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Marburg, 08.06.10

Pressemitteilung der Initiative Bildungsstreik Marburg zu lokalen Aktionen im Rahmen des Aktionstages des „bundesweiten Bildungsstreik“ am 09.Juni

Mit der Bitte um sofortige Veröffentlichung

Proteste für ein anderes Bildungssystem in mehr als 70 Städten – auch in Marburg

Für heute, dem 9. Juni 2010, ruft ein breites Bündnis bestehend aus Eltern, Lehrenden, Schüler_innen und Studierenden im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „des Bildungsstreiks“ unter dem Motto „Freie Bildung für ein freies Leben – Kürzungen aktiv entgegentreten!“ zu einer Demonstration auf. Mit dieser soll gegen die derzeitigen Zustände im Bildungssystem in vielerlei Hinsicht protestiert werden. Vom Kindergarten, über die Schulzeit bis zur Hochschule sind krank machender Leistungsdruck, zunehmende Entdemokratisierung von Bildungseinrichtungen (z.B. Einführung des Hochschulrats), Schulzeit– und Verkürzung der Studiendauer (z.B. G8 oder Bachelor/Master System), soziale Selektion (z.B. durch Notenvergabe und gegliedertes Schulsystem) und eine grundsätzliche zunehmende Ausrichtung der Lehrinhalte nach ökonomischen Gesichtspunkten nur einige Symptome.
Die neulich angekündigten Haushaltskürzungen für Schulen und Hochschulen verschärfen diese Entwicklungen nur noch zunehmend.
Emma Zita, eine im lokalen Bildungsstreik-Bündnis aktive Mutter, betont: „Neben den konkreten Problemen sollen Denkanstöße zu den zentralen Fragen, welche gesellschaftliche Funktionen das öffentliche Bildungssystem hat und eigentlich haben sollte in die Öffentlichkeit getragen werden! Das muss gesamtgesellschaftlich diskutiert werden. Das Bildungssystem geht uns alle an!“.

Es ist von großer Bedeutung, dass ebenfalls am 09.Juni Protestaktionen für freie und emanzipatorische Bildung in mehreren Städten Österreichs stattfinden. Dies betont die internationale Dimension des Problems. Eine verstärkte Globalisierung des Protests ist schon seit mehreren Monaten zu beobachten.

Es gibt zwei Startpunkte. Gegen 13.00 Uhr formiert sich ein Demonstrationszug an der Mensa Erlenring. Eine viertel Stunde später versammeln sich hauptsächlich Schülerinnen und Schüler zu einem zweiten Demonstrationszug an der Leopold-Lucas-Straße / Gesundheitsamt.
An der Augustinertreppe wird es gegen 13.45 Uhr zu einer Zwischenkundgebung kommen.
Um 14.45 Uhr soll die Demoroute am Firmaneiplatz ihren Abschluss finden.

Es werden Redebeiträge von einem Schüler, einer Mutter, einem Vertreter der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und einem Studierenden erwartet.

Es gibt Initiativen die Demonstration am Abschlussort in spontane öffentliche Workshop-Phasen und Diskussionsrunde münden zu lassen.

Noch am selben Abend sind alle Bildungsinteressierten aufgerufen sich im Foyer des Hörsaalgebäudes der Universität (Biegenstraße 11) um 18.00 Uhr einzufinden, um bestehende Organisierungsstrukturen auszubauen und die nächsten Schritte zu besprechen.

Für Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Initiative Bildungsstreik Marburg
www.bildungsstreik-marburg.de
e-Mail: kontakt@bildungsstreik-marburg.de
Tel.: 0151 20476928

Bildungsstreik (bundesweit)
www.bildungsstreik.net

Bildungsbewegung in Österreich
www.unsereuni.at

Es geht weiter. Die nächste große und wichtige Aktionswoche steht vor der Tür!!

