Im Kontext der Global Weeks of Action for Education, einen Tag vor der Nachttanzdemo, wird es ein Rede und anschließende Diskussion von und mit Volker Beck, MdB, am Mittwoch 16.11.2011 um 19:30 im Historischen Rathaussaal Markt 1 geben.

Free Education for Emancipation!

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Dem Grundgesetz ist es egal, ob man eine Frau oder Mann ist oder unsere Sprache einen bayerischen oder türkischen Akzent hat. Auch die Frage, ob, wo und welchen Gott man anbetet ist Teil unsere geschützten Freiheit. Dennoch sind homosexuelle Frauen und Männer ebenso wie bisexuelle, transsexuelle oder intersexuelle Menschen rechtlichen und gesellschaftlichen Diskriminierungen ausgesetzt. Als Konsequenz aus der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Selektionspolitik hatte sich der Parlamentarische Rat 1948/49 dafür entschieden, neben dem allgemeinen Gleichbehandlungsgebot des Artikels 3 Absatz 1 GG in Art. 3 Absatz 3 zu verankern:   „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Damals vergaß man zwei im nationalsozialistischen Deutschland systematisch verfolgte Personengruppen: Behinderte und Homosexuelle. Im Rahmen der Überarbeitung des Grundgesetzes nach der Angliederung der DDR wurde das Verbot der Benachteiligung aufgrund der Behinderung aufgenommen. Die LGBT-Community wartet auf ein ausdrückliches Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität im Grundgesetz vergeblich. Zuletzt wurde eine Ergänzung des Grundgesetzes im Januar 2011 abgelehnt. Für unser Grundgesetz ist Artikel 3 elementar. Er definiert das grundsätzliche Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz. Doch die Politik, die sich daraus ableitet, ist nicht immer vom Gedanken der Gleichwertigkeit geprägt. Ausgrenzung, beispielsweise für den Islam oder Sinti und Roma, ist Teil bundesrepublikanischer Realität. Mit diesen Verhältnissen geben wir uns nicht zufrieden. In meiner Rede möchte ich die Frage aufwerfen, ob die Verfassungswirklichkeit und Gesellschaft tatsächlich reflektieren, dass wir alle frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind, wo das nicht so ist und was wir konkret verändern müssen.      (Volker Beck)

Solidarität mit Besetzer_innen an der Universität Belgrad

Bereits seit Mitte Oktober blockieren Aktivist_innen an der Universität in Belgrad diverse Fakultäten, um sich gegen Studiengebühren zur Wehr zu setzen. Da sie sich vermehrter Repression seitens der Uni-Leitung, des Staates und faschistischer Strukturen vor Ort ausgesetzt fühlten, riefen sie Aktive weltweit dazu auf sie zu unterstützen.

Inzwischen hat die Uni-Leitung privates “Sicherheitspersonal” eingestellt, um die “Störenfriede” zu beseitigen. Doch die Aktiven halten die Stellung und somit dauert die Besetzung bis heute an.

Das Free Education Movement Marburg und der AStA Marburg unterstützen die Aktiven und haben folgende Solidaritätserklärung an diese versendet:

Dear fellow activists at Belgrade University,
we, the student representative body at the University of Marburg and activists at the Free Education Movement Marburg, want to express our full support and solidarity with your actions against the increasing commercialisation of education.
To us the commercialisation of education is a symptom of the currently dominating economic system. Since this economic system unleashes its forces globally, we hope to also unite with you in our struggle for free emancipatory education for the “Global Weeks of Action for Education” (Nov. 7-20th), which is currently being coordinated on the International Student Movement platform. We already decided to take to the streets at night on November 17th.
United against fascists, state repression and for free emancipatory education for all across all borders!

★ one world – one struggle ★

Auch du findest, dass das vorherrschende Bildungssystem stinkt oder zumindest müffelt? Hast auch du vom Leistungsterror die Nase voll? Findest du auch, dass Bildung für alle frei zugänglich sein soll? Möchtest du ein Bildungssystem, das sich nach deinen Interessen richtet und nicht nach denen der Wirtschaft und des Staates?

Dann komm zu unserem Kennenlerntreffen am

Mittwoch (19.10.) ab  19Uhr im Eingangsbereich des Hörsaalgebäudes
(Biegenstr. 14)

Wir freuen uns immer über neue Gesichter und frische Ideen!

 

Fragen und Anregungen immer gerne an: freedumm@gmx.de

In der Jungle World gab es neulich einen interessanten Artikel zur geplanten Rüstungsforschung an der Uni Bremen, an der es seit 1986 eine Zivilklausel gibt.

Ein Satellitenkonzern, der auch die Bundeswehr beliefert, möchte an der Bremer Universität eine Stiftungsprofessur einrichten. Allerdings nur unter der Bedingung, dass die Universität eine Zivilklausel ändert, die jegliche Beteiligung an Rüstungsforschung ausschließt.

Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ist eine Schule in Bremen besetzt worden. Dem Schüler-Kollektiv “Fort Bildung” geht es um mehr Mitbestimmung und Rücknahme der Stellenstreichungen. Ein Gesprächsangebot der Bildungsbehörde wurde abgelehnt, denn die Schüler stehen für Basisdemokratie – Graswurzeldemokratie, wie sie es nennen. So wird am Abend in einer Vollversammlung darüber diskutiert, wie das Gespräch geführt werden soll. Über Nacht bleiben die Schüler dann in der Schule an der Delmestraße.

Einen Videobeitrag gibts hier: www.radiobremen.de

Und hier noch einige Artikel: www.weser-kurier.de —  www.radiobremen.de —  www.radiobremen.de

Wie einige von euch vielleicht mitbekommen haben, findet morgen, am 05. September 2011, der Globale Aktionstag für die Freilassung Maxwells und Aller Politischen Gefangenen statt. Auch freedumm solidarisiert sich mit der Demokratiebewegung in Swaziland.

Am 12. April diesen Jahres wurde unter anderem Maxwell Dlamini, der Vorsitzende der Swaziland National Union of Students, aufgrund der haltlosen Anschuldigung im Besitz von sprengstoffartigen Stoffen gewesen zu sein, in Gewahrsam genommen. Seine Festnahme ist das Resultat seines Engagements gegen Studiengebühren und für die Rechte von Studierenden, insbesondere gegen eine Stipendienpolitik, welche von der Swazi-Regierung ohne Absprache der Studierenden beschlossen wurde.

Hier ein früherer Eintrag auf der freedumm Homepage.

Unter anderem werden Aktive von der Universität von AArhus in Dänemark, Gewerkschaften in Südafrika, Aktive in Swaziland sowie Aktive in Berlin und Düsseldor Aktionen an diesem Tag durchführen. Wir hier in Marburg wollten uns ebenfalls beteiligen und haben beschlossen einen Banner zu malen, der anschlißend Maxwell geschickt werden soll.  Zudem haben wir uns getroffen, um ein kurzes Soli-Video zu drehen. Und das ist dabei heraus gekommen …

Zur Zeit werden an Hochschulen, z.B. an der Universität zu Köln,  Studierende von Diplom und Magisterstudiengängen zwangsexmatrikuliert mit der Begründung, die jeweiligen Studienordnungen seien abgelaufen.

Mehr Infos gibts HIER.

Unterschreibt und verbreitet alle die Petition:
Zwangsexmatrikulation: Nein Danke! Studieren: Ja Bitte!“.


 

Am gestrigen Donnerstag (04.08.2011) haben erneut zehntausende Studierende, Schüler_innen, Lehrende und andere gesellschaftliche Gruppen gegen die Privatisierung von Bildung demonstriert. Monatelang schon gehen Menschen massenweise für freie Bildung auf die Strassen von Chile. (Chronologie der Proteste) Seit der Pinochet-Diktatur (1973-1990) dominieren private Schulträger. Auch die nachfolgenden Mitte-Links-Regierungen (1990-2010) änderten daran nichts. Für die Schulbildung ist nicht der Zentralstaat verantwortlich, sondern die Kommunen. 80 Prozent der Studienkosten müssen von den Studenten selbst finanziert werden. Viele starten deshalb mit einem hohen Schuldenberg ins Berufsleben. (faz.net) Eine Gruppe von ca. 200 Personen hat erfolgreich den Ferneshsender Chilevision besetzt und die Austrahlung einer Botschaft mit ihren Anliegen erwirkt. Der Protest wurde durch die Polizei unter Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas gewaltsam niedergeschlagen. Landesweit wurden 550 Menschen verhaftet, die meisten in Santiago de Chile.

Mehr Infos:
amerika21.de + faz.net + ISM-Plattform

freedumm Newsletter #1

Die ersten 100 Exmplare wurden bereits auf dem Bildungsfest und in der Mensa (Erlenring) unter Menschen gebracht. Nun haben wir weitere 500 Kopien bestellt. Diese werden in den nächsten Tagen an diversen Orten in Marburg ausgelegt. Im AStA (Erlenring 5) sollten in den nächsten Wochen ebenfalls welche anzufinden sein.
Der Newsletter kann auch einfach unter archive.org (~2mb) heruntergeladen werden.

Die nächste Ausgabe wird voraussichtlich Anfang Oktober veröffentlicht.

Fragen und Kommentare auch gerne an freedumm@gmx.de

Freedumm Newsletter 1

Am Mittwoch, den 29.06., veranstalten wir um 20 Uhr im AStA (Erlenring 5) unser erstes Groß-Plenum zum Kennenlernen und zum Überlegen was und wie wir weitermachen wollen.

 

Und hier noch eine kleine Übersicht unserer bisherigen Aktivitäten:

1.Marburger Forum für Bildung am 20.11.2010

Über die B3 nach Bangladesch – Solidarität praktisch werden lassen am 23.04.2011

4. Bildungsfest 2011

Zu dem Großplenum gibt es auch eine Event-Seite auf facebook!

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