Die zunehmende Ökonomisierung und Privatisierung von Bildung sind weltweite Phänomene, welche auch in den Bildungseinrichtungen vor Ort zu beobachten sind. Im Rahmen des 1. Marburger Forums für Bildung diskutierten am 20. November 2010 rund 50 Interessierte unterschiedliche Facetten zu diesem Thema unter dem Motto “Wa(h)re Bildung”. Continue reading »
Seit dem Entstehen des “Bildungsstreik” treffen sich Aktive aus den lokalen Bündnissen bei sogenannten bundesweiten Vernetzungstreffen ungefähr einmal im Monat, um gemeinsam Proteste zu koordinieren, voneinander zu lernen und sich auszutauschen. Außerdem werden meist die Beschaffung von bundesweiten Materialien und die Pressearbeit ebenfalls koordiniert.
Hier nun die Ergebnisse des letzten Treffens, welches vom 06.-08. August an der TU Berlin stattfand.
Da einige lokalen Bündnisse bei sich nicht die Kapazitäten sehen großartig für Proteste kommenden Herbst zu mobilisieren, wird es keine Aktionswoche oder Aktionstag als “bundesweiter Bildungsstreik” vorerst geben.
Stattdessen werden die lokalen Bündnisse dazu aufgerufen sich an den vielen Protesttagen der Gewerkschaften (eine genaue Auflistung folgt bald) und der “Global Wave of Action for Education” zu beteiligen.
Um gemeinsam Aktionen zu koordinieren und stärker unsere Ansichten kundzutun, habe einige Aktive auf dem bundesweiten Treffen das “Free Education Movement” (FEM) initiiert. Unter diesem Namen können sich Gruppen und Bündnisse zusammenfinden, um gemeinsam diesen Herbst/Winter Aktionen, Proteste und Veranstaltungen in die Öffentlichkeit zu tragen. Verbindendes Element ist die internationale “gemeinsame Erklärung“. Der 17.11. hat sich als möglicher zentraler Aktionstag herauskristallisiert, da dieser Tag auch den “International Students’ Day” markiert und einen Höhepunkt der “Global Wave” darstellen wird. Auch in einigen Städten in Deutschland wird sich bereits auf diesen Tag vorbereitet, so z.B. in Hessen (dezentraler Aktionstag).Außerdem wurden zwei größer angelegte Treffen andiskutiert, bei welchen die “Reflektion” und “Ausarbeitung von Perspektiven” im Vordergrund stehen soll.
Eines davon ist eher für Ende September und das andere für Ende November angesetzt. Sobald es mehr dazu gibt, werden die Einzelheiten auch hierzu bekannt gegeben.

Nachdem nun beim letzten Treffen der Initiative Bildungsstreik Marburg Ideen für die Herbstveranstaltung ausgetauscht wurden, wollen wir nun die Pläne etwas konkretisieren. Dazu treffen wir uns am kommenden Mittwoch um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des AStA Marburg (Erlenring 5).
Alle, die den Herbst mitgestalten möchten, sind herzlich eingeladen ebenfalls am Treffen teilzunehmen.
Mittwoch, 18.08. - 18 Uhr – AStA Marburg
Folgende Email hat die Initiative Bildungsstreik Marburg erreicht. Alle Aktiven und Interessierten sind herzlich eingeladen, am Treffen teilzunehmen und sich einzubringen.
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Hallo bildungspolitisch Interessierte,
Hallo LandesAstenKonferenz, Bildungsstreik, Protestplena, Fachschaften, ASten, Gewerkschaften, Interesierte,
nächsten Dienstag, den 03.08.2010, möchten wir eine zeitliche und inhaltliche Planung für den kommenden Herbst/ das kommende Wintersemester machen.
Das Treffen findet ab 13h in den Räumlichkeiten des AStA Gießen statt (Otto-Behaghel-Str. 25d, auf dem Campus des Philosophikum I, zwischen “Neue Mensa” und “Studentenwerk”).
Am besten einen der Busse Nummer 10, 801 und 802 nehmen, an der Bushaltestelle Rathenaustraße aussteigen.
