Free Education Movement Marburg

Seit Monaten wehren sich Studierende in Quebec (Kanada) gegen die geplante Erhöhung von Studiengebühren.

Was mit Demonstrationen in der Landeshauptstadt Montreal begann hat sich zu einer sozialen Bewegung gegen die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche entwickelt, an der sich neben Studierende u. a. auch Arbeiter_innen, Gewerkschafter_innen und Lehrende beteiligen.

In der letzten Ræducation-Sendung gab es ein Interview mit dem Aktiven Matthew Brett aus Montreal, der uns über einige Apsekte der Bewegung informierte.


Ausschnitt aus Ræducation # 4

Trotz massiver staatlicher Repression, konstanter negativer Berichterstattung in den Massenmedien und der überwiegend grundlegenden Kritik der Aktivist_innen am Wirtschaftssystem genießt die Bewegung eine breite Zustimmung in der kanadischen Bevölkerung.

Auch in anderen Teilen Nordamerikas und der Welt stehen Menschen den gleichen Entwicklungen gegenüber. Eine zunehmende gegenseitige Solidarisierung zwischen der Bewegung in Quebec und anderen Gruppen und Menschen weltweit, sowie die ungebrochene Entschlossenheit der Aktiven verleiht dem Ganzen einen wohltuendem Optimismus. Es ist schön zu sehen, was alles in Bewegung gesetzt werden kann, wenn Menschen Probleme erkennen, analysieren, sich dann organisieren und gegen sie vorgehen!

Auch in diesem Sinne
~ one world, one struggle ~

Weitere Informationen zum Quebec Student Strike (englisch):
rabble.ca
International Student Movement
The Dominion

Wir sind ein paar Leute, die sich aktiv für ein anderes Bildungsverständnis und -system einsetzen. Wir lehnen die zunehmende Kommerzialisierung von Bildung (u.a. als Ergebnis von Kürzungen öffentlicher Haushalte), NCs für Studiengänge, den zunehmenden Leistungsdruck, Selektionsmechanismen und die Elitenbildung im Bildungswesen ab! Stattdessen wollen wir freie emanzipatorische Bildung, die allen zugänglich ist und nicht primär Humankapital für den Lohnarbeitsmarkt hervorbringt.

Bisher haben wir diverse Aktionen initiiert, zuletzt eine Nachttanzdemo unter dem Motto “Bildungsfabriken einreißen!” am 17.11.2011 im Kontext globaler Aktionswochen: http://youtu.be/6Vb09lh27Uw
Die Vernetzung mit Aktiven weltweit ist für uns wichtig.

Auch die Radiosendung Ræducation (jeden 3. Donnerstag im Monat auf 90.1 MHz) und einen Newsletter gestalten wir gemeinsam.
Was als nächstes gemacht wird, entscheiden wir gemeinsam im Konsens. Vorschläge und Ideen sind immer willkommen.

Für den 04. Mai 2012 laden wir nun zu einem Kennenlerntreffen ein. Wir hoffen somit mehr Leute für FreEduMM begeistern zu können, damit wir den Diskurs um Bildung in der Gesellschaft verstärkt mitgestalten können. Natürlich ist das Treffen offen und unverbindlich für alle Interessierten.

:: Event-Seite auf fb ::

Wann? Fr. 04.Mai 2012 / 18 Uhr
Wo? Hörsaalgebäude der Uni [Eingangsbereich] – Biegenstr. 14

Morgen Abend von 22:00 bis 00:00 Uhr wieder Raeducation live auf Radio Unerhört mit vielen spannenden Themen, u.a. ein Interview zum brisanten Thema Kürzungen im Bildungssektor.

Und heute Abend um 20 Uhr ist ein offenes Plenum für alle Menschen, die Interesse haben sich für freie, emanzipatorische Bildung einzusetzen. Wir treffen uns im Hörsaalgebäude in der Biegenstr. und freuen uns über Nachwuchs. Bis dann…

Zum dritten Mal schon fand vergangenen Donnerstag, 15.03., 22-0 Uhr auf Radio Unerhört, 90.1 FM, die Raeducation Sendung statt.