Da Menschen welweit gegen die fortschreitende Kommerzialisierung und Privatisierung von öffentlicher Bildung versuchen vorzugehen, ist es nur logisch über die bundesweiten Grenzen hinaus sich zu vernetzen und zusammenzuschließen. Schließlich wird Bildungspolitik maßgeblich von dem Wirtschaftssystem, welches seine Zwänge auch auf globaler Ebene entfalltet, geprägt. Leistungssteigerung, G8, Hochschulautonomie, Exzellenzinitiative, Standortwettbewerb, Bologna-Prozess, GATS [General Agreement on Trade in Services] und globaler Bildungsmarkt sollen an dieser Stelle nur ein paar Schlagwörter sein.

Zur Einführung der Funktionen, die das öffentliche Bildungssystem erfüllt, eignet sich dieser Text ganz gut.

Um auf globaler Ebene ein deutliches Zeichen gegen die fortschreitende Ökonomisierung der öffentlichen Bildung und für stattdessen freie und emanzipatorische öffentliche Bildungssysteme zu setzen, ruft die “International Students Movement” [eine unabhängige Plattform, auf welcher sich Aktive und Gruppen auf der ganzen Welt vernetzen und gemeinsam Proteste koordinieren können] zu der “Education is NOT for $a£€ – Global Week of Action” auf. Diese findet aufbauend auf den “International Day of Action against the Commercialization of Education” [5.11.2008] und der “Reclaim your Education – Global Week of Action” [20. - 29.04.2009] statt und beginnt mit einem “Warm up” Day of United Action am 5.11.2009, woraufhin die eigentliche Aktionswoche vom 09. – 18.11.2009 folgt.

Bisher haben Gruppen in Bangladesch, Italien, Frankreich, Österreich, Bulgarien, Nepal, Marokko, Kanada, England, Liberia und Deutschland ihre Teilnahme zugesagt. Viele weitere auf der ganzen Welt diskutieren diese zur Zeit. Die ersten Unterstützer_innen des Aufrufs stehen ebenfalls fest.

Bitte nutzt eure Kontakte hierzulande, in Europa und weltweit, um diese über diese Aktionswoche zu informieren!

Ein grobes Konzept hat sich die “Initiative Bildungsstreik in Marburg” schon überlegt. Mehr dazu wird es in den nächsten Tagen hier geben.

Bringt euch ein – macht mit!!

Folgendes kann getan werden, um zu helfen:

  • Übersetzungen von Aufruf [bisher vorhanden auf französisch, spanisch, englisch und deutsch]und Flyer [gibt's bis jetzt auf englisch und deutsch - 2 Seiten auf 1 & doppelseitig drucken - alles auch als .odt oder .doc Dateien zu bekommen]
  • Vernetzen durch das Informieren von Gruppen überall über die Aktionswoche
  • Zusammenstellungen von Mobilisierungsvideos [hier ein Bsp.], Flyer- & Posterentwürfen
  • Verbreitung von Flyer und Infomaterial
  • Einbringen von Ideen
  • Konstruktive Kritik äußern

Zur Zeit wird auch an einer engeren Zusammenarbeit und Vernetzung mit Gruppen in Lyon und Barcelona gearbeitet.

Fragen und Anregungen sind immer gern gesehen – gerne auch persönlich beim nächsten Plenum [siehe Termine rechts].

One World – One Struggle; Education is NOT for $a£€

Bildungsstreik vorbei?!

Probleme erkannt?!

Lösungen durchsetzen!!

24.06. (Mi.) — 19.15Uhr — im Foyer der PhilFak
(Wilhelm Röpke Str.6)

“Wir-machen-weiter-Treffen”

Kommt zahlreich – bringt Euch ein!

Dieses Treffen ist offen für alle Schüler_innen, Eltern, Studis und sonstige Aktive die meinen, dass es weiter gehen muss!
Fragen und Anregungen können immer an
bildungsstreik.marburg [ät] gmail.com geschickt werden.

Gemeinsam für freie und emanzipatorische Bildung für alle!

In Reaktion auf diesen Text wurden folgende Nachrichten an alle im bundesweiten Bildungsstreik Aktiven gesendet [die Zusammenstellung kann auch hier als .pdf Datei heruntergeladen werden]:

Students in Bangladesh are supporting your struggle!

