Wie einige von euch vielleicht mitbekommen haben, findet morgen, am 05. September 2011, der Globale Aktionstag für die Freilassung Maxwells und Aller Politischen Gefangenen statt. Auch freedumm solidarisiert sich mit der Demokratiebewegung in Swaziland.

Am 12. April diesen Jahres wurde unter anderem Maxwell Dlamini, der Vorsitzende der Swaziland National Union of Students, aufgrund der haltlosen Anschuldigung im Besitz von sprengstoffartigen Stoffen gewesen zu sein, in Gewahrsam genommen. Seine Festnahme ist das Resultat seines Engagements gegen Studiengebühren und für die Rechte von Studierenden, insbesondere gegen eine Stipendienpolitik, welche von der Swazi-Regierung ohne Absprache der Studierenden beschlossen wurde.

Hier ein früherer Eintrag auf der freedumm Homepage.

Unter anderem werden Aktive von der Universität von AArhus in Dänemark, Gewerkschaften in Südafrika, Aktive in Swaziland sowie Aktive in Berlin und Düsseldor Aktionen an diesem Tag durchführen. Wir hier in Marburg wollten uns ebenfalls beteiligen und haben beschlossen einen Banner zu malen, der anschlißend Maxwell geschickt werden soll.  Zudem haben wir uns getroffen, um ein kurzes Soli-Video zu drehen. Und das ist dabei heraus gekommen …

Zur Zeit werden an Hochschulen, z.B. an der Universität zu Köln,  Studierende von Diplom und Magisterstudiengängen zwangsexmatrikuliert mit der Begründung, die jeweiligen Studienordnungen seien abgelaufen.

Mehr Infos gibts HIER.

Unterschreibt und verbreitet alle die Petition:
Zwangsexmatrikulation: Nein Danke! Studieren: Ja Bitte!“.


 

Am gestrigen Donnerstag (04.08.2011) haben erneut zehntausende Studierende, Schüler_innen, Lehrende und andere gesellschaftliche Gruppen gegen die Privatisierung von Bildung demonstriert. Monatelang schon gehen Menschen massenweise für freie Bildung auf die Strassen von Chile. (Chronologie der Proteste) Seit der Pinochet-Diktatur (1973-1990) dominieren private Schulträger. Auch die nachfolgenden Mitte-Links-Regierungen (1990-2010) änderten daran nichts. Für die Schulbildung ist nicht der Zentralstaat verantwortlich, sondern die Kommunen. 80 Prozent der Studienkosten müssen von den Studenten selbst finanziert werden. Viele starten deshalb mit einem hohen Schuldenberg ins Berufsleben. (faz.net) Eine Gruppe von ca. 200 Personen hat erfolgreich den Ferneshsender Chilevision besetzt und die Austrahlung einer Botschaft mit ihren Anliegen erwirkt. Der Protest wurde durch die Polizei unter Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas gewaltsam niedergeschlagen. Landesweit wurden 550 Menschen verhaftet, die meisten in Santiago de Chile.

Mehr Infos:
amerika21.de + faz.net + ISM-Plattform

freedumm Newsletter #1

Die ersten 100 Exmplare wurden bereits auf dem Bildungsfest und in der Mensa (Erlenring) unter Menschen gebracht. Nun haben wir weitere 500 Kopien bestellt. Diese werden in den nächsten Tagen an diversen Orten in Marburg ausgelegt. Im AStA (Erlenring 5) sollten in den nächsten Wochen ebenfalls welche anzufinden sein.
Der Newsletter kann auch einfach unter archive.org (~2mb) heruntergeladen werden.

Die nächste Ausgabe wird voraussichtlich Anfang Oktober veröffentlicht.

Fragen und Kommentare auch gerne an freedumm@gmx.de

Freedumm Newsletter 1

Am Mittwoch, den 29.06., veranstalten wir um 20 Uhr im AStA (Erlenring 5) unser erstes Groß-Plenum zum Kennenlernen und zum Überlegen was und wie wir weitermachen wollen.

