Am 30 November wurde Katharina Krause zur neuen Universitätspräsidentin gewählt.
Die Studierenden sind sich bewusst, dass auch diese Präsidentin
nur in einem bestimmten Rahmen agieren kann, er nicht nur vom faktischen Gesetz sondern auch vom politischen Willen etwa der Landesregierung abhängt.
Frau Krause nahm in ihrer Rede Bezug auf liberale Grundideen, und
versicherte, alle Gruppen an der Universität ohne politische Intention
sachgerecht verwalten zu können. Es steht zu befürchten, dass Frau
Krause in den nächsten Jahren immer wieder Entscheidungen von Gremien wie der KultusmisnisterInnenkonferenz (KMK), sowie der Landesregierung mittels Sachzwang-Argumentation an die Studierenden und die anderen Angehörigen der Universität weiter gibt. Niemand kann sparsam und großzügig sein, wenn er ein 4,5 Millionen-Euro-Haushaltsloch verwaltet.
Anna Schreiber, AStA Vorsitzende, verlas und übergab der neuen Präsidentin in der Senatssitzung die Forderungen der
Verfassten Studierenschaft, beschlossen auf der Vollversammlung am
26.11.2009. Die Forderungen versuchen zum Teil, aktuelle Veränderungen, wie die stärkere Einflussnahme auf die Universität und die weitere Selektion durch Zugangsbeschränkungen für das MasterStudium abzuwenden, versuchen aber auch progressive Entwicklungen vorran zu treiben, so zum
Beispiel die Bindung der Präsidentin an Entschlüsse des Senats und die
Durchsetzung eines Tarifvertrages für Hilfskräfte an der Universität.
Die Präsidentin wurde aufgefordert, bis zum 1, Januar 2010 Stellung zu
den Forderungen zu beziehen. Die Studierenden werden die Schritte von
Frau Krause kritisch betrachten und behalten sich Eingriffe in die
Amtseinführung, Entschiedungen des Präsidiums und den
Universitätsbetrieb vor.
Universität muss demokratisch funktionieren. Das schließt die
Entschiedungskompetenz von Senat, Studierendenparlament und Fachschaften ein, das interessengesteuerte Eingreifen von Staat und Unternehmen allerdings aus.
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