Pressemitteilung der G-Gang-Besetzung
Präsident Nienhaus hat in einem offenen Brief an die gesamte Universität mit einer gewaltsamen Räumung des seit letzten Donnerstag besetzten G-Gangs gedroht. Wörtlich heißt es dort: „Die Universitätsleitung wird deshalb die notwendigen Schritte für eine Räumung einleiten. Das setzt rechtlich zwingend voraus, dass Strafanzeige gegen die Besetzer erstattet wird. Die Besetzer riskieren im Falle einer Räumung schwerwiegende Folgen (…)“
Die besetzenden Studierenden zeigen sich verwundert über das präsidiale Schreiben. In einem ersten Verhandlungsgespräch wurden erste Erfolge erzielt. An mehreren Stellen sind beide Verhandlungsseiten aufeinander zugegangen. Folglich formulierten die Studierenden ein abschließendes Kompromisspapier und boten den Abzug bei Erfüllung der Forderungen an. Das Präsidium kündigte jedoch an, keine weiteren Gespräche zu akzeptieren, statt einem einverständlichen Ende des Konflikts zuzustimmen. Damit beweist Nienhaus ein weiteres Mal, dass er nicht zu Kompromissen oder einer friedlichen Beilegung der Konflikte zwischen Studierenden und Universitätsleitung bereit ist.
Die Besetzer_innen des G-Gangs akzeptieren die Autorität des Präsidiums, jedoch nicht die autokratische Art, mit der versucht wird, die Besetzer_innen zu diskreditieren oder sie gegen andere Studierende auszuspielen. Etwaige Vorschriften, an die sich auch die Universitätsleitung nicht immer hält, werden dafür herangezogen.
„Wir fordern von Herrn Nienhaus, endlich seine Blockade-Haltung aufzugeben sowie sich für seine Studierenden und Untergebenen einzusetzen“ sagt Melanie Frei, eine der Besetzerinnen des G-Gangs. „Wir gehen vom Schlimmsten aus“ fügt Andreas Fried hinzu, „denn Nienhaus teilt uns erst spät abends mit, dass er Strafanzeige gegen uns stellen wird.“
Aufgrund der enormen Bedrohungslage sowie der autokratischen Art des Präsidiums werden wir unsere Energie nicht weiterhin in diese Besetzung stecken, sondern uns auf andere Formen des Protests besinnen. Daher werden wir im Laufe des morgigen Tages die Besetzung räumen. Die Entscheidung, ob es zu einer Eskalation kommt, liegt damit bei Herrn Nienhaus, der hiermit aufgefordert ist, keine Gewalt anzuwenden.
Mit freundlichen Grüßen,
Melanie Frei & Andreas Fried
Kurzinfo & Hintergrund:
Seit vergangenem Donnerstag den 18. Juni 2009 halten über 100 Studierende der Universität Marburg im Rahmen des Bildungsstreiks einen Teil des politikwissenschaftlichen Instituts der Universität Marburg besetzt.
Sie setzen sich für bessere Studienbedingungen, eine grundsätzlich demokratische Struktur der Hochschule und eine bessere Ausstattung der Fakultät ein.
Kontaktmöglichkeit:
Pressestelle Besetzung G-Gang Melanie Frei & Andreas Fried Telefon: 015120476928
Email: ak-presse@bildungsstreik-marburg.de
“Etwaige Vorschriften, an die sich auch die Universitätsleitung nicht immer hält, werden dafür herangezogen.”
Was ist das denn für eine Argumentation? Ihr könnt’ doch nicht einfach behaupten, dass die Universitätsleitung sich gegen Vorschriften stellt und nicht einen einzigen Beleg dafür vorlegen. Selbst wenn sich die Univerwaltung gegen Vorschriften stellt, was schlimm genug wäre, ist dies kein Argument dies grundsätzlich zu tun.
Geht doch…
Sicherlich habt ihr in einigen Punkten, was die Kritik an Nienhaus angeht recht, allerdings müss man unumwunden zugeben, dass er durchaus gelernt hat. Ein solches Communique wie gestern Abend hätte es früher (TM) gar nicht gegeben, er hat allerdings klevererweise dieses Mal im öffentlichen Raum der Universität argumentiert und -bei allen weiterhin existierenden Mängeln- den BesetzerInnen einen Rückzug erhobenen Hauptes ermöglicht. Ich finde Eure Entscheidung weise, die Besetzung ist ein Erfolg gewesen und hat es geschafft überregional auf Problemlinien aufmerksam zu machen, einige Dinge sogar zu erreichen.