 

Und hier noch eine kleine Übersicht unserer bisherigen Aktivitäten:

1.Marburger Forum für Bildung am 20.11.2010

Über die B3 nach Bangladesch – Solidarität praktisch werden lassen am 23.04.2011

4. Bildungsfest 2011

Zu dem Großplenum gibt es auch eine Event-Seite auf facebook!

Repression in Swasiland

freedumm solidarisiert sich!

Das Free Education Movement Marburg (freedumm) erklärt sich solidarisch mit Maxwell Dlamini. Er ist Präsident der Swaziland National Union of Students und aktiv in der Bildungs- und Demokratiebewegung in Swasiland – einer absoluten Monarchie! Er wurde verhaftet und gefoltet und braucht unsere Unterstützung. Maxwell setzte sich u.a. auch gegen Studiengebühren und Kürzungen im Bildungsbrereich ein. Neben Maxwell wurde im selben Zusammenahng Musa Mgudeni, ein weiterer Aktivist im Swaziland Youth Congress (SWAYOCO), festgenommen. Beide befinden sich bereits seit mitte April im Gefängnis.

Daraufhin initiierte Journalist/ Soziologe/ Amateur-Musiker / Fussballspieler Peter Kenworthy Anfang Juni die Kampagne “Free Maxwell Dlamini“.
Neben diverser NGOs, Einzelpersonen und der Studierendenvertretung in Dänemark werden die Bemühungen Maxwell und Musa sobald wie möglich frei zu bekommen auch vom  AStA Marburg unterstützt.

Auf facebook wurde eine Seite für die Kampagne eingerichtet: facebook.com/free.maxwell

Mit einer versteckten Kamera wurden beide im Gefängnis interviewt:

Weitere Einzelheiten auf der Seite des International Student Movement: ism-global.net/free_maxwell

Vollversammlung: 25.05.2011, 20 Uhr, HSG Hörsaal 005
“Hörsaal voll, Kasse leer” – Kürzungen wegen des Hochschulpaktes

Auf dieser Vollversammlung unter dem Motto “Hörsaal voll wie Kasse leer!” informieren wir über die Kürzungen durch den Hochschulpakt und deren Folgen. Hierbei werden die Situationen verschiedener Fachbereiche und der Universität als Ganzes beleuchtet. Darauf folgend soll über weiteres politisches Vorgehen diskutiert werden. Zudem wird über lokale und internationale bildungspolitische Bewegungen berichtet.

Also kommt zahlreich, berichtet, erzählt, informiert. Das ist unsere Chance uns zu äußern uns und denen zu sagen wie es wirklich aussieht.

(Quelle: www.asta-marburg.de )

Am 23.04. ab 20 Uhr finden im TRAUMA im g-werk (Afföllerwiesen 3a) unser Veranstaltungs-Abend + Soli-Party statt unter dem Motto:


auch auf facebook

20 – 22h

Kurzvorträge zu: Bangladesch, Puerto Rico, Ägypten, B3a Ereignissen  + Skype-Talk mit Aktiven vor Ort + Film-Clips + Diskussion

2010 blockierten hunderte Demonstrierende im Rahmen der Proteste gegen Hessischen Hochschulpakt die B3a in Marburg. Es kam zu willkürlichen Festnahmen. Mehrere Personen wurden wegen vermeintlicher Nötigung, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie versuchter Gefangenenbefreiung, versuchter Körperverletzung, Widerstand und Beleidigung angeklagt. Auch wenn die repressiven Maßnahmen den Anschein von Willkür erwecken, steckt hinter den immer wieder kehrenden Übergriffen auf Bildungsaktivist_innen eine Systematik. Diese lässt sich nicht nur in Deutschland, sondern global beobachten.

