Liebe Mitkämpfende für ein anderes Bildungssystem,
zunächst: Nach Bildungsstreik und Besetzung heißt: Vor den nächsten Aktionen! Im November findet die Global Week Of Action im Rahmen der Kampagne “Emancipating Education For All” statt, die es schon im April auch in Marburg gab. Darüber bald hier mehr Infos.
Im Moment formiert sich die Bildungsstreik-Gruppe neu, die Informationsstrukturen kommen auf eine andere Grundlage, auch dieser Blog wird sich bis zum Wochenende grundlegend wandeln. Nicht zu vergessen die Bildungsstreik- und Besetzungs- Nachlese: Es werden Presseartikel, Fotos und Radiobeiträge gesammelt um sie hier verfügbar machen zu können. Falls ihr solche Materialien habt, dann gebt doch bitte durch einen Kommentar oder eine Mail an kontakt ät bildungsstreik-marburg de Bescheid!
Auf den letzten Treffen wurden schon Arbeitskreise gegründet, morgen (Mittwoch) wird es um 20 Uhr ein Plenum für alle Interessierten und Aktiven im Philfak-Foyer geben, davor findet um 19 Uhr eine Einführung in Open Access durch das Asta Technik-Referat statt. Bis dahin werden alle Mailinglisten umorganisiert: Die neue Info-Mailingliste wird bewegung ät bildungsstreik-marburg de heißen. Mehr dazu bald hier und per E-Mail.
Wir werden auch den Uni-Mailverteiler für einen Bericht über die Besetzung nutzen, der hier als pdf verfügbar ist. Falls es von eurer Seite noch Berichte über die massive Polizeirepression während der Bildungsstreik-Woche gibt, wären wir über eine Zusendung per Mail (auch an kontakt ät bildungsstreik-marburg de) dankbar.
Heute ist ein sehr interessanter Artikel über den Bildungsstreik auf den nachdenkseiten zu lesen, worin es u.a. heißt:
“Statt sich zu beteiligen, in einem basisdemokratischen Bündnis teilzuhaben und den direkten Diskurs zu suchen, wurden Vorurteile bedient und sich pauschal distanziert. Der Vorwurf des „ideologischen“ Handelns müssen sich konservative Verbände nun wohl oder übel selbst gefallen lassen: denn keine der Prophezeiungen ist eingetreten. Sie haben die größten Bildungsproteste der letzten Jahrzehnte verschlafen. Nie waren Bildungsthemen so in der Öffentlichkeit, selten haben Studierende und SchülerInnen so viel Anteilnahme aus der Bevölkerung und den Medien erfahren. „Wer am Bildungsstreik teilnimmt, ist einfach nur dumm“, ließ der RCDS-Bundesvorsitzende verlautbaren. Man bemerke: dieselbe Person, die vor Populismus im Bildungsstreik warnte. Wenn der Heidelberger RCDS jetzt dazu aufruft, auf die Macht der Argumente und nicht auf die Macht der Aktion zu vertrauen, muss er sich klarmachen, dass den Bildungsstreik gerade die Verbindung von beidem zum Erfolg gemacht hat und gerade das Vertrauen auf die Gesprächsbereitschaft und Offenheit gegenüber studentischen Anliegen, der Grund dafür sind, dass der RCDS keine nennenswerte Erfolge, geschweige denn jemals eine größere Mobilisierung unter Studierenden, vorweisen kann.”
Wer also mit Vorurteilen und Mutmaßungen Politik macht, darf sich nachher nicht wundern, wenn andere ihre Politik selber machen und dabei erfolgreich sind. Konservativ wählen heißt eben auch, rechten Ideologien und mittelalterlichen Denkweisen vor Realismus und zukunftsträchtigem Denken Vorschub zu leisten.
Wir, die BesetzerInnen des Instituts für Politikwissenschaft, verlassen vorläufig den G-Gang. Danke für eure bisherige Solidarität! Nur durch diese waren unsere bisherigen Erfolge möglich. Die Anwesenheitslisten in der Powi sind abgeschafft, ein selbst verwalteter Raum in der Phil-Fak ist in Aussicht. Und nur gemeinsam können wir die noch offenen Forderungen weiter verfolgen. Themen wie die Demokratisierung der Direktorien bleiben aktuell!