The problems of education seem similar to east and west, “first world” and “third world” countries. The students of Bangladesh are burdened with tuition fees and other expenses like costs of books, dormitory fees etc. And The burdens are increasing exponentially. The other important thing is the little state support for the public education system. The majority of High School graduates will not get an opportunity to enter less expensive public universities.The commercialisation of the public education system is supported by the government. The most alarming thing is, that the private universities only admit students for a few profitable subjects like Business Administration or Computer Science or Electrical Engineering or Telecommunication Engineering.

The government with the help of the commercial media demoralizes the students and always tells them that education is not for free and that it is normal to pay for quality education and that education is a market product.

And they keep telling that especially higher education is not free anywhere in the world.

So the parents of students must carry all expenses and the only duty of students is to attent their lessons. No rallies and no protests are necessary, they say. The call by the global student movement and the “Bildungsstreik” in Germany inspires the students of Bangladesh and this shows the true picture student movements worldwide.

We are in Solidarity with you!

Tarek Ahmad; Dhaka [Bangladesh]

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Support

Dear German colleagues,

We apologize for sending you our support so late, but we are in exams period and we don’t have enough time for thinking in so many things….
As soon as we do an action, you’ll receive news from us!!
Good luck in your fighting day and receive all the support from the assemblies of Madrid!!!
Here is our supporting letter:

“Dear colleagues,

From the International Commission Assembly of Madrid (Spain) we want to send you a message of support during your “Educational strike”, in such a day like is the anniversary of the Bolonia Declaration.

In Madrid and in the whole Spain, thousands of people are fighting against Bolonia Process since several years, but is hasn’t been until few months ago when our voices are starting to be listened by the society, which is starting to be critic and informed about this difficult process. Anyway, our government decided to continue with it, and from September, Bolonia will be a reality in our universities. But we still keep on fighting, we wont surrender, specially now. We need to show our politicians that they can’t do whatever they want.

Unfortunately, we are now in our exams period, we are so busy and it has been impossible for us the coordination to organize any action for this day. But we hope we can do something together really soon, because together we are stronger and it will be more difficult for them to ignore our voices!

Keep on struggling, because the lost fights are those which never happened!!

Best wishes from Madrid.

„Coordinadora Internacional de Madrid contra Bolonia” [Spain]

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Your struggle is our struggle!

Dear colleagues!

Just like our colleagues in other Croatian towns (Zagreb, Zadar, Rijeka, Pula, Osijek and Varaždin) students from Split, also gathered around independent student initiative for the right to free education, occupied their Faculties (University of Split) during Global week of action (and furthermore) as a sign of protest against commercialisation of education. In a moment, we held four Faculties under occupation. We organized this action demanding the right to free education for all and the elimination of all tuition fees, at all levels of higher education: undergraduate, graduate and postgraduate. We heard about your struggle and we want to express our great solidarity with the international fight for emancipating and free education which you are fighting now. The educational system of today is making the students, de facto, employees of their respective faculties, even though they are the ones who are paying their studies very costly, while their work time is “payed” with a fixed amount of ECTS points. Our free time has been violently taken away from us (our professors as well), making us uncompromising executives of the system itself.
We stand in solidarity with every movement which implements ideals of freedom and autonomy in its own fight, and on the universities.

Persist on common goal, the struggle continues!

“Independent student initiative for the right to free Education”
Split [Croatia]

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Support

I would like to support your struggle against commercialization of schools and universities. They shouldnotproduce servile subordinates of corporations but human beings marked by critical thinking. University should be a realm of freedom, not of business and rat race.

Yours in solidarity,

Andrzej Obuchowski, Lublin, [Poland]

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Greetings from University Paris XI.

Here in France, we fight against the same forces : commercialisation of knowledge, education and research.

Keep resisting !

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Jean-Michel Guillon
Laboratoire Ecologie, Systématique et Evolution
Bâtiment 362
Université Paris Sud
91405 ORSAY-Cedex [France]

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Support

Dear colleague,

teacher and researcher in the university Paris 8 – Saint-Denis, in struggle, I support your actions against the consequences of the Bologna Process on public education.

