

Wir solidarisieren uns mit den Studierenden in Puerto Rico in ihrem Einsatz für freie und emanzipatorische Bildung.

Free Education Movement Marburg

For Free Emancipatory Education in Puerto Rico and Everywhere else!

~ one world – one struggle ~

Homepages für Einzelheiten:
http://ism-global.net/march11_solidarity
http://redaccion-pr.net (offizielle Homepage der Organisator_innen des Aktionstages)

Eine Übersicht der Aktionen weltweit, die am 11.03. stattfanden,  gibt es auf englisch hier:  ism-global.net

Am 27. März steht in Hessen die Volksabstimmung zum Thema Schuldenbremse an. Der Ausgang der Abstimmung wird die hessische Politik in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten massiv beeinflussen. Also kommt informiert Euch, stimmt ab!!

Ort und Uhrzeit: Audimax der Philipps-Universität um 18 Uhr.

Reichlich Informationen, Links und Updates findest du auf den Seiten des AStA-Marburg

Angeklagt sind Einzelne – Gemeint sind wir alle!

Am Donnerstag den 10.02.2011 findet um 14:00 Uhr vor dem Hörsaalgebäude der Philipps-Universität die erste Kundgebung zu den Prozessen statt.

Der erste Prozesstermin ist dann am 14.02.2011. Um neun Uhr beginnt der Prozess.Im Anschluss an den Prozess wird es wiederum um 14:00 Uhr eine weitere Kundgebung am Hörsaalgebäude geben.

Weitere Informationen und Updates gibt es regelmäßig auf http://b3a.uebergebuehr.de/

Freie Bildung hier und überall! Reclaim your Brain – Reclaim your Future

Im Rahmen der Kampagne zur Abschaffung jeglicher Form von Studiengebühren und zur Einführung einer Verfassten Studierendenschaft in Baden-Württemberg findet am Mittwoch den 26. Januar 2011 eine bundesweit mobilisierte Demonstration in Karlsruhe statt!

Unser Protest richtet sich unter anderem gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 26.01.2005 gegen das Hochschulrahmengesetz, in dem Studiengebühren auf Bundesebene verboten wurden, aber auch gegen die aktuelle Landesregierung die 500 Euro allgemeine Studiengebühren verlangt.

Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) ruft Alle auf sich kreativ an der Demonstration zu beteiligen!

Aufruf des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren (ABS) zur bundesweiten Demonstration am 26. Januar 2011 in Karlsruhe:

Zum sechsten Mal jährt sich die Einführung von allgemeinen Studiengebühren in der Bundesrepublik und des damit einhergehenden Verlustes einer Chancengleichheit für alle an einem freien, selbstbestimmten sowie kostenfreien Bildungsangebot zu partizipieren.

Auch nach sechs Jahren hat sich an der sozialen Unverträglichkeit, der Selektivität sowie dem Aufbau bzw. Förderung einer finanziell abgesicherten Bildungselite durch die Einführung von Studiengebühren nichts geändert. Ganz im Gegenteil, diese soziale Selektion wird weiterhin durch unsoziale, realitätsferne und neoliberale Bildungspolitiker_innen ganz in ihrem Sinne ausgebaut.

Nach sechs Jahren sind die Studierenden nicht leiser geworden. Die Misere im Bildungssystem hat viel eher dazu geführt, dass sich der Kreis derjenigen, die sich um ihre Zukunft betrogen fühlen, um ein vielfaches vergrößert hat. Schüler_innen, Auszubildende, Studierende, Eltern sowie die Beschäftigten in allen Bildungsbereichen zeigten und zeigen im Rahmen bundesweiter Bildungsstreikbündnisse, dass sie verstanden haben, dass momentan das Geld die Bildungschancen jedes/jeder Einzelnen bestimmt und nicht der selbstbestimmte Mensch.