Das Treffen ist offen für alle Interessierten.
Tagesordnungsvorschlag:
1.) Herbstplanung Bildungsproteste
- Hessen
- Bundesweit
- Global
- Seminarrauswurfkampagne/ Kürzungen
2.) gesamtgesellschaftliche Krisen- und Kürzungstheamtik
- inhaltliche Schwerpunkte
- Aktionen
3.) Vorstellung des stud. Akkreditierungspools
4.) Materialgestaltung und -verteilung
(Ergänzungen erwünscht)
Vergangenen Donnerstag (08.07.2010) kam in der Sendung Monitor ein Beitrag zum Thema Depression bei Kindern und Jugendlichen und inwiefern die Schule dabei eine Rolle spielt.
Ich kann ihn nur weiterempfehlen, zumal er deutlich zeigt, wie sehr der Lesitungsdruck Kinder und Jugendliche schädigt. Das Thema wird leider viel zu selten in der Öffentlichkeit thematisiert. Schließlich muss jede/s selbst zusehen, dass er/sie mitkommt in der Schule.
Zum Beitrag gehts HIER.
Das nächste “große” Planum findet am kommenden Mittwoch (07.07.)
um 18 Uhr im Raum 104 im Hörsaalgebäude statt.
!!! IST AUSGEFALLEN !!!
Dabei wird es hauptsächlich um die Planung für den Herbst gehen. Wir waren uns letztes Mal einig, dass wir lieber weniger dafür aber prominentere Dinge machen wollen. Eine Art Veranstaltung ist angedacht mit inhaltlicher Auseinandersetzung zum Thema Bildung, aber eben nicht nur als Vortrag, sondern möglichst ansprechend für viele Statusgruppen. Wie diese nun aussehen könnte, wollen wir am Mittwoch besprechen. Kommt also zahlreich und bringt Ideen und Vorschläge mit.

“Global Wave of Action for Education”
- Are you ready for it? -
Aktivist_innen weltweit kündigen gemeinsam koordinierte Proteste gegen die zunehmende Kommerzialisierung und Privatisierung öffentlicher Bildung und für freie und emanzipatorische Bildung an. Die “Global Wave of Action for Education” ist geboren! Anfang Oktober beginnt diese mit einem großen Aktionstag in den U.S.A.!
Gestern (16.Juni) haben auf mehreren Kontinenten Menschen durch symbolische Aktionen die “Global Wave of Action for Education” angekündigt.
Die Berichte und Bilder aus den jeweiligen Orten treffen langsam ein. Auch in Marburg gab es eine spektakuläre Banner-Aktion zu diesem Anlass.
Hier noch die Pressemitteilung seitens der “Initiative Bildungsstreik Marburg”. Neben dieser gibt es auch eine “weltweite Pressemitteilung“.
Wer sich für die Situation in anderen Teilen der Welt bezogen auf Bildungssysteme und soziale Bewegungen interessiert kann sich dieses Booklet herunterladen: “Education Activist Movements Worldwide“.
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Pressemitteilung 16.06.2010
Initiative Bildungsstreik Marburg
Globale Aktionswelle für Bildung im Herbst
Aktionstag am 16.06.2010
Ein internationales Netzwerk von BildungsaktivistInnen kündigt für den Herbst 2010 gemeinsame Proteste an. Dazu veranstalten Aktive aus aller Welt am 16. Juni im Zuge des „Day of United Symbolic Actions“ Aktivitäten gegen die zunehmende Privatisierung öffentlicher Bildung.
Marburg, 16.06.2010 – AktivistInnen des Marburger Bildungskreiks demonstrierten am Mittwoch Vormittag mit einem 21m² großen Banner an der Philosophischen Fakultät der Philipps Universität-Marburg gegen die weltweite Privatisierung von Bildung und riefen zur aktiven Teilnahme an der globalen Aktionswelle für Bildung im Herbst 2010 auf.
Das Banner mit dem Spruch „Global Wave of Action for Education – Are you ready for it?“ wurde an einem der Uni Türme angebracht. Das Gesicht stellt die Maske aus dem Comic und Film “V wie Vendetta” dar und soll die Notwendigkeit der Rebellion gegen die bestehen Verhältnisse verdeutlichen (in Anlehnung an den Film) und inspirierend wirken.