Wir machen weiter!
Wir sind nicht bereit, uns auf die Eskalationsstrategie des Präsidenten einzulassen und uns dem von ihm angedrohten Mittel einer gewaltsamen Räumung auszusetzen. Deshalb haben wir uns entschieden den G-Gang heute Nachmittag zu verlassen, um unseren Forderungen in einem anderen Rahmen Nachdruck zu verleihen.
In einem ersten Verhandlungsgespräch wurden bereits erste Erfolge erzielt. An mehreren Stellen sind beide Verhandlungsseiten aufeinander zugegangen. Folglich formulierten die Studierenden ein abschließendes Kompromisspapier und boten den Abzug bei Erfüllung der Forderungen an. Das Präsidium kündigte jedoch an, keine weiteren Gespräche führen zu wollen, statt einem einvernehmlichen Ende des Konflikts zuzustimmen.
Der Unipräsident ist offensichtlich nicht mehr zu einem konstruktiven Dialog mit uns bereit und hat sich stattdessen nun für eine Eskalationsstrategie entschieden, indem er die notwendigen Schritte für eine Räumung eingeleitet hat. Hierin äußert sich der Unwillen des Präsidenten, die Verhandlungen bis zu einem sinnvollen und verbindlichen Kompromiss weiterzuführen.
Wir möchten im Folgenden noch einige seiner Äußerungen in der an euch versandten E-Mail richtig stellen:
Ein Resolutionsentwurf zugunsten der Besetzung fand nicht die Mehrheit des Senats.
Es handelt sich hierbei lediglich um eine Resolution, die eine gewaltsame Lösung (polizeiliche Räumung) ausschließt. Unsere Forderungen waren hier nicht Gegenstand der Abstimmung. Damit hat der Senat eine gewaltsame Beendigung des Konfliktes grundsätzlich legitimiert.
So ist es z.B. falsch, dass es eine Zusammenarbeit mit der Verwaltung gibt, um den reibungslosen Betrieb der Bibliothek zu gewährleisten.
Nienhaus unterschlägt, dass durchaus die Bereitschaft seitens der BibliothekarInnen bestand, die Polbib zu öffnen. Dies wurde ihnen von der Universitätsleitung untersagt. Während der Präsident dieses Vorgehen öffentlich mit der Nichterfüllung von Brandschutzbestimmungen rechtfertigt, musste er in einem Verhandlungsgespräch eingestehen, dass er die Öffnung der Polbib verhindert, um die Besetzung nicht zu legitimieren.
Nach Beendigung der Blockade ist es umso wichtiger unser weiteres Vorgehen zu koordinieren und die aus der selbst bestimmten, gemeinschaftlichen Zeit im Gang entstandene Energie zu nutzen. Für bessere Studienbedingungen und mehr Mitbestimmung! Für neue Freiräume! Für eine andere Studienkultur!
Folgende Nachricht erreichte mich per Email vor 2 Tagen:
Liebe Kollegen,
Wir sind kroatische Studenten aus Rijeka, die sich der unabhängigen Initiative für freie Bildung angeschlossen haben. Zusammen mit unseren Kollegen/innen aus Zagreb, Zadar, Split, Pula, Varaždin, Slavonski Brod und Osijek haben wir unsere Fakultäten blockiert, um gegen Bildungskommerzialisierung und Schulgebühr zu kämpfen. Unsere Initiative begann ein paar Tage nach der Initiative der Studenten in Zagreb (am 22. April 2009) und dauerte bis zum 17. Mai 2009. Jede der drei (von insgesamt zehn) eingenommenen Fakultäten in Rijeka hat ihre eigene Plenarsitzung (Plenum) regelmäßig gehalten. Obwohl das vielleicht nicht besonders bedeutungsvoll erscheint, möchten wir Ihnen Bescheid geben, dass wir uns mit einigen Sabotageversuchen, sowie mit dem Missverständnis unserer Studentenvertreter, die ihre Position finanziell ausnutzen und ihr Pflicht vernachlässigen, auseinandersetzen mussten. Nach dem Ende des Studentenstreiks (was nicht das Ende des Kampfes an sich war) haben wir einen Protestmarsch durch die Stadt mit der Botschaft „Herr Minister, wir sehen uns im Herbst!“ organisiert. Damit wollten wir den Bildungsminister, die Regierung und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass das Ende der Blockade nicht unbedingt der Beginn des Endes, sondern das Ende des Beginns bedeutet. Unsere Initiative hat den Plan, in mehrere direkte Aktionen zu treten, Debatten und Proteste zu organisieren, aber vor allem die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass dieses Problem nicht nur eine leichtsinnige Idee von einer Handvoll Studenten, sondern ein großes globales Problem ist.