Der Kampf geht weiter, mit veränderten Mitteln,
Für Solidarität und für freie Bildung!!
Verhandlungen mit dem Direktorium gescheitert!…
Die Verhandlungen der BesetzerInnen und VertreterInnen der Studierendenschaft mit dem Direktorium des Instituts für Politikwissenschaft sind heute mittag ergebnislos geendet. Die ProfessorInnen könnten sich nicht auf die Minimalanforderungen der Bese…
Es ist beschämend, dass ihr Kommentare löscht, das ist traurig…
was heißt denn “morgen”, der bericht ist am 25. reingestellt?
wenn wirklich morgen, also freitag, wäre heute abend aber mal ne party angesagt!
@hu: party is bei uns immer angesagt
aber geräumt wird tatsächlich heute, mit einer Spontandemo und einer kleinen Aktion. Kommen und Schlafsack mitbringen!
@alter hase: gelöscht wird hier nichts, zumindest von meiner seite aus. sonst wären hier etliche kommentare (die beleidigungen darstellen) gelöscht.
@anne: die vorschriften werden von der verwaltung herangezogen um uns zu schaden und unsere forderungen zu diskreditieren (brandschutz über alles?!). inwiefern die verwaltung selbst vorschriften bricht kann ich persönlich nicht beurteilen. jedenfalls waren in der vergangenheit abmachungen mit dem präsidium oft schall und rauch.
@Jonas: Die Verwaltung will Euch nicht schaden und Eure Forderungen nicht diskreditieren, sie handelt nach vorgeschriebenen Gesetzen, ansonsten macht sie sich strafbar. Würde ich zum Beispiel in die Bibliothek gehen und es bräche ein Feuer aus und ich würde dabei Verletzungen davon tragen, weil die Fluchtwege versprerrt waren, könnte ich Euch und auch die Uni auf Schadensersatz verklagen. Darum geht es! Außerdem garantiert ein Eingang über ein Fenster in keinster Weise die Barrierefreiheit und ist deshalb in hohem Maße diskriminierend. Aber das scheint nicht zu interessieren, es geht ja um die große und ganze Sache, da müssen eben mal alle zurückstecken und außerdem ist das auch die Legitimation, dass man einfach mal Dinge in die Welt setzen die nicht einmal belegbar sind.
@ Jonas: “party is bei uns immer angesagt
aber geräumt wird tatsächlich heute, mit einer Spontandemo und einer kleinen Aktion. Kommen und Schlafsack mitbringen.”
Was hat politischer Protest mit Party machen zu tun? Das macht Euch in keinster Weise glaubwürdiger!
Das Bildungssystem und die Universität gehören überarbeitet! Das ist so und kann nicht abgesprochen werden. Aber die Forderung nach einer Mittagspause ist lächerlich. Inhaltlich wird in 2/3 aller Seminaren an der Uni nur Murks fabriziert, der keine Erkenntnis beinhaltet. Von der Seminarleitung und auch von den Studierenden kommen nur schwache Leistungen. Die guten, richtigen, wichtigen, schweren Argumente werden nicht erkannt und nicht ausgesprochen. Der Forderungskatalog gleicht einem spontanen Brainstorming “Was soll anders’ werden?”. Ich finde das Schade. Zumal das Mittel der Durchsetzung nicht wirklich vorteilhaft ist.
geht doch einfach nach hause, es interessiert NIEMANDEN was ihr da macht und ihr behindert eure mitstudenten mit eurer S***** blockade. und dann noch in der phil-fak rauchen, das ist ja wohl der gipfel der frechheit. jetzt habt ihr eure story die ihr euren kindern erzählen könnt – um mehr gehts doch nicht…
@anglist: na schön dass es dich interessiert – sonst wärst du ja kaum auf die seite hier gekommen
@anonymus: der forderungskatalog wurde mit fachschafts- und astavertretern ausgearbeitet. es wäre schön wenn du deine kritik in der fachschaft oder sogar beim referat für hochschulpolitik äußern würdest. es gibt tatsächlich viele dinge die sich ändern müssen, das problem ist immer die durchsetzbarkeit und die formulierung.
