Folgende Nachricht erreichte mich per Email vor 2 Tagen:
Liebe Kollegen,
Wir sind kroatische Studenten aus Rijeka, die sich der unabhängigen Initiative für freie Bildung angeschlossen haben. Zusammen mit unseren Kollegen/innen aus Zagreb, Zadar, Split, Pula, Varaždin, Slavonski Brod und Osijek haben wir unsere Fakultäten blockiert, um gegen Bildungskommerzialisierung und Schulgebühr zu kämpfen. Unsere Initiative begann ein paar Tage nach der Initiative der Studenten in Zagreb (am 22. April 2009) und dauerte bis zum 17. Mai 2009. Jede der drei (von insgesamt zehn) eingenommenen Fakultäten in Rijeka hat ihre eigene Plenarsitzung (Plenum) regelmäßig gehalten. Obwohl das vielleicht nicht besonders bedeutungsvoll erscheint, möchten wir Ihnen Bescheid geben, dass wir uns mit einigen Sabotageversuchen, sowie mit dem Missverständnis unserer Studentenvertreter, die ihre Position finanziell ausnutzen und ihr Pflicht vernachlässigen, auseinandersetzen mussten. Nach dem Ende des Studentenstreiks (was nicht das Ende des Kampfes an sich war) haben wir einen Protestmarsch durch die Stadt mit der Botschaft „Herr Minister, wir sehen uns im Herbst!“ organisiert. Damit wollten wir den Bildungsminister, die Regierung und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass das Ende der Blockade nicht unbedingt der Beginn des Endes, sondern das Ende des Beginns bedeutet. Unsere Initiative hat den Plan, in mehrere direkte Aktionen zu treten, Debatten und Proteste zu organisieren, aber vor allem die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass dieses Problem nicht nur eine leichtsinnige Idee von einer Handvoll Studenten, sondern ein großes globales Problem ist.
Wir haben von den Protesten in über 70 Städten Deutschlands gelesen. Unsere Zeitungen haben über dieses Thema berichtet und endlich wurden Studenten der Welt nicht mehr als apathisch und teilnahmslos dargestellt. Wir sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft geworden und wir verlangen Veränderung und Gleichheit! Jetzt ist unsere Zeit in der Weltgeschichte und wir dürfen dem Markt nicht erlauben, den Verlauf der Bildung zu bestimmen und ihre Entwicklung zu verhindern! Wir sind davon überzeugt, dass Bildung allen Menschen zur Verfügung stehen sollte, nicht nur der reichen, führenden Gesellschaftsschicht!
Noch einmal zu wiederholen, sie haben unsere volle Unterstützung. Geben Sie auf keinen Fall auf, sondern kämpfen Sie weiter für bessere Gesellschaft und Gleichheit!
Eine Welt, ein Streben; Bildung darf nicht käuflich sein!!!
Unabhängige Initiative für freie Bildung, Rijeka
An dieser Stelle möchte ich auch nochmal auf das Soli-Video von Aktivist_innen in Kroatien verweisen:
Der komplette Überblick der Soli-Briefe aus aller Welt kann hier abgerufen werden.








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