Wir haben von den Protesten in über 70 Städten Deutschlands gelesen. Unsere Zeitungen haben über dieses Thema berichtet und endlich wurden Studenten der Welt nicht mehr als apathisch und teilnahmslos dargestellt. Wir sind ein wichtiger Teil der Gesellschaft geworden und wir verlangen Veränderung und Gleichheit! Jetzt ist unsere Zeit in der Weltgeschichte und wir dürfen dem Markt nicht erlauben, den Verlauf der Bildung zu bestimmen und ihre Entwicklung zu verhindern! Wir sind davon überzeugt, dass Bildung allen Menschen zur Verfügung stehen sollte, nicht nur der reichen, führenden Gesellschaftsschicht!
Noch einmal zu wiederholen, sie haben unsere volle Unterstützung. Geben Sie auf keinen Fall auf, sondern kämpfen Sie weiter für bessere Gesellschaft und Gleichheit!
Eine Welt, ein Streben; Bildung darf nicht käuflich sein!!!
Unabhängige Initiative für freie Bildung, Rijeka
An dieser Stelle möchte ich auch nochmal auf das Soli-Video von Aktivist_innen in Kroatien verweisen:
Der komplette Überblick der Soli-Briefe aus aller Welt kann hier abgerufen werden.
Präsident Nienhaus hat in einem offenen Brief an die gesamte Universität mit einer gewaltsamen Räumung des seit letzten Donnerstag besetzten G-Gangs gedroht. Wörtlich heißt es dort: „Die Universitätsleitung wird deshalb die notwendigen Schritte für eine Räumung einleiten. Das setzt rechtlich zwingend voraus, dass Strafanzeige gegen die Besetzer erstattet wird. Die Besetzer riskieren im Falle einer Räumung schwerwiegende Folgen (…)“
Die besetzenden Studierenden zeigen sich verwundert über das präsidiale Schreiben. In einem ersten Verhandlungsgespräch wurden erste Erfolge erzielt. An mehreren Stellen sind beide Verhandlungsseiten aufeinander zugegangen. Folglich formulierten die Studierenden ein abschließendes Kompromisspapier und boten den Abzug bei Erfüllung der Forderungen an. Das Präsidium kündigte jedoch an, keine weiteren Gespräche zu akzeptieren, statt einem einverständlichen Ende des Konflikts zuzustimmen. Damit beweist Nienhaus ein weiteres Mal, dass er nicht zu Kompromissen oder einer friedlichen Beilegung der Konflikte zwischen Studierenden und Universitätsleitung bereit ist.
Die Besetzer_innen des G-Gangs akzeptieren die Autorität des Präsidiums, jedoch nicht die autokratische Art, mit der versucht wird, die Besetzer_innen zu diskreditieren oder sie gegen andere Studierende auszuspielen. Etwaige Vorschriften, an die sich auch die Universitätsleitung nicht immer hält, werden dafür herangezogen.
„Wir fordern von Herrn Nienhaus, endlich seine Blockade-Haltung aufzugeben sowie sich für seine Studierenden und Untergebenen einzusetzen“ sagt Melanie Frei, eine der Besetzerinnen des G-Gangs. „Wir gehen vom Schlimmsten aus“ fügt Andreas Fried hinzu, „denn Nienhaus teilt uns erst spät abends mit, dass er Strafanzeige gegen uns stellen wird.“
Aufgrund der enormen Bedrohungslage sowie der autokratischen Art des Präsidiums werden wir unsere Energie nicht weiterhin in diese Besetzung stecken, sondern uns auf andere Formen des Protests besinnen. Daher werden wir im Laufe des morgigen Tages die Besetzung räumen. Die Entscheidung, ob es zu einer Eskalation kommt, liegt damit bei Herrn Nienhaus, der hiermit aufgefordert ist, keine Gewalt anzuwenden.
