An dieser Stelle stand für etwa 24 Stunden ein Aushang der Fachschaft Geschichte. Leider musste die Fachschaft feststellen, das der Aushang auf einem Missverständnis beruhte und deshalb sachlich nicht korrekt war. Deshalb ist der Text hier nicht mehr zu finden. Eine Richtigstellung/Pressemitteilung der Fachschaft wurde uns zugesagt und wird so bald wie möglich hier zu finden sein. Bitte entschuldigt diesen Fehler.

Unter dem Titel “Mit den Waffen des Geistes — gegen den Geist der Waffen” findet am 7.12.2011 um 19 Uhr im Hörsaal 110 des HSG in der Biegenstraße 14 eine Veranstaltung für eine Zivilklausel statt. Peer Heinelt redet zum Thema “Friedens- und Konfliktforschung”, der AK Ziviklausel Frankfurt über die Militarisierung der Gesellschaft und Widerstand an den Hochschulen.

Mehr Informationen gibt es auch beim AStA-Marburg, welcher die Aktion unterstützt. Dort gibt es auch einen Flyer zur Aktion mit Grußwort von Martin Löwenberg, Widerstandskämpfer gegen den deutschen Faschismus, KZ-Häftling und Zwangsarbeiter, Gründung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes.

(Quelle: Allgemeiner Studierenden-Auschuss Marburg)

Mit Musik in den Ohren “Bildungfabriken einreißen”!

Videobericht der Oberhessischen Presse

Fast 400 Menschen folgten unserem Aufruf zur Nachttanzdemo unter dem Motto “Bildungsfabriken einreißen! Free Education for Emancipation” am 17.November. Die Stimmung war super, die Musik auch – Dank geht an “der jo“!  Inhaltlich wurde die Demo von fundierten Redebeiträgen Aktiver der Free Education Movement Marburg sowie des Referats für internationale Vernetzung (AStA) und des Referats für Hochschulpolitik (AStA) gestaltet.

Interesse ebenfalls sich gegen Bildungsfabriken und für freie emanzipatorische Bildung einzusetzen? Dann komm einfach bei einem unserer nächsten Plena vorbei, kontaktier uns (freedumm@gmx.de) und/oder setz dich auf unseren Newsletter-Verteiler.

Hier erstmal die Beiträge von der Oberhessischen Presse am 17.11. und 18.11.:

Updates:
Tunnelparty ist vom Ordnungsamt verboten und die Auflösung wurde angedroht. Wir suchen nach Alternativen.
Dank RADikate findet anschließend eine Tunnelparty statt!!!

AStA, Fachschaftsrat 03, die Fachschaft KultVolk, Politikwissenschaft, Geschichte und Soziologie sind auch dabei!

Bildungsfabriken einreißen? Ja! Denn (Hoch-)Schulen gleichen immer mehr Fabriken. Das spiegelt sich wider in den Strukturen und Inhalten der Lehre, der Finanzierung öffentlicher Bildungseinrichtungen, dem Zwang von Kindheit an „besser“ sein zu müssen als andere und schließlich in einer kontinuierlichen Bewertung durch die Vergabe von Noten für sogenannte Leistung. Vorrangig formen sie gefügiges Humankapital. Genormte Studiengänge, die genormte Menschen ausspucken und das so effizient wie möglich. Das Wort Bildung hat an Bedeutung verloren und wird unreflektiert zu einer Ressource für den Arbeitsmarkt und Standort reduziert.

Auch in Marburg gibt es „Bildungsfabriken“! Überfüllte Klassenzimmer, Seminare und Vorlesungen inklusive Rauswürfe und Wettrennen um Listenplätze sind schon lange Normalität. Die Gedächtnisleistung von Schüler_innen und Studierenden wird mindestens halbjährlich getestet, bewertet und wer das Copy&Paste am besten beherrscht, darf zur nächsten Fließbandstation.
Gleichzeitig verschlimmern sich die schon lange prekären Beschäftigungsverhältnisse des Mittelbaus oder – ganz aktuell – von Reinigungskräften der Marburger Uni immer weiter. Gelder werden an allen Enden gestrichen und so sehen sich Schulen und Uni gezwungen auf Drittmittelgebende zurückzugreifen. Im Zuge dessen werden demokratische Strukturen geschwächt oder gar verhindert – diese stören nur beim effizienten Managen.

