Die Studierendenvertretung der Philipps Universität sowie das lokale Bildungsstreikbündnis in Marburg solidarisieren sich mit den Besetzter_innen in Wien und unterstützen Sie in ihren Forderungen nach einem barrieren-, gebührenfreien und selbstbestimmten Lernen.
Die gestellten Forderungen spiegeln die Probleme von Bildungseinrichtungen auf der ganzen Welt wider. In Europa sind sie u.a. die Folge des sogenannten Bologna Prozesses, welcher Universitäten zunehmend zu Profit orientierten Unternehmen umstrukturiert, sie zueinander in Konkurrenz setzt, mit dem Ziel für den Arbeitsmarkt verwertbare Humanressourcen zu “produzieren”.
Bildung ist keine Ware! Sie soll vielmehr die Menschen dazu befähigen, ihr Umfeld *besser* zu verstehen und sich mit diesem kritisch auseinander zu
setzen. [Eine Gesellschaft ohne diesen Anspruch an ein öffentliches Bildungssystem sollte sich nicht als demokratisch bezeichnen.]
Um dies zu erreichen, sind freier Zugang zur Bildung für alle, Gebührenfreiheit, Selbstbestimmung, Ausfinnazierung der Bildungseinrichtungen, Barrierenfreiheit, Unabhängigkeit von Lehre und Forschung essentielle Voraussetzungen.
Es ist an der Zeit die Selektion und Verwertungslogik des kapitalistischen Systems endlich zu beenden!
Wir fordern das Rektorat der Universität in Wien auf, von einer Räumung abzusehen und die Forderungen der Studierenden umzusetzen.
Weiterhin wünschen wir den Besetzer_innen für ihr Vorhaben Entschlossenheit und viel Durchhaltevermögen und möchten diese darauf hinweisen, dass gut 60 Gruppen in mehr als 20 Ländern mitte November zu der “Education is NOT for $A£? – Global Week of Action” aufrufen! Wir brauchen international koordinierte Proteste! Eure Besetzung und eure politischen Anstrengungen sind erst der Anfang einer neuen Welle internationaler Bildungskämpfe!
Anna vom AStA Marburg für die Studierende der Philipps Universität Marburg
[...] gleich, ob über Facebook, Blogs, Flickr oder Twitter – ein “Schlachtruf” in Richtung Österreich beherrscht derzeit [...]