Sincerely yours

C. Vidal-Gomel [France]

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Solidarity from France

Dear friends,

Université de Provence (Aix-Marseille I), as most French Universities, has been on strike for the last 14 weeks. Now teaching has resumed but we are still demonstrating against the French laws applying the Bologna process to the French universities.
Although the French governement seems to have won momentarily the battle, the war goes on.Nothing is totally lost yet.
I fully support your strike and your struggle for free education for all.
Best wishes

G.D. Véronique
U. de Provence, Aix-en-Provence [France]

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Stop Bolonia; Education by all and for all!

Salud compañeros!

I want to wish you a very good fight and I hope you achieve your goals. Here, in Spain, we are fighting too (I know you know that). Maybe we meet soon. Maybe we, all the people, will build another education system, thinking internationally and globally.

Stay like that and keep fighting! All the power to the assembly/people!!

Nicolás Cardozo [Spain]

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Support

Dear activists,

The French union, Laic Students Trade Union (Syndicat Etudiant Unitaire et Laïque – SEUL) supports and answers positively to the “German federal protest co-ordination assembly”’s (Bundesweites Bildungsstreik Bündnis) call. We’re struggling against the privatisation of higher education in France and we’re participating in the European Wave Collective. By the way, we were also present at the European’s mobilization at Leuven (+Louvain and Brussels) in Belgium. We’re going to spread your call and we ask you to put us on your list of supporters.

Please find our declaration about your mobilization attached. [file I + file II]

Our website [in French]: http://fseul.free.fr

With trade-union greetings,

Emeric, for the SEUL [France]

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Congratulations

Hey everyone!

I am really happy that there is a group of students/pupils (and friends…) which wants to change things at the universities/schools in Germany and fully support your protest!

Especially in Germany (unfortunately I do not know enough about the situation in other countries) the educational system is so underfunded that it hurts to see. The ironical thing is that I discussed the matter with some British scientist years before the Bologna process started and they all wondered why Germany wants to have a Bachelor/Masters anyway. They thought that the diploma is one of the great accomplishments of the German system. I hear things like this again and again.

Further, I totally agree that education should be for everyone and not only for people who can afford the fees!
Finally, why do the fees do not come back fully to the students (better education/teachers….)? There are a lot of unresolved issues it seems….

Fight on!

All the best,

Cornelya [Sweden]

Cornelya Klütsch, Ph.D.
KTH – Royal Institute of Technology; Gene Technology
E.-Mail: cornelya.kluetsch[ät]biotech.kth.se

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Solidarity from Minneapolis

Graduate students and workers at the University of Minnesota support German and transnational struggles for free and emancipatory public education!

Raphi Rechitsky [U.S.A.]

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You have my humble support!

I believe in the purity of your noble goals! There are many young people who are not able to get a higher education because they cannot afford it. It’s plain stupid to withhold a capable young person of becoming even more accomplished just because he’s not rich enough. Tuition fees are getting higher, making things even worse. A society’s goal is to have a lot of educated people, but contradictory they are making this very difficult. If politicians want more educated people in order to, in the end, have a greater GDP they should invest in such a project! Maybe they don’t know how it is for parents with average incomes to put their kids through college. It’s almost impossible and generates a lot of problems for such families, with their kids becoming frustrated and over-pressured because their families are suffering in order for them to get a higher education – simple mistakes become huge. Maybe it should not be free, but it should at least be calibrated in compliance to the economical powers of wide population.

All of us should live better, and our countries are suppose to exist for the people, not the other way around!
All the best! I hope you/we can accomplish something good!

Best wishes from Belgrade!

Vladimir Ilić [Serbia]

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Keep on fighting!

Hello,

it’s great to hear that the struggle goes on also in other countries. I will print your message and spread it around Turku University. Maybe your message will encourage students to demonstrate also here in Finland. Maybe you have heard, but the new university bill is suppose to be passed in the Finnish parliament around the dates when your action week will be held. We have high hopes that our demonstrations will make the parliament change the bill for the better, although not as good as we had wanted.