@anne: politische protest muss spaß machen, sonst hat bald niemand mehr lust drauf. wie ernst uns die sache trotzdem ist, kann an verschiedenen texten hier und anderswo eingesehen werden, oder auch daran, dass sich leute nächte um die ohren schlagen um ihre uni selbst zu gestalten. viel fleiß und schweiß fließt hier…
zur verwaltung: natürlich, gesetze sind dazu da um befolgt zu werden. manchmal kann es eben auch helfen gesetze vorzuschieben. es ist eben einige politische erfahrung nötig um das beurteilen zu können. diskriminierend ist der eingang hier nicht, da auch menschen mit behinderung oder höheren alters auf mithilfe beim ein- und ausstieg zählen können (und das auch nutzen).
IHR KÖNNT NACH HAUSE GEHN IHR KÖNNT NACH HAUSE GEHN IHR KÖNNT IHR KÖNNT – IHR KÖNNT NACH HAUSE GEHN
oder sonstwohin, hauptsache weg
yeah yeah yeah! endlich wieder ein gemütliches bett
“hauptsache weg” – ist das der versuch menschen rauszuwerfen, abzuschaffen oder noch schlimmeres zu tun? sowas gabs doch in unserem land schonmal…
“sowas gabs doch in unserem land schonmal…”
jonas, das ist sowas von dümmlich…
… den Vergleich hättste Dir schenken können …
Los, alle zur PhilFak kommen !
Der freiwillige Abzug ist auf jeden Fall die vernünftigste Lösung. Ab jetzt wird halt alle Energie auf andere Ebenen verlagert.
Die Kritik, die durch Partyaktionen ausgelöst wird, ist leider nicht ganz zu übersehen. Mehrere Studierende solidarisieren sich mit den BesetzerInnen und finden auch die Forderungen gerechtfertigt. Allerdings delegitimiert sich der Protest in deren Augen in dem Moment, wo Party in der PhilFak gemacht wird. Ich kann euch vollkommen verstehen und weiß, dass viel mehr Zeit in politische Arbeit investiert wird und finde “Partymachen” auch nicht unangebracht… nur sollte mensch überlegen, wie es bei den Mitstudenten ankommt, wenn gesagt wird: “Ey die Besetzer machen in der PhilFak Party und haben alle Wände beschmiert…”
Der Protest geht weiter, stay united !
Wurde auch Zeit.
Ja genau, holt die Nazikeule raus. hab ich eh schon drauf gewartet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz
Cheers…
konstruktiv:
ich würde es tiefstapelnd aber bestimmt klar und laut darstellen, dass die frage der anwesenheitspflicht gekippt wurde und dass es dafür keine rechtliche Grundlage gegeben hat, sprich Menschen, die Seminare in den letzten 3 Jahren im BA PolWis verlassen mussten wg Fehlstunden rechtliche Schritte erwägen könnten. An diesem einen Punkt kann sehr gut dargestellt werden, wie Dinge in der Uni ablaufen: Niemand der Verantwortlichen hat in die rechtlich bindenden Prüfungsordnungen geschaut, auch Frau Westle sagte ja im Gespräch, ihr wurde bei ihrem einstieg gesagt, das sei hier so. frau koch baumgarten argumentiert in vls/seminaren ebenso, weitere auch. D.h. hier wurde auf nicht existenter rechtlicher basis eine regelung um und durchgesetzt, und niemand hat sich rückversichert, das ist eine Katastrophe, das sollte laut und deutlich artikuliert werden. Wenn an dieser Stelle die Universitätleitung und die Fachbereich so unfähig sind, da graut es mir beim Brandschutz
bzw. tausend anderen Themen…
Naja, Hauptsache alles schön beschmiert und Krawall gemacht!
Wenn ihr schon universitäre Gebäude beschmutzt und, entschuldigt den Ausdruck, versaut, warum zahlt ihr dann nicht, um den Schaden wieder wegzumachen?
Vielen Dank und auf Wiedersehen..
Allen Besetzern spreche ich meine Solidarität aus – macht weiter so und gebt nicht auf!