Mit freundlichen Grüßen,
Melanie Frei & Andreas Fried
Kurzinfo & Hintergrund:
Seit vergangenem Donnerstag den 18. Juni 2009 halten über 100 Studierende der Universität Marburg im Rahmen des Bildungsstreiks einen Teil des politikwissenschaftlichen Instituts der Universität Marburg besetzt.
Sie setzen sich für bessere Studienbedingungen, eine grundsätzlich demokratische Struktur der Hochschule und eine bessere Ausstattung der Fakultät ein.
Kontaktmöglichkeit:
Pressestelle Besetzung G-Gang Melanie Frei & Andreas Fried Telefon: 015120476928
24.06. (Mi.) — 19.15Uhr — im Foyer der PhilFak
(Wilhelm Röpke Str.6)
“Wir-machen-weiter-Treffen”
Kommt zahlreich – bringt Euch ein!
Dieses Treffen ist offen für alle Schüler_innen, Eltern, Studis und sonstige Aktive die meinen, dass es weiter gehen muss!
Fragen und Anregungen können immer an bildungsstreik.marburg [ät] gmail.com geschickt werden.
Gemeinsam für freie und emanzipatorische Bildung für alle!
Liebe Mitkämpfende für ein besseres Bildungssystem!
In den letzten 2 Tagen gab es viel Ärger mit der PolBib bei der Besetzung des G-Gangs. Wir können nur ausdrücklich darauf verweisen, dass nicht wir die Bibliothek im G-Gang blockieren, sondern die Uni-Verwaltung.
Wir wollen niemanden daran hindern sein/ihr Studium fortzusetzen! Wir lassen Dozierende herein, die Unterlagen für ihre Prüfungen brauchen, auch Seminare können während der Besetzung in G12 stattfinden. Wir arbeiten mit dem Personal der Uni zusammen, um einen reibungslosen Betrieb der Bibliothek und der anderen Einrichtungen zu gewährleisten. Das Präsidium, insbesondere Präsident Nienhaus, will die legitimen Forderungen der Besetzung nicht anerkennen und vielmehr Studis gegen Studis ausspielen. Die Kompromissbereitschaft von Seiten der Verwaltung ist weiterhin gering, vor allem in Bezug auf demokratische Strukturen an der Uni – auch wenn schon kleine Erfolge erzielt wurden. Um die Verhandlungen nicht zu stören, werden wir keine weiteren Informationen veröffentlichen (die aktuellen Forderungen ohne die Modifikation durch die Verhandlungen werden bald als pdf abrufbar sein). Solltet ihr weitere Fragen haben, dann kommt einfach vorbei, wir werden versuchen euch zu helfen.
Nicht nur das Präsidium, auch einige andere Menschen werfen uns gern vor, dass die G-Gangbesetzung von einer studentischen Minderheit ohne Bezug zur studentischen Basis getragen würde. Rückwirkend könnte gefragt werden, inwiefern die präsidiale und professorale Politik demokratisch verfasst ist – wir wissen jedoch alle von der Diktatur des Präsidiums und der fehlenden (universitären) Legitimierung der Hochschulpolitik. Der G-Gang wird von verschiedenen Menschen aus verschiedenen Fachbereichen besetzt, ein Großteil davon selbstverständlich Politikwissenschaftler_innen. Auch eine studentische Mehrheit steht hinter uns: Fast alle Studis die vorbei kommen, solidarisieren sich mit der Besetzung und ihren Zielen.
