Seit drei Tagen ist das politikwissenschaftliche Institut (G-Gang) der Uni Marburg besetzt. Wir lassen uns nicht einschüchtern und verfolgen weiterhin unsere Forderungen nach besseren Studienbedingungen. Wir bleiben!
Darüber hinaus solidarisieren sich immer mehr Studierende anderer Fachbereiche. Die Vernetzung mit anderen gesellschaftlichen Gruppen läuft ebenso. Unsere Forderungen (z.B selbstverwalteter Raum an der Uni für uns alle, Abschaffung der Anwesenheitslisten) für ein besseres, gerechtes Bildungssystem betreffen euch alle!
Mittlerweile wird ein eigenes Workshop- und Abendprogramm auf die Beine gestellt. Wir können unsere Uni selbst gestalten!
Heute um 20 Uhr ist öffentliches Plenum bei uns im G-Gang!
Kommt zahlreich, bringt euch ein, bleibt über Nacht, stellt selbst was auf die Beine, setzt ein Zeichen: Solidarisiert euch!
Mein Herz und mein Geist ist bei euch im G-Gang, auch wenn mein komplette Anwesenheit nicht möglich ist.
Lasst euch nicht und niemals unterkriegen.
Solidarität
cico
Habt ihr euch schon was ausgedacht für die Studenten, die gerade Abschlussarbeit schreiben? Ich bin grad in der Diplomphase und fände es toll, wenn ihr euch mit mir solidarisieren würdet.
Gruß
Hallo g-gang-freund_innen!
Mein Vorschlag: Die aktuelle “Blockade/Besetzung” umwandeln in eine
“echte” Selbstverwaltung: Ladet alle Studis, Mitarbeiter_innen, Profs
und andere zu einer Versammlung ein und diskutiert, wie die
Räumlichkeiten selbstverwaltet werden können (also sich von
UniVerwaltung, FBR und Co nicht mehr verwalten lassen). So könnten die
Räume vielleicht wieder geöffnet und genutzt werden. Profs könnten
wieder forschen und lehren, Studis wieder studieren, etc.
Es müssten die Arbeitsbedingungen für alle verbessert werden und alle
Verwantwortung übernehmen.
Vielleicht wird es unsere gemeinsame Zukunft?
grüße!
maria d.
Weiter so!
Institut für Politikwissenschaft besetzt…
Foto von Wollbinho (Flickr.com)
Wie viele sicher schon mitbekommen haben ist, seit Donnerstag früh der G-Gang in der Phil-Fak besetzt. Damit ist fast das gesamte Institut für Politikwissenschaft blockiert. Ich habe mit einigen BesetzerInnen gesproche…
Bleibt tapfer!
Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen!
Habt meine Zustimmung.
@politikstudent: s. punkt 2, auch in nem anderen kommentar zu finden, bald aber auch als pm und flyer
Weitere Forderungen, am Donnerstag nachmittag erarbeitet:
1. Abschaffung der Anwesenheitslisten
2. Verlängerung der Abgabgefristen sämtlicher Abschlussarbeiten
3. Raum für Studierende
4. temporäre Öffnungen der Polbib auch während der Besetzung
@maria:
fände ich auch ganz gut – wenn mer ned ständig angst haben müsste dass die profs uns bloß verarschen, wie schon in fragen von anwesenheitslisten, prüfungsmodalitäten u.a. geschehen. besetzung /blockade hat eben nur dann sinn wenn tatsächlich ned im herkömmlichen sinne gearbeitet wird, weil der druck ja auch die profs als entscheidungsträger_innen treffen muss!
off-topic: seht euch das foto und den text drunter an. da hat wohl jemand nicht richtig recherchiert (oder wollte nicht richtig recherchieren):
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-43574-20.html
@ Jonas:
Wenn ich ne Verlängerung der Abgabefrist haben will, kann ich mir auch nen Attest besorgen. Falls du mit der Studienordnung vertraut bist solltest du wissen, dass das wenig hilft, da im Nachhinein noch Prüfungen anstehen, die eben nicht zu verschieben sind.
Was diese tolle Selbstverwaltung angeht. To what end? Was versprecht ihr euch davon? Die Probleme liegen doch nicht in erster Linie in schlechter Verwaltung, sondern in dem eklatanten Ressourcenmangel. Daran werdet ihr als “Verwalter” wohl kaum was ändern können. Bleibt mal lieber Protestierende, meine Meinung.
Gruß
Hier einmal eine aktuelle Berichterstattung:
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36090&key=standard_document_37327762
@politikstudent: meiner meinung nach ist unser problem an der uni nicht nur ein quantitatives, sondern auch ein qualitatives; es geht nicht nur um knete (wie die bababanküberfallsache implizieren könnte), sondern auch um die idee einer anderen uni, eines freien studiums unter unser aller regie – und damit auch um die akzeptanz einer freien gesellschaft, in der menschen nicht dem markt dienen, sich und ihre arbeitskraft verkaufen müssen, sondern als menschen ein recht auf ein gutes leben haben. nenn es idealismus – alles andere ist faschistoid
selbstverwaltung heißt auch selbstbestimmung. selbstbestimmung heißt auch materielle freiheit. materielle freiheit heißt auch unabhängigkeit!
@politikstudent
Eklatanter Ressourcenmangel, ja. Aber woher kommt der? Warum gibt es für Bildung so wenig Geld? Das hat wieder was mit Verwaltung zu tun, mit Prioritäten, die Parlamente setzen. Und da ist die Form, in der Menschen zusammen leben von ganz entscheidender Bedeutung!
Die “Selbstverwaltung” erzeugt da ein Umdenken, bei den Beteiligten und bei denen, die es ernst nehmen.