  • darin sprachen wir mit Frau Bettina Böttcher, der Vorsitzenden des Betriebsrats des Universitätsklinikums Giessen und Marburg über die anstehenden Entlassungen
  • Max, vom Krisenbündnis Marburg, stellte die Initiative vor und erzählte uns über die Vorbereitungen zu den m31 Protesten (weitere Infos zu m31 unter http://march31.net)
  • passend zu der Studie der Uni Stuttgart zur Lebensmittelverschwendung diskutierten wir zum Thema “Containern
  • und wie in jeder Sendung berichteten wir über (Bildungs)Proteste aus der ganzen Welt

Den Podcast zur Sendung gibts HIER.

 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Marburg lädt zur folgenden Veranstaltung:

Inklusion eine Illusion ?

Einführung: Johannes Batton

Moderation: Hartmut Möller

Mittwoch, 14. März 2012, 16.00 Uhr

in der Theodor – Heuss – Schule in Marburg

Workshops sind geplant zu den Themen:

1. Die neue Rolle der BFZ`s

2. Herausforderungen für die Grundschulen

3. Was kommt auf die weiterführenden Schulen zu?

4 Integration versus Inklusion, ein Paradigmenwechsel

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Damit in Verbindung stehend:

Aufruf zu einer Kundgebung “Inklusion” am 27.03. in Wiesbaden

Inklusion braucht Verlässlichkeit und Ressourcen

Der Senat, das Erweiterte Präsidiums und der Hochschulrat der Uni Marburg verabschieden einstimmig eine von Studierenden eingebrachte Resolution zur derzeitigen Unterfinanzierung der Hochschule

Forderung an die Landesregierung: bedarfsdeckende Mittel für unabhängige und freie Forschung und Lehre!

Durch die Kürzungen aufgrund des Hessischen Hochschulpaktes 2011-2015, der zeitgleich stark steigenden Studierendenzahl, sowie dem zu geringen Ausgleich für Tarifsteigerungen und Energiekosten fehlt der Universität Geld an allen Ecken und Enden. Schon vor dem Hochschulpakt litten viele Fachbereiche an Unterfinanzierung und Überlastung, die jetzigen Einsparungen rücken viele Fächer für die Studierenden an den Rand der Studierbarkeit. Es ist ein unzumutbarer Zustand, dass deshalb Mittel, die explizit zur Verbesserung der Lehre vorgesehen waren, in die Grundfinanzierung der Universität überführt werden müssen.

Die aufgrund der Kürzungen zunehmende Abhängigkeit von Drittmittelfinanzierungen – insbesondere bei Strukturveränderungen etwa durch Drittmittelprofessuren – kann die in Art. 5 Grundgesetz verankerte Freiheit von Forschung und Lehre gefährden.

Im Zuge der Unterfinanzierung häufen sich auch prekäre Arbeitsverhältnisse. Zum einen werden Dienstleistungen unter Missachtung sozialer Folgen ausgegliedert und zum anderen arbeiten immer mehr Dozierende in befristeten Verträgen; dies kann negative Folgen für die Qualität der Lehre haben. Auch die Betreuung von Studierenden vor allem bei Abschlussarbeiten oder sonstigen Hausarbeiten kann nicht mehr ausreichend von Professoren und Professorinnen unterstützt werden, da einer zunehmenden Anzahl von ihnen keine ausreichenden Kapazitäten mehr zur Verfügung stehen.

Selbstbestimmtes und kritisches Studieren, Forschen und Lehren kann nur an einer Universität stattfinden, die nicht nach einer unternehmerischen Logik organisiert ist, sich nicht im ständigen Konkurrenzdruck zu anderen Hochschulen befindet und ihre Inhalte nicht an wirtschaftlicher Verwertbarkeit messen lassen muss.

Nur eine ausreichende Finanzierung ermöglicht tatsächlich Handlungsspielsräume für eine freie und demokratische Forschung und Lehre.

Alle Entscheidungen, welche die Universität betreffen, bedürfen einer demokratischen, öffentlichen und universitätsinternen Debatte. Diese muss unter Einbeziehung aller Statusgruppen in einer selbstverwalteten Gruppenuniversität stattfinden.

Die Ergebnisse einer solchen Debatte müssen auch von der Landesregierung berücksichtigt werden.

