Updates:
Tunnelparty ist vom Ordnungsamt verboten und die Auflösung wurde angedroht. Wir suchen nach Alternativen.
Dank RADikate findet anschließend eine Tunnelparty statt!!!
AStA, Fachschaftsrat 03, die Fachschaft KultVolk, Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie sind auch dabei!

Bildungsfabriken einreißen? Ja! Denn (Hoch-)Schulen gleichen immer mehr Fabriken. Das spiegelt sich wider in den Strukturen und Inhalten der Lehre, der Finanzierung öffentlicher Bildungseinrichtungen, dem Zwang von Kindheit an „besser“ sein zu müssen als andere und schließlich in einer kontinuierlichen Bewertung durch die Vergabe von Noten für sogenannte Leistung. Vorrangig formen sie gefügiges Humankapital. Genormte Studiengänge, die genormte Menschen ausspucken und das so effizient wie möglich. Das Wort Bildung hat an Bedeutung verloren und wird unreflektiert zu einer Ressource für den Arbeitsmarkt und Standort reduziert.
Auch in Marburg gibt es „Bildungsfabriken“! Überfüllte Klassenzimmer, Seminare und Vorlesungen inklusive Rauswürfe und Wettrennen um Listenplätze sind schon lange Normalität. Die Gedächtnisleistung von Schüler_innen und Studierenden wird mindestens halbjährlich getestet, bewertet und wer das Copy&Paste am besten beherrscht, darf zur nächsten Fließbandstation.
Gleichzeitig verschlimmern sich die schon lange prekären Beschäftigungsverhältnisse des Mittelbaus oder – ganz aktuell – von Reinigungskräften der Marburger Uni immer weiter. Gelder werden an allen Enden gestrichen und so sehen sich Schulen und Uni gezwungen auf Drittmittelgebende zurückzugreifen. Im Zuge dessen werden demokratische Strukturen geschwächt oder gar verhindert – diese stören nur beim effizienten Managen.
Wir wollen da nicht mehr mitmachen! Wir wollen selbstbestimmt leben und lernen in einer freien Gesellschaft. Darum: lasst uns die Bildungsfabriken einreißen, in die wir gezwängt werden.
Effektiv können wir diesen grundsätzlichen Entwicklungen jedoch nur gemeinsam auf globaler Ebene entgegenwirken. Darum organisieren sich bereits seit ein paar Jahren Menschen auf der International Student Movement (ISM) Plattform und rufen nun zu den „Global Weeks of Action for Education“ (07. – 20.11.) auf. Der 17.November markiert einen Höhepunkt der Aktionswochen. Unter anderem in Barcelona, Gent, Islamabad, Jakarta, Kairo, Rom, San Francisco haben Aktive bereits angekündigt im Rahmen der GWA Aktionen für den 17. vorzubereiten. Bundesweit wird es ebenfalls in mehr als 40 Städten Demos und sonstige Aktivitäten geben.
Auch Marburg ist dabei! Das Free Education Movement Marburg (freedumm) ruft in Zusammenarbeit mit dem AStA Marburg, den Fachschaften KultVolk, Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft, sowie dem Fachschaftsrat 03 zu einer Nachttanzdemo am 17. November um 19 Uhr auf!
Los geht’s vor dem Hörsaalgebäude in der Biegenstraße 14.
Weil das System uns – und viele andere – einfach krank macht:
gemeinsam – weltweit:
“Bildungsfabriken einreißen!!
Free Education for Emancipation!“
Interessierte sind eingeladen sich gerne in den Vorbereitungen mit eigenen Ideen und Vorschlägen einzubringen. Nächste Treffen: Montag um 17 Uhr zum Banner malen (14.11.) ab 17 Uhr im AStA Marburg (Erlenring 5).
Mobilisierungs- und Organisationsplenum: Dienstag, 18 Uhr im Foyer des Hörsaalgebäudes. Wir haben noch einiges zu besprechen, bitte kommt zahlreich.
Poster und Flyer gibt es jetzt auch im AStA.

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