Liebe Mitkämpfende für ein anderes Bildungssystem,

zunächst: Nach Bildungsstreik und Besetzung heißt: Vor den nächsten Aktionen! Im November findet die Global Week Of Action im Rahmen der Kampagne “Emancipating Education For All” statt, die es schon im April auch in Marburg gab. Darüber bald hier mehr Infos.

Im Moment formiert sich die Bildungsstreik-Gruppe neu, die Informationsstrukturen kommen auf eine andere Grundlage, auch dieser Blog wird sich bis zum Wochenende grundlegend wandeln. Nicht zu vergessen die Bildungsstreik- und Besetzungs- Nachlese: Es werden Presseartikel, Fotos und Radiobeiträge gesammelt um sie hier verfügbar machen zu können. Falls ihr solche Materialien habt, dann gebt doch bitte durch einen Kommentar oder eine Mail an kontakt ät bildungsstreik-marburg de Bescheid!

Auf den letzten Treffen wurden schon Arbeitskreise gegründet, morgen (Mittwoch) wird es um 20 Uhr ein Plenum für alle Interessierten und Aktiven im Philfak-Foyer geben, davor findet um 19 Uhr eine Einführung in Open Access durch das Asta Technik-Referat statt. Bis dahin werden alle Mailinglisten umorganisiert: Die neue Info-Mailingliste wird bewegung ät bildungsstreik-marburg de heißen. Mehr dazu bald hier und per E-Mail.

Wir werden auch den Uni-Mailverteiler für einen Bericht über die Besetzung nutzen, der hier als pdf verfügbar ist. Falls es von eurer Seite noch Berichte über die massive Polizeirepression während der Bildungsstreik-Woche gibt, wären wir über eine Zusendung per Mail (auch an kontakt ät bildungsstreik-marburg de) dankbar.

Heute ist ein sehr interessanter Artikel über den Bildungsstreik auf den nachdenkseiten zu lesen, worin es u.a. heißt:

“Statt sich zu beteiligen, in einem basisdemokratischen Bündnis teilzuhaben und den direkten Diskurs zu suchen, wurden Vorurteile bedient und sich pauschal distanziert. Der Vorwurf des „ideologischen“ Handelns müssen sich konservative Verbände nun wohl oder übel selbst gefallen lassen: denn keine der Prophezeiungen ist eingetreten. Sie haben die größten Bildungsproteste der letzten Jahrzehnte verschlafen. Nie waren Bildungsthemen so in der Öffentlichkeit, selten haben Studierende und SchülerInnen so viel Anteilnahme aus der Bevölkerung und den Medien erfahren. „Wer am Bildungsstreik teilnimmt, ist einfach nur dumm“, ließ der RCDS-Bundesvorsitzende verlautbaren. Man bemerke: dieselbe Person, die vor Populismus im Bildungsstreik warnte. Wenn der Heidelberger RCDS jetzt dazu aufruft, auf die Macht der Argumente und nicht auf die Macht der Aktion zu vertrauen, muss er sich klarmachen, dass den Bildungsstreik gerade die Verbindung von beidem zum Erfolg gemacht hat und gerade das Vertrauen auf die Gesprächsbereitschaft und Offenheit gegenüber studentischen Anliegen, der Grund dafür sind, dass der RCDS keine nennenswerte Erfolge, geschweige denn jemals eine größere Mobilisierung unter Studierenden, vorweisen kann.”

Wer also mit Vorurteilen und Mutmaßungen Politik macht, darf sich nachher nicht wundern, wenn andere ihre Politik selber machen und dabei erfolgreich sind. Konservativ wählen heißt eben auch, rechten Ideologien und mittelalterlichen Denkweisen vor Realismus und zukunftsträchtigem Denken Vorschub zu leisten.

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