Die Proteste in Marburg sind Teil einer globalen Bewegung. Exemplarisch wollen wir Teile dieser Bewegung vorstellen. Hierzu wird es Beiträge von Beteiligten der Ereignisse in Marburg geben. Außerdem werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Ägypten, Bangladesch und Puerto Rico. Damit möchten wir zeigen, dass Repression unterschiedliche Gesichter hat, aber stets den gleichen Zweck: Emanzipation zu verhindern.

23 – ca. 4h

Soli-Party mit der jo (electro swing, electro, bass, dubstep) und ScarceOne (funk, soul)

Solidarität gegen Repression in Marburg: Nach Protesten gegen im neuen Hochschulpakt festgeschriebene Kürzungen wurden letztes Jahr 7 Studierende vors Gericht gebracht, die sogenannten B3a-Angeklagten. Nun müssen die bisher verhängten Buß- und Strafgelder sowie Gerichtskosten bezahlt werden.

Angeklagt sind wenige, gemeint sind wir alle!

Solidarität mit Bildungsaktiven in Asien: Auch in Asien kämpfen Menschen für freie emanzipatorische Bildung. Wir möchten lokale Strukturen und eine stärkere Vernetzung in der Region unterstützen.

We are EVERYWHERE!

Proteste gegen neues Bildungsgesetz werden mit Repression beantwortet. Regierung erlässt Notstandsdekret. 6.000 Lehrer im Streik

von Laura Zierke, San José

erschienen bei amerika21.de

Polizeieinheiten gehen gegen Proteste vor

Tegucigalpa. In den Straßen honduranischer Städte werden derzeit heftige Straßenkämpfe zwischen Polizei und Zivilgesellschaft ausgefochten. Lehrer, Eltern und Professoren protestieren seit rund einem Monat gegen die Bestrebungen der Regierung, ein neues Bildungsgesetz zu erlassen. Die Regierung verteidigt den Vorschlag mit dem Argument, das Gesetz würde zur Verbesserung der Lernbedingungen beitragen. Kritiker sehen darin jedoch eine Privatisierung des Bildungssektors und die Abgabe der Verantwortung des Staates an die Bevölkerung.

Der Gesetzentwurf sieht die Dezentralisierung der Verwaltung öffentlicher Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten vor. Die Protestierenden kritisieren, dass Aufgaben des Staates an die Gemeinden übertragen würden. Eltern und andere Gemeindemitglieder würden dazu verpflichtet, den Bildungsbetrieb mitzugestalten und zu evaluieren und somit als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Lehrer bekämen Verantwortungen aufgehalst, die bislang staatliche Institutionen übernommen haben, so der Vorwurf der Kritiker.

De-facto-Präsident Porfirio Lobo Sosa erließ infolge des seit vier Wochen andauernden Streiks von rund 6.000 Lehrern (von insgesamt rund 60.000) am vergangenen Freitag ein Notstandsdekret. Es sieht die vorläufige Suspendierung streikender Lehrkräfte und die temporäre Einstellung von Ersatzlehrern vor. Das Dekret schürte die Wut der Bevölkerung, die seit Anfang der Woche noch entschlossener gegen die Maßnahmen protestiert.

Die Polizei begegnete den Demonstranten in den letzten Tagen mit Tränengas und Wasserwerfern. Neben zahlreichen Festnahmen von Erwachsenen wie Minderjährigen, gab es Verletzte und eine Tote. Augenzeugenberichten zufolge wurden Hausdurchsuchungen ohne Haftbefehle vorgenommen, Personen seien grundlos aus Taxis und Bussen gezerrt worden. Es wird von Folterungen und bewaffneten Übergriffen auf unbewaffnete Zivilisten gesprochen.