Wir wollen da nicht mehr mitmachen! Wir wollen selbstbestimmt leben und lernen in einer freien Gesellschaft. Darum: lasst uns die Bildungsfabriken einreißen, in die wir gezwängt werden.

Effektiv können wir diesen grundsätzlichen Entwicklungen jedoch nur gemeinsam auf globaler Ebene entgegenwirken. Darum organisieren sich bereits seit ein paar Jahren Menschen auf der International Student Movement (ISM) Plattform und rufen nun zu den „Global Weeks of Action for Education“ (07. – 20.11.) auf. Der 17.November markiert einen Höhepunkt der Aktionswochen. Unter anderem in Barcelona, Gent, Islamabad, Jakarta, Kairo, Rom, San Francisco haben Aktive bereits angekündigt im Rahmen der GWA Aktionen für den 17. vorzubereiten. Bundesweit wird es ebenfalls in mehr als 40 Städten Demos und sonstige Aktivitäten geben.

Auch Marburg ist dabei! Das Free Education Movement Marburg (freedumm) ruft in Zusammenarbeit mit dem AStA Marburg, den Fachschaften KultVolk, Soziologie, Geschichte und Politikwissenschaft, sowie dem Fachschaftsrat 03 zu einer Nachttanzdemo am 17. November um 19 Uhr auf!

Los geht’s vor dem Hörsaalgebäude in der Biegenstraße 14.

Weil das System uns – und viele andere – einfach krank macht:

gemeinsam – weltweit:
Bildungsfabriken einreißen!!
Free Education for Emancipation!

Interessierte sind eingeladen sich gerne in den Vorbereitungen mit eigenen Ideen und Vorschlägen einzubringen. Nächste Treffen: Montag um 17 Uhr zum Banner malen (14.11.) ab 17 Uhr im AStA Marburg (Erlenring 5).
Mobilisierungs- und Organisationsplenum: Dienstag, 18 Uhr im Foyer des Hörsaalgebäudes. Wir haben noch einiges zu besprechen, bitte kommt zahlreich.

Poster und Flyer gibt es jetzt auch im AStA.

Im Kontext der Global Weeks of Action for Education, einen Tag vor der Nachttanzdemo, wird es ein Rede und anschließende Diskussion von und mit Volker Beck, MdB, am Mittwoch 16.11.2011 um 19:30 im Historischen Rathaussaal Markt 1 geben.

Free Education for Emancipation!

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Dem Grundgesetz ist es egal, ob man eine Frau oder Mann ist oder unsere Sprache einen bayerischen oder türkischen Akzent hat. Auch die Frage, ob, wo und welchen Gott man anbetet ist Teil unsere geschützten Freiheit. Dennoch sind homosexuelle Frauen und Männer ebenso wie bisexuelle, transsexuelle oder intersexuelle Menschen rechtlichen und gesellschaftlichen Diskriminierungen ausgesetzt. Als Konsequenz aus der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Selektionspolitik hatte sich der Parlamentarische Rat 1948/49 dafür entschieden, neben dem allgemeinen Gleichbehandlungsgebot des Artikels 3 Absatz 1 GG in Art. 3 Absatz 3 zu verankern:   „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Damals vergaß man zwei im nationalsozialistischen Deutschland systematisch verfolgte Personengruppen: Behinderte und Homosexuelle. Im Rahmen der Überarbeitung des Grundgesetzes nach der Angliederung der DDR wurde das Verbot der Benachteiligung aufgrund der Behinderung aufgenommen. Die LGBT-Community wartet auf ein ausdrückliches Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität im Grundgesetz vergeblich. Zuletzt wurde eine Ergänzung des Grundgesetzes im Januar 2011 abgelehnt. Für unser Grundgesetz ist Artikel 3 elementar. Er definiert das grundsätzliche Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz. Doch die Politik, die sich daraus ableitet, ist nicht immer vom Gedanken der Gleichwertigkeit geprägt. Ausgrenzung, beispielsweise für den Islam oder Sinti und Roma, ist Teil bundesrepublikanischer Realität. Mit diesen Verhältnissen geben wir uns nicht zufrieden. In meiner Rede möchte ich die Frage aufwerfen, ob die Verfassungswirklichkeit und Gesellschaft tatsächlich reflektieren, dass wir alle frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind, wo das nicht so ist und was wir konkret verändern müssen.      (Volker Beck)