Regards,

Elias Laitinen [Finland]

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Solidarity for Free Education!

I support state funded education as your citizens are made aware to be responsible to respect and support citizens, the planet and the global citizens.

With warm greetings,

Dipesh Dulal [Nepal]
dipesh.dulal[at]gmail.com

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Support

Graduate Education must be the first thing that is going to change, or the change for a better world will never come. We all must unite, or unity is going to remain just a word with no meaning.

You have my thanks and support,

Perisic Aleksandar [Serbia]

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Thank you, Germany!

Hello everyone!

First of all, I’d like to apologize for my English, because I am a first-year student in English. I don’t belong to any particular group of protest, but I hope you will appreciate my support all the same. I am a French student in Lyon2 and participated in the movement against the privatisation of universities. The student movement in my university was put on a hold because we were not numerous enough, and now everybody works for their exams. So now it is only thanks to news about what happens on an international level, that I realized that the protest actually just began and it is far from ending. Even if the student movement seems to die in France right now, it still lives elsewhere. We are all involved in the same fight, we all don’t want universities to turned into firms and we reject the Bologna Process. I really hope, also if for the moment we only support Germany with letters, one day there will be a regular international student movement and that what happened in the Counter-Summit in Louvain (Belgium) will become more usual, and that eventually we will win!

So, what I wanted to say was: thank you Germany for your week of protest and keep it up!

We must not surrender!

LittleBreeze [France]

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Support

Dear Friends,

Université (Aix-Marseille I), as most French Universities, has been on strike for the last 14 weeks. Now teaching has resumed but we are still demonstrating against the French laws applying the Bologna Process at French universities. Although the French government seems to have won momentarily the battle, the way continues. Nothing is totally lost yet. I fully support your strike and your struggle for free education for all.

Best wishes,

G.D. Véronique U. de Provence, Aix-en-Provence [France]

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Support

Dear colleagues,

I, as a teacher and researcher in the University of Paris 8 – Saint-Denis in struggle, also support your actions against the consequences of the Bologna Process on public education.

Sincerely yours,
C. Vidal-Gomel [France]

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I am with you

I would like to support your struggle against commercialization of schools and universities. They should not produce servile subordinates of corporations but human beings marked by critical thinking. University should be a realm of freedom, not of business and rat race.

Yours in solidarity,

Andrzej Obuchowski, Lublin, [Poland]

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Soli-Video von Aktiven in Kroatien:

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Soli-Video von Aktiven auf den Philippinen:

One World – One Struggle; Education is NOT for $ale!

Folgende Profs und Dozent_innen haben ihre Unterstützung für den Bundesweiten Bildungsstreik mit ihrer Unterschrift unter diesen Text bekundet.

  • HonProf. Dr. Michael Weingarten (FB03)
  • Barbara Albert M.A. (FB03)
  • Christiane Kania M.A. (FB03)
  • Dr. Dagmar Schweitzer de Palacios (FB03)
  • Dr. des. Ulrike Bieker (FB03)
  • Mag. Sylvia Karl (FB03)
  • Prof. Dr. Dirk Hülst (FB03)
  • Dr. Anja Lieb (FB03)
  • Prof. Dr. Udo Kelle (FB03)
  • Dr. Günter Reinhard (FB04)
  • Dr. Ricarda Mewes (FB04)
  • Dr. Oliver Christ (FB04)
  • Dr. Yvonne Nestoriuc (FB04)
  • Christian Issmer (FB04)
  • Dr. Julia Becker (FB04)
  • PD Dr. Tania Lincoln (FB04)
  • Mathias Knauff (FB04)
  • Dr. Christoph Reudenbach (FB19)
  • Dr. Armin Kremer (FB21)

[weitere Unterschriften werden noch erwartet]

Die Unterschriften können auch als Flyer heruntergeladen werden: Vorder- & Rückseite

HEUTE:
14Uhr auf dem Bildungsfest [Lahnwiesen gegenüber der Mensa (Erlenring)]

Zusammen über die Bildungsstreik-Woche sprechen und Perspektiven formulieren. Wie geht’s weiter?