Bilanz unter anderem: eine komplett vollgeschmierte Phil-Fak. Euch sollte man strafrechtlich zur Verantwortung ziehen! Ihr predigt Renovierung und bessere Studienbedingungen und beschmutzt die ganze Fakultät mit eurer Steinzeit-Kommunisten-Propaganda (Für den Kommunismus! Attack Germany!! ACAB!!)… sehr konsequent!
Und bevor jetzt wieder was kommt, das ist keine Beleidung, sondern eine nüchterne Feststellung! Das hier noch dazu mit der Nazi-Keule geprügelt wird, ist nur das Sahnehäubchen, das natürlich nicht fehlen durfte!
GEGEN DEUTSCHLAND UND FÜR DEN KOMMUNISMUS!
@ Normaler_Student: /signed
Die größte Sauerei ist mMn aber, dass die Besetzer – Entschuldigung, die Freiheitskämpfer_Innen – auch noch bahaupten, im Namen der gesamten Studenten des FB03, wenn nicht der ganzen Uni oder Welt, gesprochen zu haben. Dabei gab es keinerlei Mandat der Studenten, diesen Hausfriedensbruch zu begehen. Davon, dass die Forderungen völlig an den Forderungen und Problemen der meisten Studenten vorbeigehen, ganz zu schweigen – diejenigen, die wirklich studieren und etwas erreichen wollen (zu denen die Besatzer offensichtlich nicht gehören), interessieren Anwesenheitslisten überhaupt nicht, von Fahrrädern für die Hausmeister in einem Gebäude, in dem man von einer zur anderen Seite 5 Minuten braucht, ganz zu schweigen. Man hätte schon Donnerstagabend räumen sollen, dann wäre Ruhe im Puff gewesen und vielen Studenten wären viele Einschränkungen und Probleme der letzten Woche erspart geblieben. Schade drum.
Zum Thema Brandschutz und Universität vielleicht nicht uninteressant:
http://www.op-marburg.de/newsroom/lokal/dezentral/lokal/art655,889871
ja, ja manches kann man verantworten und manches eben nicht!
Und für die, die sich so über die “Schmierereien” aufregen, ihr fandet doch nicht im Ernst den G-Gang vorher hübscher?!
Schade, dass ihr aufgeben musstet!
Was bleibt ist auf jeden Fall eine gute Aktion, die ein dickes Zeichen gesetzt hat.
Weiter so
Jaja, sehr differenziert betrachtet, normaler Student. Da fällt mir einfach nichts mehr ein. Warst du vor Ort? Hast du dich mal mit den “Steinzeit-Kommunisten” unterhalten? Oder haben dir die Sprüche nicht nur deine Studiensituation verschlechtert, sondern auch noch so in den Augen wehgetan, dass du da nicht hin konntest? Du Armer, Normaler!
Warum werden eigentlich Insititutswände mit Linksterrorismusverherrlichenden Sprüchen beschmiert? “Holger, der Kampf geht weiter!” Ihr wollt’ Demokratie und verherrlicht aber mit solchen Zitaten Gewalt. Gleichzeitig kritisiert ihr Gewalt, sobald sie vom Staat kommt. Bemerkt ihr eigentlich nicht Eure widersprüchliche Haltung? Seid ihr gleicher als die anderen? Gelten für Euch andere Regeln? Und wenn ihr jetzt wieder argumentiert der Staat ist ja so repressiv und deswegen gehen wir mit den gleichen Mitteln vor, kann ich Euch nur sagen, gleiches muss nicht immer mit gleichem vergolten werden.
Könnt’ Ihr eigentlich auch mal innovativ sein und müsst nicht auf Sprüche einer Generation zurückgreifen die jetzt fett in ihren Chefsesseln sitzen und einem bürgerlich geregelten, dem konsum nachgehenden Leben nachgehen? Die 68er Bewegung ist tot. Und das schon sehr, sehr lange!
Hallo Marburg!
Tapfer, tapfer – meine Anerkennung für Euren anhaltenden tapferen Protest. Und auch wenn hier in den Kommentaren die kontroverse Auseinandersetzung unsachlich wird, hoffe ich, daß vor Ort eine konstruktive Auseinandersetzung im Rahmen der Protestkultur möglich ist. Laßt Euch nicht unterkriegen, bleibt besonnen und streitet weiter! In Solidarität, R.