Duña Montoya, Sprecherin des Kommunikationszentrums “Comunicación Comunitaria” (COMUN) berichtet über das Geschehen in diesen Tagen: “Die Szenen, die sich derzeit in Tegucigalpa und in anderen Städten des Landes abspielen, rufen die Erinnerungen an den Staatsstreich am 28. Juni 2009 hervor. Das Regime Pofirio Lobo Sosas geht mit unglaublicher Härte und Brutalität gegen das Volk vor.” Auch kritische Presseorgane blieben nicht unversehrt. Mehrere berichterstattende Journalisten wurden von der Polizei attackiert und verletzt.

Schul- und Hochschullehrer reichten nun eine Petition beim Obersten Gerichtshof von Honduras ein, der die Legalität des Notstandsdekretes überprüfen soll. Indessen versucht die de-facto-Regierung mit einer Werbekampagne die honduranische Bevölkerung von Zweck und Nutzen der Umstrukturierung des Bildungsbereiches zu überzeugen. Menschenrechtsorganisationen machen nun verstärkt auf internationaler Ebene auf die erneut besorgniserregende Situation aufmerksam.

Globaler Tag der Solidarität mit Aktivist_innen in Puerto Rico

Der 11. März 1971 war einer der blutigsten Tage in der Geschichte der Universität von Puerto Rico. Der Hauptcampus in Rio Piedras wurde von der Polizei gestürmt, was zu gewalttätigen Auseinandersetzungen führte. Dabei starben zwei Menschen.


Seit Monaten schon kämpfen Studierende in Rio Piedras (Puerto Rico) gegen das Vorhaben der Regierung ab Januar 2011 Studiengebühren in Höhe von €800 pro Semester einzuführen in einem Land, in welchem knapp die Hälfte der Menschen unter der Armutsgrenze leben. Die Studiengebühren werden zur Folge haben, dass mindestens 10.000 der insgesamt 65.000 Studierenden ihr Studium abbrechen müssen.

Diese Maßnahme ist neben der Streichung von 25.000 Stellen im öffentlichen Sektor der nächste Schritt einer nicht nur in Puerto Rico betriebenen Privatisierungspolitik.

Um diesem Vorhaben zu stoppen, protestieren Studierende gemeinsam mit Professorinnen und Angestellten der Universität bereits seit Monaten, indem sie den universitären Betrieb bestreiken.

Die Regierung versucht den Protest auf dem Campusgelände durch massive Polizeiangriffe zu unterbinden. Durch das gewalttätige Vorgehen der Polizei mit Tränengas- und Rauchbombeneinsatz, haben diverse Menschen Verletzungen erlitten. Viele Protestierende wurden verhaftet. Einige Frauen sogar sexuell belästigt.

Das Eindringen der Polizei auf dem Campus musste zuvor durch das Oberste Gericht in Puerto Rico bewilligt werden, da Universitätsgelände als autonomer Bereich gelten und nicht von der Polizei oder anderen Sondereinheiten betreten werden dürfen.

Die Ereignisse in Puerto Rico zeigen, wie skrupellos mit Menschen allgemein und Studierenden im Besonderen umgegangen wird, die sich gegen zunehmende Privatisierung von Bildung und für demokratische Strukturen an Bildungseinrichtungen stark machen und erinnert wegen der massiven staatlichen Repressionen zunehmend an die Geschehnisse am 11. März 1971.

Auch das Free Education Movement Marburg versteht sich als Teil der globalen Bewegung für freie und emanzipatorische Bildung.

Wir solidarisieren uns mit den Studierenden in Puerto Rico in ihrem Einsatz für freie und emanzipatorische Bildung.

Free Education Movement Marburg

For Free Emancipatory Education in Puerto Rico and Everywhere else!

~ one world – one struggle ~

Homepages für Einzelheiten:
http://ism-global.net/march11_solidarity
http://redaccion-pr.net (offizielle Homepage der Organisator_innen des Aktionstages)

Eine Übersicht der Aktionen weltweit, die am 11.03. stattfanden,  gibt es auf englisch hier:  ism-global.net

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