Das zeigt sich auch ganz offensichtlich an den Abenden, die viele Studis statt in der Kneipe, im Kino oder in der Disco in ihrer Uni verbringen, um dort an Arbeitskreisen, Lesungen oder Kulturveranstaltungen teilzunehmen. Am Sonntag gab es den Workshop „Geschichte des Politik-Instituts in Marburg“, am Montag um 9 Uhr „Kritische Theorie bei Horkheimer“, um nur zwei der Workshops zu nennen. Die Verhandlungen nehmen zwar einen großen Teil der Zeit weg, samt den Plena zur demokratischen Beschlussfassung, die im Moment zweimal täglich stattfinden, jedoch bleibt trotzdem noch etwas Zeit für ein ausführliches Kulturprogramm: Gestern war Karamelo Santo im PhilFak-Foyer, eine argentinische Mestizo-Rock-Band, die letztes Wochenende auf dem Großfestival „Hurricane“ vor 10000 Menschen gespielt haben und nächstes Wochenende auf dem Fusion-Festival spielen (s. Video ganz unten). Am Sonntag waren verschiedene Liedermacher sowie eine Harfenspielerin im G-Gang, und heute steht eine offene Lesebühne auf dem Programm.
Zum Informationsfluss: Es ist ein SMS-Verteiler eingerichtet, auf den mensch sich vor Ort eintragen lassen kann, auf dieser Seite kann mensch sich in die beiden Infoverteiler bildung-für-alle oder bildungsstreik eintragen. Zusätzlich existiert weiterhin diese Bildungsstreik-Homepage (wir versuchen, sie ständig aktuell zu halten), auch auf der Fachschaft Politik Seite sowie der Asta-Seite sind immer wieder neue Infos zu finden.
Die neueste Pressemitteilung wird auch bald hier zu finden sein.
PS: Es sind immer wieder Gerüchte im Umlauf, der Präsident würde eine Räumung des G-Gangs anstreben. Wir lassen uns von diesen Gerüchten nicht beunruhigen, da nicht nur die Presse dauernd über uns berichtet (neu: hr-online mit Audiobeitrag der schon im Radio gesendet wurde), sondern sich auch der Oberbürgermeister Marburgs Vaupel mit uns solidarisiert hat.
In Reaktion auf diesen Text wurden folgende Nachrichten an alle im bundesweiten Bildungsstreik Aktiven gesendet [die Zusammenstellung kann auch hier als .pdf Datei heruntergeladen werden]:
Students in Bangladesh are supporting your struggle!
The problems of education seem similar to east and west, “first world” and “third world” countries. The students of Bangladesh are burdened with tuition fees and other expenses like costs of books, dormitory fees etc. And The burdens are increasing exponentially. The other important thing is the little state support for the public education system. The majority of High School graduates will not get an opportunity to enter less expensive public universities.The commercialisation of the public education system is supported by the government. The most alarming thing is, that the private universities only admit students for a few profitable subjects like Business Administration or Computer Science or Electrical Engineering or Telecommunication Engineering.
The government with the help of the commercial media demoralizes the students and always tells them that education is not for free and that it is normal to pay for quality education and that education is a market product.
And they keep telling that especially higher education is not free anywhere in the world.
So the parents of students must carry all expenses and the only duty of students is to attent their lessons. No rallies and no protests are necessary, they say. The call by the global student movement and the “Bildungsstreik” in Germany inspires the students of Bangladesh and this shows the true picture student movements worldwide.
We are in Solidarity with you!
Tarek Ahmad; Dhaka [Bangladesh]
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Support
Dear German colleagues,
We apologize for sending you our support so late, but we are in exams period and we don’t have enough time for thinking in so many things….
As soon as we do an action, you’ll receive news from us!!
Good luck in your fighting day and receive all the support from the assemblies of Madrid!!!
Here is our supporting letter:
“Dear colleagues,
From the International Commission Assembly of Madrid (Spain) we want to send you a message of support during your “Educational strike”, in such a day like is the anniversary of the Bolonia Declaration.
In Madrid and in the whole Spain, thousands of people are fighting against Bolonia Process since several years, but is hasn’t been until few months ago when our voices are starting to be listened by the society, which is starting to be critic and informed about this difficult process. Anyway, our government decided to continue with it, and from September, Bolonia will be a reality in our universities. But we still keep on fighting, we wont surrender, specially now. We need to show our politicians that they can’t do whatever they want.
Unfortunately, we are now in our exams period, we are so busy and it has been impossible for us the coordination to organize any action for this day. But we hope we can do something together really soon, because together we are stronger and it will be more difficult for them to ignore our voices!