Die Aktion fand im Rahmen eines weltweiten Aktionstags statt. Um die Bildung Besorgte in über 15 Ländern und vielen Städten darunter, Manila, St. Petersburg, Dresden, Jakarta, Marburg, Prishtina, Kathmandu, San Juan und Moskau, veranstalteten Aktitionen gegen den zunehmenden Einfluss privatwirtschaftlicher Interessen und eine kontinuierliche Entdemokratisierung von Bildungseinrichtungen. Studierende der Universität von Puerto Rico besetzen ein Universitätsgebäude und nutzen den Raum für die Gestaltung eines umfangreichen Bildungsprogramms. In Russland mobilisieren Eltern und ArbeiterInnen gemeinsam zu Flashmobs und Straßentheater. In Indonesien finden Massenmobilisierungen in mehreren Provinzen statt.
Mutiara Ika, studentische Aktivistin aus Yogyakarta, drückt den Protest so aus: „Der Einsatz für freie Bildung kennt einfach keine Grenzen! Freie und emanzipatorische Bildung für alle ist eine grundsätzliche Voraussetzung für jede Gesellschaft, welche sich als demokratisch versteht“.
Die Proteste wurden unter dem Dach des „International Student Movement“ organisiert. Es bietet eine unabhängige Plattform für zahlreiche Initiativen auf der ganzen Welt. Bereits im Oktober und November 2009 gab es massenhaften Protest gegen die zunehmende Privatisierung öffentlicher Bildung, den “Bologna-Prozess” und die damit verbundenen Probleme, sowie für freie und emanzipatorische Bildung mit uneingeschränktem Zugang für alle!
Pressekontakt:
“Initiative Bildungsstreik Marburg”
e-Mail: united.for.education@gmail.com
Tel.: +49 1522 456 1455 (Mo Schmidt)
Homepage: www.bildungsstreik-marburg.de (lokal)
www.emancipating-education-for-all.org (global)
Das Institut für Politikwissenschaft der Philipps Universität Marburg hat sich mit den vorgeladenen Studierenden der letzten Proteste gegen den Hochschulpakt solidarisiert. Die Erklärung lautet wie folgt:
Solidaritätserklärung des Instituts für Politikwissenschaft
Am Dienstag, den 18.05.2010, fanden sich ca. 600 Studierende nach einer Vollversammlung ein, um gegen den unterzeichneten Hochschulpaktes und die damit einhergehenden Kürzungen spontan zu demonstrieren. Im Zuge der Demonstration wurde die Stadtautobahn kurzzeitig blockiert. Nach 15 Minuten wurde die Blockade friedlich nach Aufforderung der anwesenden Polizeikräfte aufgegeben und die Demonstration zog unter Abfilmen durch die Polizei durch die Nordstadt zurück zum Hörsaalgebäude.
Dort angekommen begann die Polizei willkürlich Personen aus der sich auflösenden Demonstration herauszuziehen und festzunehmen. Insgesamt wurden an diesem Tag vier Personen, unter anderem auch Studierende der Politikwissenschaft vorläufig festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Eine weitere Person wurde im Nachhinein vorgeladen, es gibt keine Garantie, dass es bei den fünf Personen bleiben wird.
Das Vorgehen der Polizei erinnert deutlich an die Repression während der Studierendenproteste 2006. Auch hier wurden einzelne Personen stellvertretend für alle demonstrierenden Studierenden angeklagt.
Die Spontandemonstration der Studierenden ist im Gesamtkontext der Proteste gegen den Hochschulpakt zu sehen, die, wie auf der Demonstration in Wiesbaden verdeutlicht wurde, über eine breite und Statusgruppen übergreifende Solidarität verfügen. Der Protest gegen die Mittelkürzungen ist sehr heterogen, steht aber dennoch für ähnliche Ziele.
Das Institut für Politikwissenschaft stellt sich gegen die Kriminalisierung Einzelner und spricht deshalb seine Solidarität für die Festgenommenen aus.

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