Es wird auch noch ein bunesweites Zusammenkommen geben, wohin alle interessierten Menschen eingeladen sind. Dieses wird wahrscheinlich Ende Juli – Anfang August in Frankfurt/M stattfinden.

Der Anfang ist getan – jetzt geht’s weiter!!

Seit gestern Morgen 7.30 Uhr wird der G-Gang der Philosophischen Fakultät von Studierenden besetzt. Im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreikes hat sich eine Gruppe von Studierenden dazu entschlossen, ihren Forderungen nach mehr *Demokratie* bei Entscheidungsprozessen, einer *besseren Verwaltung,* einer Instandsetzung der Räumlichkeiten, *weniger Kontrolle, einer Verbesserung der Situation der Hausmeister sowie der Bibliothekangestellten* an der Universität und einer *besseren Bildungssituation* Nachdruck zu verleihen.

*Diese Forderungen betreffen uns alle in jedem Studiengang!*

*Die Besetzung wird weiterhin aufrechterhalten. *

Bisher wurde eine Verlängerung der Abgabetermine für BA-Abschlussarbeiten durchgesetzt. Wir versuchen es, Studierenden zu ermöglichen, in der PolBib zu arbeiten, da wir nicht das Studieren abschaffen wollen, sondern ein besseres Studium fordern!

*Für die Durchsetzung unserer Forderungen und die Aufrechterhaltung der
Besetzung brauchen wir eure Hilfe!*

*Kommt alle zum Plenum!*

*15 Uhr G-Gang!*

*Eingang über Innenhof!*

*Solidarität mit allen in diesem Sinne aktiven Gruppen!*

*Solidarität mit allen BILDUNGSSTREIK-Gruppen!*

_*Solidarität und freie Bildung!*_

Mit unserer Besetzung für ein besseres Bildungssystem sind wir nicht allein. Wir solidarisieren uns mit allen bundesweiten Besetzungen (TU Berlin, FU Berlin, Heidelberg, Halle, Freiburg, Bochum, Frankfurt/Main, Mainz, Kassel).

southpark

Plump und inhaltslos die Rede von Merkel, laut und entschlossen Heidelberger Studierende und SchülerInnen.

“Am 6. Juni 2009 inszenierte die CDU ihre bundesweite Abschlusskundgebung des EU Wahlkampfes in Heidelberg. Es versammelten sich rund 4000 Leute auf dem Uniplatz.
Der Auftritt von Merkel sowie dem Ministerpräsident von Baden-Württemberg Günther Öttinger und dem Generalsekretär der CDU Ronald Pofalla wurde von ca 300 StudentInnen und SchülerInnen durch Sprechchöre und Pfiffe lautstark begleitet. Schließlich versuchte eine kleine Gruppe den abreisenden Konvoi von Merkel aufzuhalten. Im Anschluss daran kamen rund 250 Personen zu einer Spontandemo vom Uniplatz bis zum Heidelberger Rathaus zusammen. Ca. 150 Studierende und SchülerInnen nutzen schließlich, das offenstehende Rathaus um eine Pressemitteilung zu schreiben und ein Plenum abzuhalten.”

Den gesamten Bericht gibt es unter: bildungsstreik2009.de

Gastbeitrag

Wehrt Euch!

Keines der Versprechen, die mit dem Beschluss der europäischen Kultusminister von 1999, also mit dem Bolognaprozess verbunden sind, haben sich bis jetzt erfüllt. Im Gegenteil: Das Studium ist durch Studiengebühren oft teurer geworden. Die Mobilität der Universitäten innerhalb Deutschlands und zwischen europäischen Hochschulen hat abgenommen. Die Zahl der Studierenden, die den Modularisierungswust und das enge Gespinst von Prüfungen nicht durchschauen, hat zugenommen. Deswegen gibt es mehr Studienabbrecher.

