Liebe Mitkämpfende für ein besseres Bildungssystem!
In den letzten 2 Tagen gab es viel Ärger mit der PolBib bei der Besetzung des G-Gangs. Wir können nur ausdrücklich darauf verweisen, dass nicht wir die Bibliothek im G-Gang blockieren, sondern die Uni-Verwaltung.
Wir wollen niemanden daran hindern sein/ihr Studium fortzusetzen! Wir lassen Dozierende herein, die Unterlagen für ihre Prüfungen brauchen, auch Seminare können während der Besetzung in G12 stattfinden. Wir arbeiten mit dem Personal der Uni zusammen, um einen reibungslosen Betrieb der Bibliothek und der anderen Einrichtungen zu gewährleisten. Das Präsidium, insbesondere Präsident Nienhaus, will die legitimen Forderungen der Besetzung nicht anerkennen und vielmehr Studis gegen Studis ausspielen. Die Kompromissbereitschaft von Seiten der Verwaltung ist weiterhin gering, vor allem in Bezug auf demokratische Strukturen an der Uni – auch wenn schon kleine Erfolge erzielt wurden. Um die Verhandlungen nicht zu stören, werden wir keine weiteren Informationen veröffentlichen (die aktuellen Forderungen ohne die Modifikation durch die Verhandlungen werden bald als pdf abrufbar sein). Solltet ihr weitere Fragen haben, dann kommt einfach vorbei, wir werden versuchen euch zu helfen.
Nicht nur das Präsidium, auch einige andere Menschen werfen uns gern vor, dass die G-Gangbesetzung von einer studentischen Minderheit ohne Bezug zur studentischen Basis getragen würde. Rückwirkend könnte gefragt werden, inwiefern die präsidiale und professorale Politik demokratisch verfasst ist – wir wissen jedoch alle von der Diktatur des Präsidiums und der fehlenden (universitären) Legitimierung der Hochschulpolitik. Der G-Gang wird von verschiedenen Menschen aus verschiedenen Fachbereichen besetzt, ein Großteil davon selbstverständlich Politikwissenschaftler_innen. Auch eine studentische Mehrheit steht hinter uns: Fast alle Studis die vorbei kommen, solidarisieren sich mit der Besetzung und ihren Zielen.
Das zeigt sich auch ganz offensichtlich an den Abenden, die viele Studis statt in der Kneipe, im Kino oder in der Disco in ihrer Uni verbringen, um dort an Arbeitskreisen, Lesungen oder Kulturveranstaltungen teilzunehmen. Am Sonntag gab es den Workshop „Geschichte des Politik-Instituts in Marburg“, am Montag um 9 Uhr „Kritische Theorie bei Horkheimer“, um nur zwei der Workshops zu nennen. Die Verhandlungen nehmen zwar einen großen Teil der Zeit weg, samt den Plena zur demokratischen Beschlussfassung, die im Moment zweimal täglich stattfinden, jedoch bleibt trotzdem noch etwas Zeit für ein ausführliches Kulturprogramm: Gestern war Karamelo Santo im PhilFak-Foyer, eine argentinische Mestizo-Rock-Band, die letztes Wochenende auf dem Großfestival „Hurricane“ vor 10000 Menschen gespielt haben und nächstes Wochenende auf dem Fusion-Festival spielen (s. Video ganz unten). Am Sonntag waren verschiedene Liedermacher sowie eine Harfenspielerin im G-Gang, und heute steht eine offene Lesebühne auf dem Programm.
Zum Informationsfluss: Es ist ein SMS-Verteiler eingerichtet, auf den mensch sich vor Ort eintragen lassen kann, auf dieser Seite kann mensch sich in die beiden Infoverteiler bildung-für-alle oder bildungsstreik eintragen. Zusätzlich existiert weiterhin diese Bildungsstreik-Homepage (wir versuchen, sie ständig aktuell zu halten), auch auf der Fachschaft Politik Seite sowie der Asta-Seite sind immer wieder neue Infos zu finden.
Die neueste Pressemitteilung wird auch bald hier zu finden sein.
PS: Es sind immer wieder Gerüchte im Umlauf, der Präsident würde eine Räumung des G-Gangs anstreben. Wir lassen uns von diesen Gerüchten nicht beunruhigen, da nicht nur die Presse dauernd über uns berichtet (neu: hr-online mit Audiobeitrag der schon im Radio gesendet wurde), sondern sich auch der Oberbürgermeister Marburgs Vaupel mit uns solidarisiert hat.
Ich hoffe, dass der Laden bald mal geräumt wird. Hätte man schon Freitagmorgen machen sollen, dann hätte es ein bisschen Gejammere gegeben und gut. So haben viele Studenten eine Woche verloren. Ihr könnt so oft betonen, dass ihr die anderen nicht behindern wollt, aber ihr nehmt es mutwillig in kauf. Von den lächerlichen Forderungen mal abgesehen.