Solidarität mit Besetzer_innen an der Universität Belgrad

Bereits seit Mitte Oktober blockieren Aktivist_innen an der Universität in Belgrad diverse Fakultäten, um sich gegen Studiengebühren zur Wehr zu setzen. Da sie sich vermehrter Repression seitens der Uni-Leitung, des Staates und faschistischer Strukturen vor Ort ausgesetzt fühlten, riefen sie Aktive weltweit dazu auf sie zu unterstützen.

Inzwischen hat die Uni-Leitung privates “Sicherheitspersonal” eingestellt, um die “Störenfriede” zu beseitigen. Doch die Aktiven halten die Stellung und somit dauert die Besetzung bis heute an.

Das Free Education Movement Marburg und der AStA Marburg unterstützen die Aktiven und haben folgende Solidaritätserklärung an diese versendet:

Dear fellow activists at Belgrade University,
we, the student representative body at the University of Marburg and activists at the Free Education Movement Marburg, want to express our full support and solidarity with your actions against the increasing commercialisation of education.
To us the commercialisation of education is a symptom of the currently dominating economic system. Since this economic system unleashes its forces globally, we hope to also unite with you in our struggle for free emancipatory education for the “Global Weeks of Action for Education” (Nov. 7-20th), which is currently being coordinated on the International Student Movement platform. We already decided to take to the streets at night on November 17th.
United against fascists, state repression and for free emancipatory education for all across all borders!

★ one world – one struggle ★

Das Free Education Movement Marburg (FreEduMM) stellt sich vor!!

Datum: 26.10.2011 (Mittwoch) - um 19Uhr

Ort: in der PhilFak (das Gebäude neben der UniBib; im Histo-Bistro)

Auch Ideen für den 17.11. (Höhepunkt der “Global Weeks of Action for Education“) können diskutiert werden.

Auch du findest, dass das vorherrschende Bildungssystem stinkt oder zumindest müffelt? Hast auch du vom Leistungsterror die Nase voll? Findest du auch, dass Bildung für alle frei zugänglich sein soll? Möchtest du ein Bildungssystem, das sich nach deinen Interessen richtet und nicht nach denen der Wirtschaft und des Staates?

Dann komm zu unserem Kennenlerntreffen am

Mittwoch (19.10.) ab  19Uhr im Eingangsbereich des Hörsaalgebäudes
(Biegenstr. 14)

Wir freuen uns immer über neue Gesichter und frische Ideen!

 

Fragen und Anregungen immer gerne an: freedumm@gmx.de

In der Jungle World gab es neulich einen interessanten Artikel zur geplanten Rüstungsforschung an der Uni Bremen, an der es seit 1986 eine Zivilklausel gibt.

Ein Satellitenkonzern, der auch die Bundeswehr beliefert, möchte an der Bremer Universität eine Stiftungsprofessur einrichten. Allerdings nur unter der Bedingung, dass die Universität eine Zivilklausel ändert, die jegliche Beteiligung an Rüstungsforschung ausschließt.

Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage ist eine Schule in Bremen besetzt worden. Dem Schüler-Kollektiv “Fort Bildung” geht es um mehr Mitbestimmung und Rücknahme der Stellenstreichungen. Ein Gesprächsangebot der Bildungsbehörde wurde abgelehnt, denn die Schüler stehen für Basisdemokratie – Graswurzeldemokratie, wie sie es nennen. So wird am Abend in einer Vollversammlung darüber diskutiert, wie das Gespräch geführt werden soll. Über Nacht bleiben die Schüler dann in der Schule an der Delmestraße.

Einen Videobeitrag gibts hier: www.radiobremen.de

Und hier noch einige Artikel: www.weser-kurier.de —  www.radiobremen.de —  www.radiobremen.de

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