Inmitten des mit Noten überfrachteten Systems haben Studierende wenige Möglichkeiten, ihr Studium selbst zu bestimmen. Studiengänge wurden sinnentleert. Es herrscht eine negative Konkurrenz unter den Studierenden, die in privilegierte Mitglieder von Funktionseliten und in eine arbeitsmarktpolitische Verfügungsmasse eingeteilt werden. In den angeblichen Wissens- und Informationsgesellschaften nimmt die Fachidiotisierung und die Idiotisierung in den Fächern zu.

Zu lange haben Studierende, auf asozialen Gehorsam und schmales Eigeninteresse getrimmt, diese antidemokratisch-antigrundrechtliche Fremdschaltung ihres Studiums hingenommen. Verständlich, weil sie alternativlos ins Gehäuse modularisierter Hörigkeit gepresst wurden.
Bedrückenderweise haben wir Hochschullehrerinnen und -lehrer den von außen und oben aufgenötigten Unstand hingenommen. Er widerspricht dem Beruf der Lehre. Er verhöhnt substantiell bestätigte bildungspolitische Einsichten von Sokrates bis heute.

Umso mehr begrüßen wir, dass erstmals Schüler und Studenten gemeinsam einen Bildungsstreik in über 100 Städten vom 15. bis 19. Juni vom Zaune brechen wollen. Wir begrüßen ausdrücklich, dass Schüler und Studierende Bildungspolitik auch mit Formen zivilen Ungehorsams zum gesellschaftspolitischen Konfliktthema machen.

Das ist die Stunde der Lehrenden: Sie haben die Möglichkeit, nach Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes die Freiheit von Forschung und Lehre skrupulös und eigenständig auszulegen und zu praktizieren. Noch in diesem Semester sollten wir einen Teil unserer Lehrveranstaltungen mit dem Bildungsstreik verbinden. Wir sollten an Diskussionen mit Studierenden teilnehmen.

Wir sollten darüber informieren, wie die Universitäten das Lernen, unbeschadet unserer eigenen Anstrengung, verhindern. Schließlich sollten wir Vorschläge entwickeln, wie innerhalb der Institutionen und Lehr-Lern-Prozeduren Veränderungen möglich wären. Vor allem sollten wir die Arbeit konkreter Utopie mit den Studierenden betreiben und uns alle fragen, welches Studium wir mit welchem Ende anstreben.

Die Zustände an den Schulen und Hochschulen bedürfen des Bildungsstreiks. Erst dann kann eine Debatte über den gesellschaftlichen und individuellen Sinn von Studium und Forschung in Gang kommen. Das jüngste, allein monetär ausgerichtete Bund-Länder-Programm zur weiteren Finanzierung von Hochschulpakt, Exzellenzinitiative und Forschungspakt, vermeidet eine Debatte. Ungleiches Wachstum wird allein verwertungsfixiert gefördert. Die Schüler und Studierenden werden systematisch missachtet.

Wolf-Dieter Narr und Peter Grottian lehrten bis zu ihrer Emeritierung am

Otto-Suhr-Institut der FU Berlin.

Die Politikwissenschaftler unterstützen den nationalen Bildungsstreik von Schülern und Studenten ab dem
15. Juni.

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Quelle: FR-online.de

Dies ist ein Überblick der bevorstehenden Aktionen im Rahmen des “Bundesweiten Bildungsstreiks” in Marburg [dieser kann auch als Flyer hier heruntergeladen werden]:

Im Laufe der ganzen Woche:

  • Infostände im öffentlichen Raum
  • Aktionen (z.B. Flashmobs & öffentliche Vorlesungen) in der ganzen Stadt
  • Bildungspolitische Diskussionen in Veranstaltungen der Universität sowie in den Klassenzimmern der Schulen