Wer nicht bereit ist über seinen Horizont hinaus zu schauen, muss eben ein Gefangener des Systems bleiben. Solche unreflektierten Kommentare sind wirklich verabscheuungswürdig. Aber da sie eh nur zu einer Minderheit gehörig ist, rege ich mich nicht weiter auf und freue mich mit den Besetzer*innen über die bereits durchgesetzten Forderungen und der großen Solidarität der Studierendenschaft und der Mitarbeiter*innen der Universität!
Große Solidarität? Wo denn? In Bangladesh? Und welche Forderungen wurden denn bereits durchgesetzt? Das Dienstfahrrad für den Hausmeister?
Vielen Dank für den tollen Bericht und die Aktualisierungen, bitte weiter so!
hey leute, habt ihr eine art programm, wann ihr welche workshops o.. macht? würde da auch gerne kommen, kann nur nicht die ganze zeit im ggang sein, da noch ein paar referate nächste woche anstehen
solidarische grüße
Hallo – mir (62, Journalist) geht das Herz auf, wenn ich eure Aktionen verfolge, wenn ich das Gefühl habe, hier lassen sich Studenten/Schüler nicht einordnen ins Heer der “unsozialen Egoisten” (SZ), die nur an ihre eigene Karriere denken. Bei mir sind es gut 40 Jahre her, aber auch wir haben uns damals nicht erschrecken lassen, haben gegen den Vietnamkrieg und vor allem die verkrustete konservative Politikerkaste der (Nach?)Nazizeit in Deutschland Widerstand geleistet. Und waren wir nicht erfolgreich? Hat sich nach den 68ern unsere Gesellschaft nicht verändert, wenn auch nicht so grundlegend, wie wir es erhofft hatten? Doch, sie hat. Lasst euch nicht einschüchtern – im Leben zählen mehr als Anpassung und Egoismus. Peter Sloterdijk spricht vom Zorn in unserer Zeit, von der Wut, die man nicht verlieren darf. Beherzigt das und macht weiter. Gratulation aus dem deutschen Süden (der leider längst nicht mehr so wild ist, wie es die SWR-Radiowerbung Glauben machen will).
@anna: komm vorbei! wir haben ein programm, dass wir aber nicht hier hochladen, wär zu viel arbeit (wir müssen ja auch irgendwann studieren).
@all: eigentlich bleibt nur noch zu sagen: don’t feed trolls! (http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur))
leute die hier auf der basis von vorurteilen und spekulationen schreiben sollten nicht die ehre einer antwort zuteil werden
@Jonas: das Hochladen des Programmes dauert ja genau so lange wie das Schreiben des Comments. Wenn ihr kein Programm habt, dann sagt es doch. Und das mit den Studieren, nimmt euch Gammelstudenten doch eh keiner ab.
Ihr macht euch einfach nur lächerlich… Wenn man sich nur mal die Meinung des größten Teils der restlichen Studierenden anhört, merkt man schnell dass der Großteil hofft, dass der ganze Mist von euch baldig aufgelöst wird! Würde die große Maße der Studierenden hinter euch stehen, würden viel mehr Leute mit bei der Besetzung dabei sein… Aber wie schauts aus? Ihr seid nur ein kleiner Haufen Chaoten, die nur weil sie Studenten sind denken sie müssten wie in den 68ern demonstrieren, randalieren, weils Spaß macht… und nebenbei noch ne ganze Menge linkspopulistischen demagogischen Mist erzählen und fordern…
Ich will nur an die Uni-Verwaltung appelieren, dass bald mal was getan werden sollte um den Studienbetrieb wieder problemlos laufen zu lassen…
Verhandlungen mit dem Direktorium gescheitert!…
Die Verhandlungen der BesetzerInnen und VertreterInnen der Studierendenschaft mit dem Direktorium des Instituts für Politikwissenschaft sind heute mittag ergebnislos geendet. Die ProfessorInnen könnten sich nicht auf die Minimalanforderungen der Bese…
Verhandlungen mit dem Direktorium gescheitert!…
Die Verhandlungen der BesetzerInnen und VertreterInnen der Studierendenschaft mit dem Direktorium des Instituts für Politikwissenschaft sind heute mittag ergebnislos geendet. Die ProfessorInnen könnten sich nicht auf die Minimalanforderungen der Bese…
@W: na dann komm doch mal vorbei und schau wie viele Leute trotz stressigen Studiums und vieler anderen Aktivitäten hier sind…
Übrigens: eigentlich bleibt nur noch zu sagen: don’t feed trolls! (http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur))
leute die hier auf der basis von vorurteilen und spekulationen schreiben sollte nicht die ehre einer antwort zuteil werden