Keep on struggling, because the lost fights are those which never happened!!
Best wishes from Madrid.
„Coordinadora Internacional de Madrid contra Bolonia” [Spain]
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Your struggle is our struggle!
Dear colleagues!
Just like our colleagues in other Croatian towns (Zagreb, Zadar, Rijeka, Pula, Osijek and Varaždin) students from Split, also gathered around independent student initiative for the right to free education, occupied their Faculties (University of Split) during Global week of action (and furthermore) as a sign of protest against commercialisation of education. In a moment, we held four Faculties under occupation. We organized this action demanding the right to free education for all and the elimination of all tuition fees, at all levels of higher education: undergraduate, graduate and postgraduate. We heard about your struggle and we want to express our great solidarity with the international fight for emancipating and free education which you are fighting now. The educational system of today is making the students, de facto, employees of their respective faculties, even though they are the ones who are paying their studies very costly, while their work time is “payed” with a fixed amount of ECTS points. Our free time has been violently taken away from us (our professors as well), making us uncompromising executives of the system itself.
We stand in solidarity with every movement which implements ideals of freedom and autonomy in its own fight, and on the universities.
Persist on common goal, the struggle continues!
“Independent student initiative for the right to free Education”
Split [Croatia]
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Support
I would like to support your struggle against commercialization of schools and universities. They shouldnotproduce servile subordinates of corporations but human beings marked by critical thinking. University should be a realm of freedom, not of business and rat race.
Yours in solidarity,
Andrzej Obuchowski, Lublin, [Poland]
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Greetings from University Paris XI.
Here in France, we fight against the same forces : commercialisation of knowledge, education and research.
Keep resisting !
***
Jean-Michel Guillon
Laboratoire Ecologie, Systématique et Evolution
Bâtiment 362
Université Paris Sud
91405 ORSAY-Cedex [France]
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Support
Dear colleague,
teacher and researcher in the university Paris 8 – Saint-Denis, in struggle, I support your actions against the consequences of the Bologna Process on public education.
Sincerely yours
C. Vidal-Gomel [France]
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Solidarity from France
Dear friends,
Université de Provence (Aix-Marseille I), as most French Universities, has been on strike for the last 14 weeks. Now teaching has resumed but we are still demonstrating against the French laws applying the Bologna process to the French universities.
Although the French governement seems to have won momentarily the battle, the war goes on.Nothing is totally lost yet.
I fully support your strike and your struggle for free education for all.
Best wishes
G.D. Véronique
U. de Provence, Aix-en-Provence [France]
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Stop Bolonia; Education by all and for all!
Salud compañeros!
I want to wish you a very good fight and I hope you achieve your goals. Here, in Spain, we are fighting too (I know you know that). Maybe we meet soon. Maybe we, all the people, will build another education system, thinking internationally and globally.
Stay like that and keep fighting! All the power to the assembly/people!!
Nicolás Cardozo [Spain]
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Support
Dear activists,
The French union, Laic Students Trade Union (Syndicat Etudiant Unitaire et Laïque – SEUL) supports and answers positively to the “German federal protest co-ordination assembly”’s (Bundesweites Bildungsstreik Bündnis) call. We’re struggling against the privatisation of higher education in France and we’re participating in the European Wave Collective. By the way, we were also present at the European’s mobilization at Leuven (+Louvain and Brussels) in Belgium. We’re going to spread your call and we ask you to put us on your list of supporters.
Please find our declaration about your mobilization attached. [file I + file II]
I am really happy that there is a group of students/pupils (and friends…) which wants to change things at the universities/schools in Germany and fully support your protest!
Especially in Germany (unfortunately I do not know enough about the situation in other countries) the educational system is so underfunded that it hurts to see. The ironical thing is that I discussed the matter with some British scientist years before the Bologna process started and they all wondered why Germany wants to have a Bachelor/Masters anyway. They thought that the diploma is one of the great accomplishments of the German system. I hear things like this again and again.
Further, I totally agree that education should be for everyone and not only for people who can afford the fees!
Finally, why do the fees do not come back fully to the students (better education/teachers….)? There are a lot of unresolved issues it seems….