Darum fordern das Präsidium, der Senat, das Erweiterte Präsidium, das Präsidium des Studierendenparlaments, der Allgemeine Studierendenausschuss und die Fachschaftenkonferenz sowie der Hochschulrat der Universität Marburg die Landesregierung auf, der Universität Marburg und allen anderen hessischen Hochschulen Mittel für eine bedarfsdeckende Finanzierung einer unabhängigen und freien Forschung und Lehre zur Verfügung zu stellen.

Mehr über die Hintergründe der Resolution,Infos zu QSL Mitteln sowie dem Senat und Hochschulrat könnt ihr aus den folgenden Ausschnitten der letzten Raeducation Sendung entnehmen:

Infos zur Resolution

Infos zu QSL Mitteln

Was sind der Senat und Hochschulrat

Letzte Sendung:
Teil 1 – Gespräch über Hochschulfinanzierung

 
Globale News

 
Archiv
Hier findest du Links zu den Podcasts älterer Ræducation-Sendungen.

1. Sendung vom 26.01.2012

Stream:

 
Download:
Ræducation – Die erste Sendung

(ggf. Rechtsklick + Speichern Unter)

 

2. Sendung vom 16.02.2012

Stream

 
Download:
Ræducation – Die zweite Sendung

(ggf. Rechtsklick + Speichern Unter)

Themen:
AStA Resolution
ACTA Demo
Vortrag chilenischer Aktivist_innen

 

3. Sendung vom 15.03.2012

Stream

 
Download:
Ræducation – Die zweite Sendung

(ggf. Rechtsklick + Speichern Unter)

Themen:
M31
Containern
Proteste in Kanada, Südafrika, Indien und anderen Regionen
Uni-Klinikum: Interview mit der Betriebsratsvorsitzenden

Link zur Petition (German University of Cairo):
change.org
Weitere Infos (auch zu den deutschen Profs):
ism-global.net

 

4. Sendung vom 19.04.2012

Streams

Teil 1 – Gespräch über Hochschulfinanzierung

Teil 2 – Globale New

In Teil 1 unterhalten wir uns mit Referent_innen für Hochschulpolitik des AStA Marburg über die Zustände der Hochschulfinanzierung.
In Teil 2 berichten wir über die M31 Proteste, den Quebec Student Strike und weitere Geschehnisse in Asien, Afrika und Nordamerika.

 

Feedback bitte an:

raducation@w4eg.de

 
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Quelle: http://www.consumentenbund.deDie finanzielle Situation der Marburger Universität verschlimmert sich zum nächsten Semester nocheinmal drastisch. Um auf dieses Problem angemessen reagieren zu können, unterstützen wir den Aufruf  zu einem Vernetzungstreffen am kommenden Dienstag, den 28. Februar, 12 Uhr im Hörsaalgebäude Biegenstr.14 Raum 104. Eingeladen sind alle Menschen, die mit uns, dem AStA, der Fachschaften Konferenz,  der Hilfskraft Initiative u.a. überlegen wollen wie wir damit umgehen werden. Klar ist: die Situation ist untragbar.

Wir sehen uns am Dienstag!

Wann: Do. 16.02.2012 – 22-0 Uhr

Wo: FM 90.1 Radio Unerhöhrt Marburg / Live-Stream

Themen: ACTA, Berichte von Aktivist_innen aus Chile, Bericht über die letzte Senatssitzung der Uni Marburg

Musik- und Themenvorschläge, Input, Feedback von Dir ist erwünscht! Einfach an raducation@w4eg.de !

Ræducation gibt’s auch auf facebook.

Wir hör’n uns ;-)

In Polen gab es bereits in den letzten Wochen massive Proteste gegen das umstrittene ACTA. Nun wird europaweit für den 11. Februar gegen das Abkommen mobilisiert.

Kurzes Video: Was ist ACTA? -> youtu.be
Allgemeine Informationen: stopp-acta.info
Karte zu den vielen Anti-ACTA Demos in ganz Europa (und vereinzelt darüber hinaus) am 11.02.: maps.google.com

Auch aus Marburg werden sich viele Menschen auf den Weg nach Frankfurt/M zur Demo machen.
Abfahrt: 11.02. (Sa.), 13.35h mit dem RE am Hbf

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