Entgegen der bisherigen verfehlten Bildungspolitik fordern wir daher:

- Die bundesweite Abschaffung aller Bildungsgebühren

- Ein freies, selbstbestimmtes und flexibles Studium frei von sämtlichen Studiengebühren bzw. Studienkonten

- Die Wahrnehmung der finanziellen Pflichten bzw. Verantwortung der Länder gegenüber den Hochschulen im Sinne einer Vollfinanzierung dieser

- Das Verbot von privaten sowie wirtschaftlichen Geldgeber_innen zur Finanzierung von politisch gewollten Haushaltslöchern an staatlichen Hochschulen

Um den Protest einzudämmen bzw. ein Aufkeimen zu unterbinden, wurden und werden Mitbestimmungsorgane wie die verfasste Studierendenschaft abgeschafft bzw. gesetzlich unterbunden oder eingeschränkt. Der hierarchischen Umwandlung der Hochschulen hin zu einer Verantwortungsstruktur die auf wenige Einzelne zuläuft, muss eine gleichberechtigte Mitbestimmung aller Hochschulbeteiligten entgegengesetzt werden. Das ökonomische, verwertungsorientierte auf Humankapital abzielende Hochschulsystem degradiert die Studierenden zu rechtlosen Kund_innen.

Daher fordern wir weiterhin:

- Die sofortige Wiedereinführung bzw. den Ausbau der Verfassten Studierendenschaften sowie deren rechtliche Verankerung in den Hochschulgesetzen der jeweiligen Länder.

- Für die Studierenden und ihre Vertretungen das Recht auf freie Meinungsäußerung und das politische Mandat. Also die Abschaffung des Maulkorbs, den die Studierenden seit 30 Jahren tragen müssen.

Um unseren Unwillen gegenüber der bisherigen Bildungspolitik deutlich zu zeigen, rufen wir am 26.Januar 2011 zu einer bundesweiten Demo in Karlsruhe gegen Studiengebühren und für die Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft auf.

Unsere Demonstration reiht sich ein in die vielen verschiedenen Protestfeuer-Aktionen des Bildungsstreik BaWü, die in eine große, landesweite Aktion am 29.Januar 2011 in Stuttgart münden werden. Das ABS unterstützt die Forderungen des Bildungsstreiks und ruft zur Beteiligung an seinen Aktionen auf. Denn Freie Bildung wollen wir für alle Menschen verwirklichen, ob in der Kita, Schule, Ausbildung, Hochschule oder der Erwachsenenbildung.

Freie Bildung hier und überall!

Reclaim your Brain – Reclaim your Future

Für Meinungsfreiheit und (kosten-)freie Bildung.

Gemeinsam kämpfen, demonstrieren, besetzen, klagen und boykottieren.

Gemeinsam auf die Straße gehen und sich wehren.

Mit Aktionen und Präsenz Regeln überschreiten und die Grenzen klar machen, weil unsere Grenzen überschritten wurden und werden.

Mehr Infos guckst du HIER.

Am 17.01. startete in Freiburg die Protestfeuer-Tour des Bildungsstreik BaWü. Eine bunte und lautstarke Demonstration fand ihren Höhepunkt in der Entzündung des Protestfeuers, das in Form einer Feuertonne in mindestens 11 Städte während der nächsten zwei Wochen gebracht wird. Überall in Baden-Württemberg werden Bildungsstreik-Aktionen darauf aufmerksam machen, dass Bildung in allen Bereichen selbstbestimmt, demokratisch und frei von Selektion sein muss. Der Höhepunkt des Bildungsstreik-Protestfeuers wird eine Großdemonstration am 29.01. in Stuttgart sein.

Tour-Daten:

Mo. 17.01. Freiburg
Di. 18.01 Weingarten
Do. 20.01. Sigmaringen
Fr. 21.01. Mannheim
Sa. 22.01. Heilbronn
Mo.24.01. Heidelberg
Di 25.01. Tübingen
Mi. 26.01. Karlsruhe
Do. 27.01. Ludwigsburg
Fr. 28.01. Pforzheim
Sa. 29.01. Stuttgart

Aufruf zum Protestfeuer

BaWü brennt: Seid dabei – Gemeinsam tragen wir das Feuer des Protests aus ganz BaWü nach Stuttgart!