*** Montag, 15.06.09 ***

  • Bildungsstreik-Camp vor dem HSG
  • 7.30h Schüli – Kick-Off – Flashmob Leopold-Lucas-Straße
  • 10h-14h Seminare “Dialektik der Aufklärung”, “Empire & Multitude” (PhilFak, 05B05)
  • Beginn der Aktion: Freiräume schaffen und nutzen (Bildungsstreik – Camp vorm Hörsaalgebäude [HSG] & Wohnzimmer im Foyer der PhilFak)
  • 14h Vortrag: “Was ist Kritische Wissenschaft?” (HSG)
  • 18h Vortrag: “Open Access” (PhilFak, Hörsaal H);im Anschluss: Konzert mit der Band “Grafitti” und Vokü im Innenhof
  • 22h “Fucking Bachelor – Party” (Trauma)

*** Dienstag, 16.06.09 ***

  • Bildungsstreik-Camp vor dem HSG & “Wohnzimmer” in der PhilFak
  • Vollversammlungen in den Schulen (vormittags)
  • 14h Transparente malen vor dem HSG
  • 16h Vollversammlung an der Uni (HSG, Audimax)

*** Mittwoch, 17.06.09 ***

  • Bildungsstreik-Camp vorm HSG & “Wohnzimmer” in der PhilFak
  • 12.30h Kundgebung & Bündnisdemonstration (HSG, Studis)
  • 13.15h Bündnisdemonstration (Leopold-Lucas-Straße, Schülis)
  • 19h After-Demo-Party (Knubbel)
  • 20h Film: “Kick it like Frankreich!” (Gutenbergstr. 18 [Dekanatssaal])

*** Donnerstag, 18.06.09 ***

  • Bildungsstreik-Camp auf den Lahnwiesen
  • Tag des zivilen Ungehorsams (Aktionen überall in der Stadt)
  • DGB-Mindestlohn-Truck (an der E-Kirche)
  • 12h Diskussionsrunde: “Ist eine andere Schule möglich?” (alter Botanischer Garten am See)
  • 13h Attac-Aktion auf dem Marktplatz
  • 14h Vortrag: “Hochschule im Wissenskapitalismus” (HSG)
  • 16h Veranstaltung: “Der Bologna-Prozess” (HSG – Hörsaal 116)
  • 18h Vortrag: “Kritische Wissenschaft an der Universität” (Ort: noch unklar [n.u.])
  • 18h Veranstaltung: “Was kann die biologische Forschung über Geschlechterunterschiede aussagen? Kritische Anmerkungen aus der Genderperspektive am Beispiel der Gehirnforschung” (HSG – Hörsaal 116)
  • 19h Veranstaltung: “Perspektiven linker Hochschulpolitik” (Havanna 8)
  • 20h Aktion: “Wie arbeiten politische Gruppen in Marburg?” (Öffentliche AgF-Sitzung am Marktplatz; Themen: Migration und Diskrimination in der gegenwärtigen “Krise”)

*** Freitag, 19.06.09 ***

  • Bildungsstreik-Camp auf den Lahnwiesen
  • Aktionen zum “10. Jahrestag der Bologna-Erklärung”
  • Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin “…wir kommen auch!” (evtl. fahren Busse)
  • 13h Veranstaltung: “40 Jahre ’68 – Was man von der Revolte von gestern für morgen lernen kann” (Ort: n.u.)
  • 14h Ringvorlesung in der Buslinie 7
  • 15h Workshop: “Einführung in die Hochschulpolitik – Möglichkeiten, Perspektiven, Ziele” (Ort: n.u.)
  • 17h Veranstaltung: “Persuasive Communication – Wie durch Sprache Macht ausgeübt wird” (Ort: n.u.)
  • 22h Eröffnungsparty des globalisierungskritischen Filmfestivals “Globale” (Café Amélie, Gießen)

*** Samstag, 20.06.09 ***

  • Globalisierungskritisches Filmfestival “Globale” (Kinos in Marburg, Gießen, Wetzlar und Gladenbach)
  • 14h Workshop: “Evaluation und Perspektiven. Wie weiter – von lokal bis international?” (Bildungsfest auf den Lahnwiesen)
  • 20h Vortrag: “Strukturen im Medizinbetrieb konträr zu kritischer Wissenschaft?” (Ort: n.u.)

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