@t:gas l: Das ist Popkultur und Lifestyle, aber keine Prostekultur!
Ich finde es gut, dass sich die Aktivisten hier wenigstens für etwas einsetzen und was tun, und es nicht beim allgemeinen Jammern belassen.
Unglücklich finde ich allerdings allerdings das Abrutschen in Polemik – ich habe in der Stellungnahme der Unileitung keinerlei Hinweis auf eine ‘gewaltsame’ Räumung o.ä. gelesen. Dort stand lediglich geschrieben, dass man eine polizeiliche Räumung in Erwägung zieht.
Diese Ankündigung mit eben jener von Gewalt gleichzusetzen, ist eine ziemlich wackelige Angelegenheit, deren Sinn & Zweck fraglich ist.
Kann nur Anne nur recht geben… Gut das es vorbei ist!
Ich möchte vermuten, dass 3/4 der Leute, die hier schreiben nicht einmal vor Ort waren…dann fällt es natürlich immer leicht sich zu beschweren. Man hätte sich ja auch durchaus kritisch einbringen können im Plenum…
Sich in einem Plenum voller Linksradikaler “kritisch einbringen” erzeugt meistens die selben Resultate wie das Verteilen von Bibeln in Mekka…
In solchen Gruppen gilt Meinungsfreiheit nur für diejenigen, die nicht querschießen. Das sind dann wahlweise Reaktionäre, Nazis, Unterdrücker, Bonzen oder Wirtschaftshuren (Zutreffendes bitte ankreuzen). Abgesehen davon waren viele mit Arbeit und Studium (!) wohl schon genügend ausgelastet und hatten weder Zeit noch Lust, an solchen kindischen Aktionen teilzunehmen.
Wie die Leute dort wirklich getickt haben (und es wahrscheinlich noch immer tun) kann man an den bereits zitierten Schmierereien (“Für den Kommunismus”) gut erkennen. Interessant, dass diese totalitäre Ideologie, die die mit Abstand meisten Menschenleben auf dem Gewissen hat, noch so eine Anziehungskraft auf (nach eigenen Angaben) “intelligente und aufgeklärte” Menschen ausübt.
Interessant – und beunruhigend.
Ich kann Mousse au Chocolat nur recht geben! Im übirgen stimme ich in Teilen MadMax zu, dass es wahrscheinlich kaum Sinn macht eine kritische Auseinandersetzung mit Studenten zu führen die den Linksterrorismus verherrlichen und Ideologien nachgehen deren Auswüchse erwieserenermaßen politisch Andersdenkende und Menschen verschiedener Religionen verfolgt, misshandelt und getötet und Systeme des Unrechts und der Gewalt hervorgebracht haben.
Ich dreh mich im Grab rum.
@MadMax:
Man merkt deutlich das Du weder vor Ort noch gestern in der Vollversammlung warst. Nirgendwo ist jemand unterdrückt worden. Ganz im Gegenteil sind auch “Gegner” der Besetzung zum KONSTRUKTIVEN Dialog eingeladen.
Unabhängig davon, dass Du neben Arbeit und Studium ja offensichtlich Zeit findest, dich hier so überaus konstruktiv zu äußern, ist es sicher richtig dass die Auslastung vieler Menschen in dieser Gesellschaft eine fundierte außeinandersetzung mit unterschiedlichsten politischen Problemen und Thematiken nicht zulässt. Schlimm genug.
Umso erstaunlicher und anerkennenswerter dass es trotzdem Menschen mit vollem Einsatz tun.
Ich bin mir sicher das keiner der Menschen im G-Gang sich die Verbrechen bestimmter Regime zu eigen machen will. Dass Du diesen Kontext herstellst und diese Unterstellung bringst, entbehrt sicher jeder Grundlage, aber bleibt natürlich Dir selbst überlassen.
Wobei mich auch nicht wundern würde, wenn Du, der seine Polemik und Vorverurteilungen ja auch nicht grade versteckt, öfter Anfeindungen erlebt hast. Aber dass ist dein Problem und nicht dass irgendeiner Gruppe Menschen, die sich für ihre Anliegen einsetzen.
Gruß aus Marburg
Hallo Leute!