Fight on!
All the best,
Cornelya [Sweden]
Cornelya Klütsch, Ph.D.
KTH – Royal Institute of Technology; Gene Technology
E.-Mail: cornelya.kluetsch[ät]biotech.kth.se
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Solidarity from Minneapolis
Graduate students and workers at the University of Minnesota support German and transnational struggles for free and emancipatory public education!
Raphi Rechitsky [U.S.A.]
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You have my humble support!
I believe in the purity of your noble goals! There are many young people who are not able to get a higher education because they cannot afford it. It’s plain stupid to withhold a capable young person of becoming even more accomplished just because he’s not rich enough. Tuition fees are getting higher, making things even worse. A society’s goal is to have a lot of educated people, but contradictory they are making this very difficult. If politicians want more educated people in order to, in the end, have a greater GDP they should invest in such a project! Maybe they don’t know how it is for parents with average incomes to put their kids through college. It’s almost impossible and generates a lot of problems for such families, with their kids becoming frustrated and over-pressured because their families are suffering in order for them to get a higher education – simple mistakes become huge. Maybe it should not be free, but it should at least be calibrated in compliance to the economical powers of wide population.
All of us should live better, and our countries are suppose to exist for the people, not the other way around!
All the best! I hope you/we can accomplish something good!
Best wishes from Belgrade!
Vladimir Ilić [Serbia]
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Keep on fighting!
Hello,
it’s great to hear that the struggle goes on also in other countries. I will print your message and spread it around Turku University. Maybe your message will encourage students to demonstrate also here in Finland. Maybe you have heard, but the new university bill is suppose to be passed in the Finnish parliament around the dates when your action week will be held. We have high hopes that our demonstrations will make the parliament change the bill for the better, although not as good as we had wanted.
Regards,
Elias Laitinen [Finland]
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Solidarity for Free Education!
I support state funded education as your citizens are made aware to be responsible to respect and support citizens, the planet and the global citizens.
With warm greetings,
Dipesh Dulal [Nepal]
dipesh.dulal[at]gmail.com
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Support
Graduate Education must be the first thing that is going to change, or the change for a better world will never come. We all must unite, or unity is going to remain just a word with no meaning.
You have my thanks and support,
Perisic Aleksandar [Serbia]
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Thank you, Germany!
Hello everyone!
First of all, I’d like to apologize for my English, because I am a first-year student in English. I don’t belong to any particular group of protest, but I hope you will appreciate my support all the same. I am a French student in Lyon2 and participated in the movement against the privatisation of universities. The student movement in my university was put on a hold because we were not numerous enough, and now everybody works for their exams. So now it is only thanks to news about what happens on an international level, that I realized that the protest actually just began and it is far from ending. Even if the student movement seems to die in France right now, it still lives elsewhere. We are all involved in the same fight, we all don’t want universities to turned into firms and we reject the Bologna Process. I really hope, also if for the moment we only support Germany with letters, one day there will be a regular international student movement and that what happened in the Counter-Summit in Louvain (Belgium) will become more usual, and that eventually we will win!
So, what I wanted to say was: thank you Germany for your week of protest and keep it up!
We must not surrender!
LittleBreeze [France]
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Support
Dear Friends,
Université (Aix-Marseille I), as most French Universities, has been on strike for the last 14 weeks. Now teaching has resumed but we are still demonstrating against the French laws applying the Bologna Process at French universities. Although the French government seems to have won momentarily the battle, the way continues. Nothing is totally lost yet. I fully support your strike and your struggle for free education for all.
Best wishes,
G.D. Véronique U. de Provence, Aix-en-Provence [France]
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Support
Dear colleagues,
I, as a teacher and researcher in the University of Paris 8 – Saint-Denis in struggle, also support your actions against the consequences of the Bologna Process on public education.
Sincerely yours,
C. Vidal-Gomel [France]
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I am with you
I would like to support your struggle against commercialization of schools and universities. They should not produce servile subordinates of corporations but human beings marked by critical thinking. University should be a realm of freedom, not of business and rat race.