Durch jahrelang andauernde und immer weiter um sich greifende Proteste gerät die schwarz-gelbe Vorherrschaft in Baden-Württemberg endlich ins wanken. Wir wollen die Chance der Landtagswahlen nutzen um ein für allemal deutlich zu machen, dass Bildung frei und demokratisch gestaltet sein muss und deswegen nicht zur Ware gemacht werden darf. In vielen aufeinanderfolgenden Demos und Aktionen in ganz Baden-Württemberg werden wir unsere Kräfte zusammenführen und schließlich am 29.01 in Stuttgart zur vollen Entfaltung bringen. Schüler_innen, Auszubildende, Eltern, Lehrer_innen und Studierende in jeder Stadt und jedem Dorf sind dazu aufgerufen sich dem gemeinsamen Protestzug anzuschließen. Von einer kleinen kreativen Aktion bis zur großen Demo, vom Clownsauftritt bis zur Blockade sind alle bildungspolitischen Protestinitiativen willkommen. Am 17.01. wird in Freiburg ganz im Südwesten ein Protestfeuer entzündet. Dieses werden wir als Symbol für den landesweiten Protest für freie Bildung von Stadt zu Stadt weitertragen. Jeden Tag soll so eine Protestaktion an einem Ort in BaWü stattfinden, bis das Protestfeuer am 29.01. zur Bildungsstreik Großdemonstration die Landeshauptstadt erreicht.

Mehr Infos HIER.

Am 20.01. findet in der Alten Aula der Uni Marburg ein von der Universitätsleitung organisiertes hochschulpolitisches Forum statt, bei dem über Bildung diskutiert werden soll. Die Initiative Bildungsstreik Marburg, vertreten durch Jan Beberweyk, ist ebenfalls auf dem Podium mit dabei.

1. Hochschulpolitisches Forum diskutiert über Bildung

Unipräsidentin lädt zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe

„Die Universität und die Bildung – wird eigentlich noch Bildung gewünscht?“ – dieser Frage stellt sich die Marburger Universitätspräsidentin Professorin Dr. Katharina Krause zusammen mit Vertretern von Wissenschaft und Gesellschaft beim ersten Hochschulpolitischen Forum der Philipps-Universität, das am kommenden Donnerstag, den 20. Januar 2011 in der Aula der Alten Universität stattfindet. Für den Impulsvortrag konnte Achim Meyer auf der Heyde gewonnen werden, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW). Zu dieser Veranstaltung lädt die Universitätspräsidentin alle Interessierten herzlich ein.

  • Hochschulpolitisches Forum: Die Universität und die Bildung
  • Wann? Donnerstag, 20. Januar 2011, 18:30 Uhr
  • Wo? Aula der Alten Universität, Lahntor 3, Marburg

Das Selbstverständnis der Universität als Bildungseinrichtung unterliegt in den letzten Jahrzehnten einem Wandel. Die Erwartungen der Gesellschaft und die Zuschreibung von Aufgaben durch die Politik haben bei sinkender staatlicher Grundfinanzierung zugenommen: Die Universitäten sollen auf neue Bildungsbedürfnisse reagieren, die sich aus der wissensbasierten Gesellschaft und Wirtschaft ergeben. Gleichzeitig gibt es eine steigende Nachfrage nach Hochschulbildung und das politische Ziel, den Anteil der Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen an der Gesamtbevölkerung zu erhöhen.

Wie aber verträgt sich der Wunsch nach Bildungsgerechtigkeit mit einer Steuerungslogik, die dem Wettbewerbsgedanken und dem Exzellenz-Paradigma verpflichtet ist? Macht die Universität gleichermaßen fit für die Wissenschaft, den Beruf und das Leben? Wird eigentlich noch Bildung gewünscht? Dies ist die Leitfrage der Podiumsdiskussion, die sich an den Impulsvortrag von Achim Meyer auf der Heyde anschließt.

Neben der Universitätspräsidentin und dem Generalsekretär des DSW suchen nach Antworten: der Marburger Hochschulrats-Vorsitzende Professor Dr. Uwe Bicker als Vertreter der Berufspraxis; Professorin Dr. Renate Renkawitz-Pohl, Mitglied des Wissenschaftsrats; der Diplomtheologe Patrick Mähling als Vertreter des wissenschaftlichen Mittelbaus; der Student Jan Beberweyk von der Initiative Bildungsstreik Marburg. Die Fachjournalistin Svenja Üing moderiert die Gesprächsrunde.

Das Hochschulpolitische Forum ist eine neue Veranstaltungsreihe, die einen Blick auf die Kontexte von wissenschaftlicher Arbeit und Studium erlauben soll. Der Auftakt richtet sich an die Hochschulöffentlichkeit sowie an das interessierte und der Universität verbundene Publikum in Stadt und Region. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion besteht bei einem Umtrunk im Kreuzgang der Alten Universität Gelegenheit zum weiteren Gespräch.

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