Jetzt muss es einfach mal raus: Warum studiert ihr eigentlich? Um euch auszupennen? Mal im Ernst! Mittagspause, 2 Stunden? Wann wollt Ihr eigentlich mit dem Studium fertig sein, wenn Ihr den ganzen Tag Kaffee sauft und Schrott labert? Und zu den Anwesenheitslisten: Es gibt auch Fernunis, wenns euch nicht passt! Wenn Ihr zu den lächerlichen 20 SWS, oder was Ihr da habt, eben hin müsst, habt Ihr immer noch genug Zeit um euch volllaufen zu lassen und noch mehr Schrott zu labern und vor allem: Zeit um auf dumme Gedanken zu kommen!! Im Berufsleben ginge das nur mit Hartz 4! Etliche Menschen arbeiten wöchentlich 38-40 Stunden, ohne sich zu beschweren! Seid froh, dass Ihr lernen dürft! Kritik an den Sparmaßnahmen der Uni etc. finde ich sinnvoll, jedoch muss es nicht in Sachbeschädigung oder schwachsinnigen (steuergeldverschlingende => Polizeieinsätze etc.) Blockaden enden. Es gibt eben immer Vollspacken, die meinen sie wären das Gesetz!
So, jetzt heult Ihr euch wahrscheinlich wieder aus und sagt es ist alles falsch und Quatsch, was der Alex da erzählt. Was sage ich dazu: Kann sein! Ich möchte nur schildern, wie diese Aktion auf mich wirkt! So, und jetzt könnt ihr wieder Kaffee oder Bier saufen und jedem hier erzählen wie scheiße doch Pharmaziestudenten sind!
In diesem Sinne ein schönes Wochenende!
auf alle fälle würde ich dafür plädieren eine strafanzeige gegen die besetzer durchzuziehen, und die kosten der schmierereien von denen tragen zu lassen…
denn die kosten für die schäden, sollten nicht zu lasten der restlichen studierendenschaft sein, die gegen den protest von diesen linkspopulistischen chaoten waren…
@ Benny: Klar, wenn ganz groß “Für den Kommunismus” an die Wand gekritzelt wird, hat das natürlich überhaupt nichts mit dem Kommunismus zu tun.
Im Übrigen stimme ich ZZZ zu. Man sollte der Fachschaft oder dem AstA (oder namentlich bekannten Vertretern der Besatzer) die Kosten aufbürden oder sie verpflichten, den Mist wieder sauber zu machen. Man stelle sich vor, jemand würde “Lang lebe das heilige Deutschland” an die Wand der Philfak schmieren. Der ganze Bau würde wahrscheinlich von irgendwelchen Linksextremisten in Brand gesteckt. Aber wenn man krude linke Propagandasprüche, die seit Jahren keinen normaldenkenden Menschen – sorry, ich meinte natürlich keine(n) normaldenkende(n) MenschIn – hinter dem Ofen hervorlockt, an die Wand schmiert, dann ist das eine “innovative Aktion” oder wie ihr eure Gesetzesbrüche auch immer bezeichnet.
Ich find´s super, wenn die Wände beschmiert werden. Dadurch muss die Uni Gelder fürs Putzen aufbringen, das an anderer Stelle fehlt -> schon gibt es wieder einen “Streik”-Grund.
Eigenen Bedarf schaffen – ein schönes kapitalistisches Konzept.
@Jott:
Wenn es wenigstens so wäre.. Aber die Propaganda wird da noch stehen, bis die PhilFak dann endlich mal abgerissen wird…
Ich war einmal vor Ort (ca. 5 Min, mehr hat’s nicht gebraucht) und was das “Diskutieren” mit euch Linksextremisten angeht weiß ich ja wie “sinnvoll” das ist (schöner Vergleich mit den Bibeln in Mekka, @MadMax).
Und wie Alex schon mal gesagt hat: WAS ZUM HENKER wollt ihr später im Beruf machen?! Besetzt ihr dann die Bürokantine, um gegen den autokratischen Chef zu demonstrieren? Andere Leute in unserem Alter sind schon seit mehreren Jahren mitten im Berufsleben – 8 Stunden jeden Tag. Aber ihr beschwert euch über Anwesenheitslisten, weil man dann ja quasi gezwungen wird, die vier Veranstaltungen die Woche zu besuchen.