Yours in solidarity,
Andrzej Obuchowski, Lublin, [Poland]
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Soli-Video von Aktiven in Kroatien:
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Soli-Video von Aktiven auf den Philippinen:
One World – One Struggle; Education is NOT for $ale!
Das Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität Marburg wird weiterhin besetzt. Die seit Donnerstag andauernde friedliche Besetzung schafft einen selbstverwalteten, basisdemokratisch organisierten Raum. Am Montag werden die Verhandlungen über die Forderungen der Studierenden fortgesetzt. Erst 24 Stunden nach Beginn der Besetzung waren die Institutsleitung und das Dekanat des Fachbereichs für Gesellschaftswissenschaften und Philosophie bereit, sich mit den Forderungen der Studierenden auseinander zu setzen.
Die Demonstrantinnen und Demonstranten setzen sich aktiv dafür ein, den Mitstudierenden zu ermöglichen, ihr Studium innerhalb des Instituts fortzusetzen und die Bibliothek weiter zu nutzen. Die Universitätsverwaltung behindert diese Bestrebungen maßgeblich. Aufgrund dessen soll eine alternative Bibliothek eingerichtet werden. Zumindest wurde bereits ein Aufschub für die Abgabetermine der Bachelorarbeiten erwirkt.
Studierende anderer Fachbereiche haben sich mit der Aktion solidarisiert und der Besetzung angeschlossen. Täglich erhöht sich die Anzahl der Demonstrantinnen und Demonstranten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigten ebenfalls ihre Solidarität. Im Zuge der Selbstverwaltung werden am Wochenende Workshops, Filmvorführungen, Lesebühnen und alternative Seminare angeboten.
Ein Teil der Forderungen: • viertelparitätisch besetztes Direktorium (gleiche Stimmzahl von Professoren, Studierenden, wissenschaftlichen und technisch-administrativen Mitarbeitern)
• selbstverwalteter Freiraum für alle Studierenden der Philosophischen Fakultät
• Abschaffung der Anwesenheitslisten am gesamten Fachbereich
• Verbesserung des Informationsflusses / Transparenz am Institut
• Einberufung des Direktoriums Anfang nächster Woche
• zweistündige Mittagspause und freier Mittwoch Nachmittag für Gremien und Gruppenarbeit
• Verbesserung der Arbeitsbedingungen für technisch administratives Personal (Dienstfahrräder, drei volle Stellen für Hausmeister)
[genauer ausgearbeitet und ergänzt werdet ihr sie bald hier auf dem Blog finden oder: Ihr kommt einfach vorbei!!!]
Die Forderungen sollen auch als ein Zeichen der Wichtigkeit eines besseren und gerechten Bildungssystems gesehen werden, das durch die Reduzierung der Bildung auf ihre Verwertbarkeit zunehmend gefährdet ist. Deshalb solidarisieren sich die Demonstrantinnen und Demonstranten mit allen gesellschaftlichen Gruppen, die in diesem Sinne aktiv sind.
Seit drei Tagen ist das politikwissenschaftliche Institut (G-Gang) der Uni Marburg besetzt. Wir lassen uns nicht einschüchtern und verfolgen weiterhin unsere Forderungen nach besseren Studienbedingungen. Wir bleiben!
Darüber hinaus solidarisieren sich immer mehr Studierende anderer Fachbereiche. Die Vernetzung mit anderen gesellschaftlichen Gruppen läuft ebenso. Unsere Forderungen (z.B selbstverwalteter Raum an der Uni für uns alle, Abschaffung der Anwesenheitslisten) für ein besseres, gerechtes Bildungssystem betreffen euch alle!
Mittlerweile wird ein eigenes Workshop- und Abendprogramm auf die Beine gestellt. Wir können unsere Uni selbst gestalten!
Heute um 20 Uhr ist öffentliches Plenum bei uns im G-Gang!
Kommt zahlreich, bringt euch ein, bleibt über Nacht, stellt selbst was auf die Beine, setzt ein Zeichen: Solidarisiert euch!
5. Sendung von Ræducation
ein Projekt von FreEduMM und dem Referat für interntionale Vernetzung des AStA Marburg Wann?
17.05., 22-24 Uhr Wo?
auf Radio Unerhört (90.1 FM)
"live stream"
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