Wenn man euch sieht, weiß man warum es uns – trotz “Krise” immer noch viel zu gut geht!
liebe leute,
u.a. steht die idee im raum, rechtsradikale sprüche über malereien in der philfak anzubringen oder der uni geld durch eigene streicharbeiten zu sparen (weißeln) oder aber selbst eine bürgerwehr zu gründen die polizeieinsätze überflüssig macht. solange ihr nicht nur kommentare schreibt sondern selbst aktiv werdet ist das doch klasse!
gerne könnt ihr selbst strafanzeige gegen die besetzer_innen stellen: http://www.polizei.hessen.de/internetzentral/nav/71c/71c70ee1-825a-f6f8-6373-a91bbcb63046.htm6 (gerichtsurteile markieren gesetzesbrüche im rechtsstaat!)
falls weitere bedürfnisse nach provokation bestehen: wir sind offen für alles
wenn ihr nicht aktiv werdet dann übernehme ich auch gern weiterhin den part der 80-stunden-woche
falls ein bedürfnis nach weiter gehender beschäftigung mit terrorismus besteht, empfehle ich zB einen zeit-artikel: http://www.zeit.de/online/2007/33/mg-offener-brief
alternativ könnte mensch sich auch mit dem regime pinochets in chile auseinander setzen oder mit dem reiseziel ägypten (zB im buch des renommierten pullitzer-preis-trägers l. wright).
wer sich mit dem begriff der “gewalt” beschäftigen will, der sei gern auf den bpb-artikel http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=VA7HHE verwiesen oder auf folgendes video http://www.youtube.com/watch?v=UL6MAeFy42I
weiterhin mit viel spaß bei der sache, jonas
ps: Übrigens: eigentlich bleibt nur noch zu sagen: don’t feed trolls! (http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur))
bzw. tausend anderen Themen…”
leute die hier auf der basis von vorurteilen und spekulationen schreiben sollte nicht die ehre einer antwort zuteil werden
pps: “ich würde es tiefstapelnd aber bestimmt klar und laut darstellen, dass die frage der anwesenheitspflicht gekippt wurde und dass es dafür keine rechtliche Grundlage gegeben hat, sprich Menschen, die Seminare in den letzten 3 Jahren im BA PolWis verlassen mussten wg Fehlstunden rechtliche Schritte erwägen könnten. An diesem einen Punkt kann sehr gut dargestellt werden, wie Dinge in der Uni ablaufen: Niemand der Verantwortlichen hat in die rechtlich bindenden Prüfungsordnungen geschaut, auch Frau Westle sagte ja im Gespräch, ihr wurde bei ihrem einstieg gesagt, das sei hier so. frau koch baumgarten argumentiert in vls/seminaren ebenso, weitere auch. D.h. hier wurde auf nicht existenter rechtlicher basis eine regelung um und durchgesetzt, und niemand hat sich rückversichert, das ist eine Katastrophe, das sollte laut und deutlich artikuliert werden. Wenn an dieser Stelle die Universitätleitung und die Fachbereich so unfähig sind, da graut es mir beim Brandschutz
ppps: ein einfacher text über faschismus: http://www.dir-info.de/dokumente/def_faschisten.html
@Jonas: Ich habe nie behauptet, dass ihr Linksterroristen seid, aber mit Sprüchen wie “Holger, der Kampf der geht weiter!” muss ich einfach davon ausgehen, dass ihr mit der RAF sympathisiert ohne darüber nachzudenken, wieviele Opfer diese Gruppierung auf dem Gewissen hat. Solche Sprüche sind reinste Polemik, haben aber nichts mit einer sachlichen Auseinandersetzung mit politischen Themen zu tun.
liebe leute,
es ist klar, dass wenn jemand heute wände bemalt es nur die chaoten gewesen sein können. und wenn jemand morgen ein rotes sternchen auf nen tisch malt warns die schmarotzer! homogenität ist ein wunderbarer vorwurf, weil nur durch anwesenheit nachprüfbar.
weiterhin herzlich,
jonas
Zitat Jonas: “oder der uni geld durch eigene streicharbeiten zu sparen (weißeln)”
Wäre zumindest mal etwas, was wirklich allen zu Gute kommt. Anstatt irgendwelche Flure zu blockieren.